Owingen - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1094

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Großes Haufendorf mit komplexem Grundriss. Im Westen der Ortsdurchfahrt unregelmäßiges, im Оsten rechtwinkliges Straßennetz (Neuanlage nach Brand?). Die Landstraße nach Stetten ging früher über die Eyachbrücke; Durch­bruch der Hauptstraße nach Norden erst in der neueren Zeit. Neue Wohngebiete am westlichen Ortsrand. Gewerbegebiet im Süden.
Historische Namensformen:
  • de Owingen
Geschichte: 1094 (Корie 17. Jahrhundert) de Owingen (Personenname?). Älteste Siedlungsschicht, alemannische Reihengräber. Herren von Owingen, wohl Edelfreie, werden 1094/95 als Wohltäter des Klosters Sankt Georgen genannt. Der Ort gehörte ursprünglich vermutlich zur Grafschaft Haigerloch, seit dem 12. Jahrhundert zur Grafschaft Hohenberg (1381 an Österreich, Herrschaft Haigerloch 1497 an Zollern). Mindestens ein Teil war später Zubehör der Herrschaft Haimburg (so 1344 und 1362), die in der 1. Hälfte 14. Jahrhunderts jedoch unter hohenbergischer Lehenshoheit stand. Die Herrschaft Haimburg war in der 1. Hälfte 15. Jahrhunderts in Händen der Herren von Bubenhofen, die 1438 vom Kloster Sankt Georgen Grund­besitz erwarben. 1462 überließ ihnen Österreich »den Weiler Oberowingen«, also wohl den um die »Weilerkirche« gelegenen, im 16. Jahrhundert verschwundenen Teil des Orts. Da dieser Weiler 1544 zur Herrschaft Haigerloch gerechnet wurde, gehörte er vermutlich nicht zur Herrschaft Haimburg. Zu dieser gehörte dagegen wohl »Unter­owingen«, das mit ihr über die Herren von Weitingen an den Tübinger Obervogt Fritz Jakob von Anweil fiel, der den Ort 1539 mit der Haimburg an Zollern ver­kaufte. Ganz Owingen kam bei der zollerischen Erbteilung 1576 zur Grafschaft Hohen­zollern-Hechingen. Hohenzollerische, 1850 preußisch. Oberamt (1925 Landkreis) Hechingen.

Ersterwähnung: 1275
Kirchengeschichte: Kirche und Pfarrei 1275, Sankt Georg 1436. Patronat der Ortsherren, Ende 15. Jahrhunderts der Herren von Bubenhofen, 1539 an Zollern. Pfarrkirche war die heutige Friedhofskirche im Gebiet des »Weilers« Oberowingen (»Weilerkirche«). Romanische Chorturmkirche 2. Hälfte 12. Jahrhundert. Nach dem Einsturz des Turms 1830 Wiederherstellung ohne Apsis. Neuer Turm 1913. Kapelle Sankt Maria im jetzigen Dorf 1462 genannt. Kirche Sankt Jakob von 1697/98 (Übertragung der Pfarrechte zu unbekannter Zeit). Neue katholische Pfarrkirche Sankt Jakobus Major 1973. Evangelische nach Haigerloch.
Patrozinium: Sankt Georg
Ersterwähnung: 1436

GND-ID:
  • 4214606-9
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