Lahr/Schwarzwald 

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Status: Große Kreisstadt
Homepage: http://www.lahr.de
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Einwohner: 43315
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 620.0
Max. Höhe ü. NN (m): 566.98
Min. Höhe ü. NN (m): 147.69
PLZ: 77933

Auf dem 69,86 qkm umfassenden Gebiet der Großen Kreisstadt (seit 1.4.1956) trifft von Westen die Offenburger Rheinebene, die sich in die isolierten Niederterrassenreste der Rheinebene und die breiten, grundwasserfeuchten Niederungen der Schutter gliedert, im Osten auf den Mittleren Schwarzwald mit seinen Waldrücken aus Hauptbuntsandstein. Dazwischen liegen wie ein Riegel die Lahr-Emmendinger Vorberge, auf denen intensiver Obst- und Weinbau betrieben wird. Im Nordwesten an der Grenze zu Meißenheim erreicht das Areal auf etwa 152 m NN den tiefsten Punkt, das sich im Nordosten am Schnaigbühl auf zirka 567 m NN auffaltet. Der Landesentwicklungsplan verortet das Mittelzentrum im Verdichtungsbereich mit Lahr und Kehl. Das um 1278 zur Stadt erhobene Lahr entstand aus einem Burgweiler um die Tiefburg der Herren von Geroldseck. Nach deren Güterteilung 1278 und deren Aussterben in der Herrschaft Lahr-Mahlberg sowie diversen Erbgängen gelangte ein Teil der Herrschaft 1422 als Pfand bzw. 1497 durch Kauf an Baden, der andere als Erbe 1527 an Nassau. Die gemeinsame Herrschaft wurde 1629 aufgelöst; Lahr fiel dabei an Nassau, bevor es 1803 zu Baden kam. Lahr wurde Sitz eines Amts, 1831 eines Ober- und 1864 eines Bezirksamts, ehe 1939 der Landkreis Lahr entstand, der 1973 im Ortenaukreis aufging. Nachdem 1899 bereits Burgheim und 1933 Dinglingen eingemeindet worden waren, stießen 1972 Hugweier, Kippenheimweiler, Kuhbach, Langenwinkel, Mietersheim, Reichenbach und Sulz zur Stadt, die 1978 in Lahr/Schwarzwald umbenannt wurde.

Vom Austritt der Schutter aus dem Schwarzwald zieht das Stadtgebiet nach Westen in die torfig-flachmoorige Unditz-Schutter-Niederung im Rheingraben und nach Оsten bis zum Grundgebirgsschwarzwald, der hier aus Graniten und Quarzporphyren aufgebaut ist. Der Hauptteil liegt jedoch in den lößüberkleideten und in Südlagen rebenbestandenen Hügeln der Lahr-Emmendinger Vorbergzone sowie in der Lahrer Buntsand-steinvorscholle. Deren Hänge sind steiler, weniger zertalt und durchweg bewaldet. Rodungen sind nur auf den flächig ausgebildeten Höhen angelegt, wo Tone des Oberen Buntsandsteins anstehen.

Wappen von Lahr/Schwarzwald

In gespaltenem Schild vorn in Gold (Gelb) ein roter Balken, hinten in Blau eine durchgehende silberne (weiße) Mauer mit drei Zinnen, offenem Tor und hochgezogenem silbernen (weißen) Fallgatter.

Beschreibung Wappen

Lahr entstand im Anschluss an eine zu Beginn des 13. Jahrhunderts errichtete geroldseckische Tiefburg, wurde um 1278 zur Stadt erhoben und war bis 1426 Residenz der Lahrer Linie der Geroldsecker. Das älteste Stadtsiegel (Abdrücke seit 1305) zeigte im Dreiecksschild das Wappen in der auch heute üblichen Zeichnung. Das vordere Feld enthält das Wappen der Stadtgründer, der Herren von Geroldseck. Das hintere Feld stellt das für Städte typische Symbol einer Stadtmauer dar. Seit Ende des 15. Jahrhunderts tritt an die Stelle der durchgehenden Zinnenmauer ein Zinnenturm. 1898 hatte man das Wappen mit Zinnenturm und einem Engelskopf als Schildhalter nach einem Siegel des ausgehenden 18. Jahrhunderts festgelegt, bestimmte aber 1958 die einfache älteste Darstellung des Wappens als gültige Fassung. Die meisten der in die Stadt eingemeindeten Orte zählten einst ebenfalls zum geroldseckischen Herrschaftsbereich.

GND-ID:
  • 4034109-4