Schutterwald 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.schutterwald.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Schutterwald
Einwohner: 7065
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 336.0
Max. Höhe ü. NN (m): 165.47
Min. Höhe ü. NN (m): 141.46
PLZ: 77746

Die Gemeinde Schutterwald liegt im westlichen Teil des Ortenaukreises. Das Gemeindegebiet in der Oberrheinischen Tiefebene erstreckt sich überwiegend auf der Niederterrasse zwischen der Kinzig- und der Schutterniederung und greift östlich noch auf die torfige Flachmoorzone der Schutterniederung über. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit der Offenburger Rheinebene. Der höchste Punkt liegt auf 522,36 m, der tiefste Punkt auf 259,28 m. Das Gemeindegebiet hat Anteil an dem 324 ha großen Naturschutzgebiet Unterwassermatten. Zur Gemeinde Schutterwald gehören die Ortsteile Schutterwald, Höfen und Langhurst. Gemeinsam mit der Stadt Offenburg und den Gemeinden Durbach, Hohberg und Ortenberg bildet die Gemeinde eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. Schutterwald gehört zu den hoch- bis spätmittelalterlichen Rodungssiedlungen und wurde wohl von den von Diersberg angelegt. Der 1268 ersterwähnte Ort erlebte wechselnde Herrschaftsverhältnisse und war seit dem 16. Jahrhundert Teil der Herrschaft Binzburg, doch hatte auch die Landvogtei verschiedene grundherrliche und landesherrliche Rechte. Geroldseck verkaufte 1293 den zwischen Schutterwald, Müllen und Langhurst gelegenen Schutterwald an die Stadt Offenburg und erst nach einem über Jahrhunderte geführten Rechtsstreit konnte die Gemeinde 1836 einen Großteil des Waldes zurückgewinnen. Die Rechte der Landvogtei fielen 1805 an Baden, das 1806 auch die ritterschaftlichen Rechte von Binzburg und 1819 die Rechte der von Geroldseck erhielt. Fortan gehörte der Ort zum Amt, ab 1939 Landkreis Offenburg und seit 1973 zum Ortenaukreis. Der Hauptort hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstand nördlich und nordöstlich des Ortes ein großflächiges Neubaugebiet, das die vorhandene Siedlungsfläche mehr als verdoppelte. Vor allem ab Ende der 1970er Jahre erfolgten großflächige Erweiterungen nach Norden und Osten und auch in den darauf folgenden Dekaden wurden mehrfach neue, nunmehr kleinere Gebiete im Westen, Norden und Osten des Ortes für Neubebauungen ausgewiesen. Mit dem Ende der 1990er Jahre griff die Bebauung auch nach Langhurst hinüber, so dass beide Ortsteile allmählich zusammenwachsen. Am Nordrand des Ortsteiles ist ein großes, geschlossenes Gewerbegebiet entstanden, das nach Osten zu bis an das Seeufer ausgreift. In Langhurst und Höfen waren nach 1945 kleinere Baugebiete ausgewiesen worden, doch konzentrierte sich die Bautätigkeit dann auf den Hauptort. Erst ab Ende der 1990er Jahre begann dann in Langhurst die Bebauung einer neuen kleineren Fläche am südwestlichen Ortsrand auf Schutterwald zu. Schutterwald ist durch die in der Nähe verlaufenden A5 und B33a sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien innerhalb der TGO –Tarifverbund Ortenau GmbH.

Die Gemarkung liegt zum größten Teil auf der Niederterrasse zwischen Kinzig- und Schutterniederung. Im Оsten greift sie auf die torfige Flachmoorzone der Schutterniederung über. Das Dorf auf der Niederterrasse besteht aus einem straßendorfartigen Teil in West-Ost-Richtung, von dem zwei Straßen, einen Zwickel bildend, nach Süden abgehen. Hier stehen überwiegend große Streck- und Hakenhöfe. Im Westen schließt ein ungeregelter, dicht mit kleineren Häusern bebauter Teil an. Von ihm gehen mit gerader und streng paralleler Straßenführung zwei große Neubaugebiete aus, die nördlich vom Dorf nach Оsten erweitert werden.

Wappen von Schutterwald

In Silber (Weiß) eine bewurzelte grüne Linde.

Beschreibung Wappen

Der Name Schutterwald begegnet 1293 erstmals als Waldbezeichnung, 1351 wird das Dorf Schutterwald genannt, das als hoch- oder spätmittelalterliche Rodungssiedlung anzusehen ist. Auf den Namen und die Entstehung des Ortes dürfte sich auch das Wappenbild beziehen, das nach dem ältesten Gerichtssiegel Schutterwalds gestaltet ist. Davon sind Abdrucke von 1456 und 1492 erhalten. Sie zeigen einen bewurzelten Baum mit tief herunterhängenden Ästen. Während das wohl aus dem 18. Jahrhundert stammende Siegel auf der Huldigungsliste von 1811 den Baum im Wappenschild noch nach diesem älteren Muster zeigt, erscheint der Baum in den Stempeln des 19. Jahrhunderts ohne Wurzeln. Zeichnung und damit nähere Bestimmung des Baumes als Linde und Tingierung des Wappens wurden vom Generallandesarchiv im Jahre 1900 festgelegt, die Flagge vom Innenministerium am 27. Februar 1973 verliehen.

GND-ID:
  • 4118512-2