Gengenbach 

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Status: Stadt
Homepage: http://www.stadt-gengenbach.de
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Einwohner: 10606
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 171.0
Max. Höhe ü. NN (m): 875.66
Min. Höhe ü. NN (m): 161.19
PLZ: 77723

Das 61,91 qkm große Gebiet der Stadt liegt naturräumlich größtenteils im Mittleren Schwarzwald, den hier die schwächer entwickelten Waldrücken des Hauptbuntsandsteins und der Talausgang der Kinzig kennzeichnen. Im Norden dagegen streifen die Ausläufer des Mittleren Talschwarzwalds das Areal; letzterer ist hier von der Bruchstufe des Oberrheins geformt. Die Kinzig, deren Tal ein altes Durchgangsgebiet beschreibt, hat sich stark eingetieft, so dass das Gebiet durch eine hohe Reliefenergie gekennzeichnet ist. Die Kinzig beschreibt im Nordwesten an der Grenze zu Ohlsbach auf etwa 161 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, der höchste liegt auf dem Siedigkopf im Nordosten auf rund 876 m NN. Der Landesentwicklungsplan weist die Stadt dem ländlichen Raum zu. Am Beginn der Besiedlung stand die Benediktinerabtei Gengenbach aus der Mitte des 8. Jahrhundetrs, die um 820 zum Reichskloster wurde. Davon ausgehend entstand der gleichnamige Ort, dem der Abt 1230 das Stadtrecht verlieh. Spätestens 1360 erhob Kaiser Karl IV. Gengenbach zur Reichsstadt, die wie Offenburg auch nach der Reformation katholisch blieb. 1643 und 1689 zerstört, fielen Stadt und Kloster Gengenbach 1803 an Baden. Die Stadt beherbergte bis 1872 ein (Bezirks-)Amt. Danach kam Gengenbach zum Bezirksamt bzw. 1939 zum Landkreis Offenburg, dem am 1. Januar 1973 der Ortenaukreis entsprang. Während Schwaibach bereits 1971 in die Stadt eingemeindet worden war, gelangten Bermersbach und Reichenbach 1975 zu Gengenbach.

Das Stadtgebiet reicht vom breit ausgeräumten und mit Sanden und Kiesen aufgefüllten Tal der Kinzig beiderseits auf die Höhen des Grundgebirgsschwarzwalds. Es wird hier überwiegend von Rench- und Schapbachgneisen aufgebaut, die westlich der Kinzig stark von Granitgängen durchzogen werden. Im Südosten bei Schwaibach greift das Stadtgebiet auf den Nordracher Granitstock aus. Über dem Grundgebirgssockel steigt die Stufe des Hauptbuntsandsteins mit den höchsten Erhebungen im Stadtgebiet, Mooskopf (871 m Null-Niveau) und Siedigkopf (877 m Null-Niveau), auf. Vor dem Stufenanstieg ist permischer Deckenporphyr freigelegt. Gegliedert durch zahlreiche meist kurze und gefällsreiche Seitenbäche, weist das Stadtgebiet große Höhenunterschiede auf. Die flacheren, mit Lehmen verkleideten Talhänge sind gerodet und werden landwirtschaftlich genutzt; die höheren Bereiche im Grundgebirge und das Deckgebirge sind bewaldet.

Wappen von Gengenbach

In Silber (Weiß) ein rot bezungter schwarzer Adler, belegt mit einem roten Brustschild, worin ein gekrümmter silberner (weißer) Gangfisch.

Beschreibung Wappen

Gengenbach, von 1360 bis zum Anfall an Baden 1803 Reichsstadt, führte in den Siegeln - ältester Abdruck von 1267 - und im Wappen zunächst als „redendes" Bild für den Ortsnamen einen Gangfisch. Am 28. März 1505 gewährte König Maximilian I. eine Wappenbesserung, wobei das bisherige Wappen als Brustschild auf einen in silbernem Feld stehenden rot bezungten, golden bewehrten schwarzen Adler gelegt wurde. Dieses Wappen war fortan in Gebrauch, wurde lediglich im 19. Jahrhundert durch Siegel und Wappen ohne den Adler abgelöst, 1899 aber wieder als Stadtwappen angenommen und 1965 in der heute maßgeblichen Tingierung festgelegt. Die eingemeindeten Orte Bermersbach, Reichenbach (1975) und Schwaibach (1971) gehörten bis 1803 zum Territorium der Reichsstadt.