Wie wir Gurs überlebten
Zeitzeugen berichten
Ein Film von Dietmar Schulz
40 min
Sie gehörten zu den wenigen Zeitzeugen, die über ihre Deportation durch die Nazis im Oktober 1940 und ihr Überleben im Lager Gurs in Südfrankreich berichteten: Margot und Hannelore Wicki-Schwarzschild aus Kaiserslautern, Amira Gezow aus Mannheim und Hanna Meyer-Moses aus Karlsruhe. Vor der Kamera haben die vier jüdischen Frauen beschrieben, wie sie als Jugendliche die katastrophalen Zustände im Lager Gurs überstanden haben und von mutigen Helfern vor dem Abtransport nach Auschwitz gerettet wurden. In den vergangenen Jahren sind sie in hohem Alter verstorben.
Ihre Berichte werden erstmals filmisch aufgearbeitet in der 40minütigen Dokumentation „Wie wir Gurs überlebten – Zeitzeugen berichten" von Dietmar Schulz. Der Film schildert zudem im Detail den Ablauf der Deportation der mehr als 6.500 jüdischen Bürger aus Südwestdeutschland nach Gurs am Fuß der Pyrenäen.
Berichte von Zeitzeugen sind nach Meinung des französischen Historikers und Gurs-Experten Claude Laherie zwar mit Einschränkungen zu betrachten. Ergänzt durch intensive Recherchen seien sie aber „von unermeßlichem Wert“ für die Geschichtsforschung, betont Laharie in der Dokumentation. Erst durch Zeitzeugenaussagen sei die ganze Stimmung einer Epoche zu erfassen.
Nun haben die Kinder der vier Zeitzeuginnen die Aufgabe übernommen, über das Elend im Lager Gurs zu erzählen. Als sogenannte „Zeitzeugen der zweiten Generation“ berichten sie bei Vorträgen in Schulen und bei Gedenkveranstaltungen über das Schicksal ihrer Familien während der NS-Zeit.
Hinweis zur Nutzung: Der Film kann heruntergeladen werden und für nicht-gewerbliche Zwecke eingesetzt werden. Wir freuen uns über eine Nachricht über eine öffentliche Vorführung oder Verwendung des Films unter ra@km.kv.bwl.de.

leobw