Plüderhausen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.pluederhausen.de
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Einwohner: 9273
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 355.0
Max. Höhe ü. NN (m): 520.96
Min. Höhe ü. NN (m): 199.46
PLZ: 73642, 73655

Die Gemeinde Plüderhausen liegt im Südosten des Rems-Murr-Kreises an der Grenze zum benachbarten Ostalbkreis und zum Landkreis Göppingen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Remstal beiderseits des Flusses. Der kleinere, südliche Gemarkungsteil umfaßt den Anstieg zum Schurwald, der Teil nördlich des Flusses reicht zusammen mit den beiden Exklaven um Walkersbach und Schautenhof bis weit in den Welzheimer Wald. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit von Schurwald und Welzheimer Wald. Der höchste Punkt liegt auf 520,96 m, der tiefste Punkt auf 199,46 m. Auf dem Gemeindegebiet liegt das 4,7 ha große Naturschutzgebiet Roter Burren. Zur Gemeinde Plüderhausen gehören die Dörfer Plüderhausen und Walkersbach sowie verschiedene Weiler und Wohnplätze. Das Gemeindegebiet ist durch einen schmalen Urbacher Gemarkungsteil nach Nordosten zum Walkersbachtal in einen größeren südlichen Teil um Plüderhausen und einen kleinen nördlichen um Walkersbach geteilt. Hinzu kommt eine kleine Gemeindeexklave um den Schautenhof nördlich von Walkersbach. Plüderhausen ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Plüderhausen-Urbach mit den Mitgliedsgemeinden Plüderhausen und Urbach. Plüderhausen war ursprünglich Zubehör der staufischen Herrschaft Waldhausen, mit der der Ort schon vor 1253 an Württemberg kam. Württemberg errichtete hier ein Amt, das 1421 als Unteramt von Schorndorf genannt wird. 1807 wurde das nordwestlich gelegene Walkersbach eingemeindet. Im gleichen Jahr wurde das Unteramt vom Oberamt Schorndorf getrennt und mit dem Oberamt Welzheim verbunden und schließlich 1818 aufgelöst. 1938 kam die Gemeinde zum Landkreis Waiblingen und gehört seit dessen Auflösung im Zuge der Kreisreform 1973 zum Rems-Murr-Kreis. Plüderhausen hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstanden am westlichen und südwestlichen sowie am nördlichen und östlichen Ortsrand verschiedene kleinere Neubaugebiete, die schon in den 1970er Jahren durch weitere Areale im Norden, Nordwesten und Osten erweitert wurden. Auch in den 1980er Jahren hielt die Bautätigkeit mit der Erschließung weiterer größerer Flächen vorwiegend im Westen und Süden der Gemeinde an. In den 1990er Jahren kam noch ein kleines Baugebiet am Nordwestrand des Ortes hinzu. In Walkersbach wurde Ende der 1990er Jahre ein kleines Baugebiet am westlichen Ortsrand ausgewiesen. Größere Gewerbeflächen befinden sich vor allem am nordwestlichen Ortsende, aber auch im Südosten der Gemeinde. Plüderhausen ist durch die B 29 sowie Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. Seit 1861 besteht in der Gemeinde eine Haltestelle der Remsbahn Stuttgart-Aalen. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien im Rahmen des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart (VVS).

Der kleinere Gemarkungsteil südlich der Rems umfasst den Anstieg zum Schurwald bis hin zum Stubensandstein. Nördlich des Flusses greift die Gemarkung zusammen mit den beiden Exklaven (um Walkersbach und Schautenhof) weit in den Welzheimer Wald hinein. Dort blieb auf Knollenmergeln im Hochbergkopf (498m) eine Liasinsel erhalten. Das breite Gipskeupertal der Rems quert den Bezirk von Südosten nach Nordwesten gerichtet.

Wappen von Plüderhausen

Unter goldenem (gelbem) Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, in Rot ein silbernes (weißes) Glevenkreuz.

Beschreibung Wappen

Die Wappenfiguren sind - allerdings in einem geteilten Schild - schon in einem für 1751 belegten Fleckensiegel zu sehen. Während die württembergische Hirschstange auf die Territorialherrschaft hinweist, ist die in der Vergangenheit wechselnd als Endrauten-, Kleeblatt- oder Glevenkreuz dargestellte zweite Wappenfigur nicht sicher gedeutet. Vielleicht bezieht sie sich auf die markante Ortskirche oder auf den früheren Besitz der Klöster Elchingen, Lorch und Adelberg im Ort. In den Jahren vor 1939 wurde die Teilungslinie zwecks besserer Raumverteilung zum Schildhaupt hin verschoben. Das Innenministerium verlieh am 27. Juli 1960 die Flagge. Es bestätigte unter demselben Datum die Festlegung des Schildhaupts und am 27. Juni 1972 die des Glevenkreuzes.