Freiamt 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.freiamt.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Freiamt
Einwohner: 4119
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 78.0
Max. Höhe ü. NN (m): 744.18
Min. Höhe ü. NN (m): 255.38
PLZ: 79348

Nordöstlich an die Stadt Emmendingen grenzend, bildet die Gemeinde Freiamt, samt ihrem Teilort Ottoschwanden, die zweitgrößte Kommune nahezu im Zentrum des Landkreises Emmendingen. Naturräumlich gesehen gehört sie dem mittleren Schwarzwald an, wobei die Ottoschwandener Platte im Westen von Buntsandstein aufgebaut wird, den ab dem Brettenbachtal höheres, reliefreicheres kristallines Grundgebirge ablöst. Am Hünersedel steigt es auf 744 m über NN an; im Westen bleiben die Höhen bei 400 bis 450 m über NN. An der Nahtstelle von Grundgebirge und Buntsandstein, der Schwarzwaldrandverwerfung, treten Porphyrgänge zutage, deren Lagerstätten im Mittelalter einen bedeutenden Silberbergbau ermöglichten. Während der kristalline Bereich stärker bewaldet ist, dominieren auf der mit Muschelkalk überdeckten Ottoschwandener Platte Ackerflächen und Streuobstwiesen. Mit über 62 Wohnplätzen erweist sich die Gemeinde als ausgeprägtes Streusiedelgebiet. Im kristallinen Ostteil liegen die Siedlungen als mehrheitlich geschlossene Kleindörfer und Weiler in den Talräumen, im flacheren Westen als Einzelhöfen und größere Höfegruppen an übergeordneten Wegen und Straßen. Hier war auch das moderne Siedlungswachstum stärker ausgeprägt, so dass sich, wie im Zentrum von Ottoschwanden, manche Kerne zu lockeren Straßendörfern verdichten konnten. Ein bescheidener Fremdenverkehr mit Kurhaus und Hallenbad ergänzt die nicht unbedeutende Landwirtschaft des ansonsten überwiegenden Auspendlerortes. Er ist vor allem über Landes- und Kreisstraßen zugänglich. Alle Teilorte kamen über die Markgrafschaft Hachberg 1809 zum Bezirksamt Emmendingen und 1939 zum gleichnamigen Landkreis.

Teilort

Wohnplatz

Wüstung

Durch das Gemeindegebiet verläuft in etwa nordsüdlicher Richtung die Schwarzwaldrandverwerfung und teilt es in einen westlichen, zur Emmendingen-Lahrer Vorbergzone gehörenden, und in einen östlichen, zum Mittleren Grundgebirgsschwarzwald zählenden Teil. Im Westen steht Mittlerer und Oberer Buntsandstein an, dem stellenweise noch in größeren Partien Unterer Muschelkalk aufgelagert ist. Hier sind bei Höhen um 400-450 m Null-Niveau die Oberflächenformen ruhig. Über tief und steil eingeschnittenen Tälern liegen Hochflächen. Im Gneis dagegen, im Оsten des Gemeindegebiets, lösen zahlreiche kleine Bäche die Hänge stärker auf; die Berge sind kuppiger, und die Täler weiter geöffnet und sohlig. Nach Оsten steigt das Gelände bis zum Quarzporphyrstock des Hünersedels (744 m Null-Niveau) an, über den die Gemeindegrenze verläuft.

Wappen von Freiamt

In Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken, begleitet oben von einem steigenden roten Halbmond mit Gesicht und zwei roten Sternen, unten von einer aus dem unteren Schildrand wachsenden grünen Tanne mit schwarzem Stamm.

Beschreibung Wappen

Freiamt und Ottoschwanden schlossen sich am 1. Juli 1971 zu einer Gemeinde zusammen. Das Wappen, das mit der Flagge am 31. Oktober 1972 vom Innenministerium verliehen wurde, stellt eine Kombination der Wappen der Ortsteile dar. Beide Orte gehörten seit dem Spätmittelalter zur Markgrafschaft Hachberg und seit 1415 zur Markgrafschaft Baden. Schrägbalken, steigender Halbmond und Sterne sind als Wappenbilder bereits in den Siegeln Ottoschwandens seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und nach Festlegung der Farben 1913 im vollgültigen Wappen verwendet worden. Freiamt führte seit 1962 im gespaltenen Schild vorn den badischen Schrägbalken, hinten in Silber auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne. Tanne und Dreiberg, Symbole für die Lage im Schwarzwald, sind schon in einem Siegel von 1587 zu finden.