Dauchingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.dauchingen.de
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Einwohner: 3637
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 362.0
Max. Höhe ü. NN (m): 770.07
Min. Höhe ü. NN (m): 623.69
PLZ: 78083

Die kleine Gemeinde liegt als unmittelbarer Nachbar der Stadt Villingen-Schwenningen ganz am nordöstlichen Rand des Schwarzwald-Baar-Kreises und gehört naturräumlich der nordöstlichen Baar-Hochmulde an, bis zu deren bewaldeten Rand sie sich ausdehnt. Die weithin abflussfreie, durch Trockentäler (z.B. Schopfelental) gekennzeichnete Muschelkalk-Keuperplatte wird hier intensiv ackerbaulich genutzt. Nördlich des Lunitals baut man den Muschelkalk in einem großen Steinbruch ab. Im äußersten Westen erreichen die Höhen 764 m über NN und fallen z.T. in steilen Schluchten (Lunital und Siletal) zur Ostgrenze im Neckartal auf rd. 624 m ab. Das ursprüngliche eher ostwestgestreckte, entlang der alten Landstraße Villingen-Trossingen sich aufspannende Dorf liegt auf der Keuperfläche und wuchs vor allem seit der zweiten Hälfte der 1970e Jahre nach Süden und insbesondere Norden bzw. Nordosten. Hier entstand in den 1990er Jahren auch das Gewerbegebiet, das, wie der Ort insgesamt, von der Verkehrsanbindung über die B523 (Villingen-Trossingen) südlich des Ortes und der Nähe zur B27 bzw. deren Anschluss an die Bodenseeautobahn in der Nachbargemeinde Deißlingen (Landkreis Rottweil) profitiert. Dort besteht auch Zugang zur Eisenbahnlinie Rottweil-Schwenningen-Villingen. Infrastrukturausbau und starke Modernisierung (z. B. Bürger- und Seniorenzentrum) kennzeichnen heute das Dorf. 1810 kam es von Württemberg an Baden und wurde dem Bezirksamt bzw. Landkreis (1936) Villingen angegliedert. Mit ihm gehört es seit 1973 zum Schwarzwald-Baar-Kreis.

Die Gemarkung erstreckt sich auf den Gäuplatten am oberen Neckar, der die Ostgrenze bildet. Hauptmuschelkalk und Lettenkeuper bauen die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Hochfläche auf, von der zahlreiche Trockentäler in das Nek-kartal führen. Dicht bebautes Haufendorf mit straßendorfartiger Erweiterung nach Norden. Planmäßige neue Wohngebiete mit rechtwinkligem Straßensystem im Westen und Süden. Gewerbegebiet im Norden.

Wappen von Dauchingen

In Rot ein linksgewendeter goldener (gelber) Löwe mit einer gestürzten silbernen (weißen) Pflugschar zwischen den Vorderpranken.

Beschreibung Wappen

Dauchingen gehörte bis 1803 zum Gebiet der Reichsstadt Rottweil, kam danach an Württemberg und 1810 an Baden. Vor der Mitte des 19. Jahrhunderts benutzte die Vogtei Dauchingen ein Siegel, das das badische Staatswappen von 1807 enthielt: In schräglinks geteiltem Feld oben ein Schrägbalken, unten ein Löwe. Später verwendete die Gemeinde einen Farbstempel, der im Wappenschild einen linksgewendeten Löwen - zweifellos der sogenannte Zähringer Löwe aus dem Staatswappen von 1807 - mit einem D in den Vorderpranken zeigt. 1902 schlug das Generallandesarchiv das heute gültige Wappen vor, das zunächst vom Gemeinderat nicht gebilligt, gleichwohl nach 1945 im Siegel geführt wurde. Um Klarheit zu schaffen, suchte die Gemeinde um das Recht zur Führung dieses Wappens und einer Flagge nach, welches vom Innenministerium am 18. August 1961 verliehen wurde.