Zimmern ob Rottweil 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.zimmern-or.de
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Einwohner: 5807
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 172.0
Max. Höhe ü. NN (m): 734.83
Min. Höhe ü. NN (m): 591.9
PLZ: 78658

Zimmern ob Rottweil liegt mit seinen vier Gemeindeteilen im Süden des Landkreises Rottweil und dehnt sich auf einer Fläche von 59,34 qkm auf der Muschelkalk-Keuper-Hochfläche des Oberen (Neckar-)Gäus aus, in die sich im Westen die Eschach eingetieft hat. Das Hauptgewässer markiert im Südosten an der Grenze zu Rottweil auf rd. 592 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das auf der Höhe Foßäcker auf 732 m NN ansteigt. Während Flözlingen und Stetten kaum, Stetten etwas stärker ihre Siedlungsfläche in der Nachkriegszeit erweiterten, wuchs Zimmern durch den von Rottweil ausgehenden Suburbanisierungsprozess kräftig nach Osten und nach Westen – nicht zuletzt durch den Anschluss an die B81 (1978). Die Gemeinde hat Anteil an dem 1990 ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet Eschachtal. Durch die Nähe zum Mittelzentrum Rottweil verortet der Landesentwicklungsplan die Gemeinde im Verdichtungsbereich Villingen-Schwenningen/Tuttlingen/Rottweil. Während Flözlingen altwürttembergisch (Amt Rosenfeld) war, fielen die zur Reichsstadt Rottweil gehörigen Orte 1802/03 an das Kurfürstentum Württemberg und wurden zunächst dem Stadtoberamt (Zimmern) bzw. dem Landoberamt Rottweil (Horgen und Stetten) zugeteilt. Alle drei Gemeinden wechselten am 18. März 1806 zum neu geschaffenen Oberamt Rottweil, zu dem Flözlingen im Jahr darauf stieß. Aus dem Oberamt ging am 1. Oktober 1938 der Landkreis Rottweil hervor. Am 1. September 1973 wurden Horgen, Flözlingen und Stetten nach Zimmern eingemeindet.

Das Gemeindegebiet dehnt sich auf den Gäuflächen des oberen Neckars aus. Von Westen nach Оsten hat es Anteil am gesamten Muschelkalkprofil, und im äußersten Оsten liegt noch eine dünne Lettenkeuperdecke auf. Die nördliche Eschach, die das Gemeindegebiet in Nordwest-Südost-Richtung durchfließt, spiegelt durch ihre Talgestaltung die Gesteinsverhältnisse wider: Ein flacher, breitsohliger Talquerschnitt in den leichter ausräumbaren Schichten des Unteren und Mittleren Muschelkalks bis etwa Horgen; südlich davon das steilwandige, ca. 90 m tiefe Kastental, das im Hauptmuschelkalk verläuft. Landschaftlich hervorstechend ist die sich um den im Hauptmuschelkalk entstandenen Umlaufberg der Ruine Wildenstein windende Talschleife der Eschach.

Wappen von Zimmern ob Rottweil

In Silber (Weiß) auf grünem Dreiberg eine grüne Tanne, deren Stamm mit dem schwarzen Buchstaben Z überdeckt ist.

Beschreibung Wappen

Ein Laubbaum, dessen Stamm mit dem Buchstaben Z überdeckt ist, ist im Schultheißenamtssiegel der Gemeinde seit 1928 nachzuweisen. In seiner jetzigen Gestalt wurde das Wappen im Jahre 1940 von der Archivdirektion Stuttgart festgelegt. Das Dienstsiegel der Gemeinde zeigte jedoch noch im Jahre 1956 den Laubbaum. Bestrebungen, das als nicht besonders aussagekräftig empfundene Wappenbild durch ein die historischen Besitz- und Herrschaftsverhältnisse widerspiegelndes Wappen zu ersetzen, zeitigten keinen Erfolg. Immerhin gibt die früher auch gebräuchliche Ortsnamensform Waldzimmern eine inhaltliche Rechtfertigung des Motivs. So wurden in Anbetracht einer gewissen Tradition das 1940 bestimmte Wappen und die Flagge am 26. Oktober 1967 vom Innenministerium verliehen. Seine Gültigkeit blieb durch die Eingemeindungen von Flözlingen, Horgen und Stetten ob Rottweil am 1. September 1973 unberührt.

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