Hausach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.hausach.de
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Einwohner: 5779
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 160.0
Max. Höhe ü. NN (m): 945.51
Min. Höhe ü. NN (m): 221.35
PLZ: 77756

Zwischen den Städten Haslach im Kinzigtal im Westen und Wolfach im Osten liegt die Stadt gleichfalls im mittleren Kinzigtal. Mit ihrem 1971 eingemeindeten Stadtteil Einbach greift das Stadtgebiet nördlich des Flusses weit in den ‚Kinzig-Wolfach-Wald‘ und südlich davon in den ‚Gutachwald‘ aus, beides naturräumliche Untereinheiten des Mittleren Schwarzwaldes. Das zur Kinzig hin stark zertalte, dicht bewaldete Gneisgebiet gipfelt an der Nordwestgrenze mit 945 m über NN am Brandenkopf. Zur westlichen Kinzig fällt das Relief bis auf 221 m ab. Den Gneis durchziehen zahlreiche Porphyrgänge, an die Erzvorkommen gebunden sind, die im Mittelalter ausgebeutet wurden. Die Einzelhöfe und Kleinweiler dieses charakteristischen Streusiedelraumes, in dem das Kinzigtäler Schwarzwaldhaus dominiert, folgen weitgehend den oft schmalen Tälern. Die Kernstadt nimmt das Kinzigtal ein, wo sie von der Altstadt südlich des Flusses, unterhalb der Burgruine Husen auf dem Schlosssberg, sich anfangs kinzigaufwärts, seit 1978 verstärkt auch im nördlichen Talbereich sowie letztlich nach Westen talabwärts entwickelt hat. Dort ergänzen weitere Gewerbeflächen ältere am Ostrand der Stadt. Die Stadt ist wichtigster Standort des Produzierenden Gewerbes im mittleren Kinzigtal. Ihre Industriegeschichte wird im ‚Herrenhus‘ dokumentiert, einem Barockbau von 1760, der neben dem Alten Stadttor, dem Rathaus und der mächtigen neugotischen Kirche zu den besonderen Gebäuden des Altstadtkerns zählt. Vor allem aber ist die Stadt bedeutender Schulstandort, mit der gesamten Bandbreite allgemeinbildender Schulen, der Zweigstelle der Musikschule Offenburg/Ortenau GmbH sowie verschiedener Fachschulen. Speziell damit fungiert sie als kooperierendes Mittelzentrum im Verbund der Städte Haslach und Wolfach. An die Bergbautradition der Stadt erinnert das kleine Freilichtmuseum ‚Erzpoche‘. Die Kernstadt wird von der Kinzigtalbahn bedient und liegt an der B 33, die sie im Norden, z.T. untertunnelt, umfährt. 1806 fiel sie an Baden, kam 1813 zum Bezirksamt Haslach, 1857 zum Bezirksamt bzw. (1939) Landkreis Wolfach und 1973 zum Ortenaukreis.

Teilort

Wohnplatz

aufgegangener Ort

Das langgestreckte Stadtgebiet zieht vom breiten, mit pleistozänen Ablagerungen erfüllten Kinzigtal nach Norden und Süden in das Grundgebirge des Mittleren Schwarzwalds. Einbach, Hauserbach und Seitenbäche haben ihre Kerbtäler fiederförmig in die Gneise eingeschnitten. Nur die unteren Talhänge im Bereich von Lehmauflagen wurden gerodet, sonst ist die Walddecke geschlossen.

Wappen von Hausach

In Silber (Weiß) das rote Fachwerkgebälk eines Hausgiebels.

Beschreibung Wappen

Die Gründung der Stadt Hausach im Schutze der Burg und wohl begünstigt durch den Silberbergbau erfolgte im 13. Jahrhundert inmitten der dadurch in zwei Teile gespaltenen Gemarkung Einbach. Im 14. Jahrhundert kam Hausach an die Grafen von Fürstenberg, von denen der erste Freiheitsbrief für die Stadt stammt. Zeitweise war die Stadt Residenz einer fürstenbergischen Linie, 1806 kam sie an Baden. Am 1. Juli 1971 wurde Einbach eingemeindet. Das älteste Siegel- und Wappenbild, das erstmals in dem im 14. Jahrhundert geschnittenen und in Abdrucken seit 1453 belegten Stadtsiegel erscheint, zeigt ein Haus. Ist es zunächst als Fachwerkhaus abgebildet, so wird es in der Folge zum Steinhaus oder zum Steinhaus mit Fachwerkgiebel. Dieses Motiv steht „redend" für den Ortsnamen, dessen frühere Form Husen/Hausen lautete, und wird noch im Siegel von 1771 verwendet, wiewohl das Wappenbild bereits seit 1655 auch auf einen Fachwerkgiebel reduziert erscheint. Seit Ende des 18. Jahrhunderts hat sich diese Form des Wappens durchgesetzt.

GND-ID:
  • 4300869-0