Höchenschwand 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.hoechenschwand.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Höchenschwand
Einwohner: 2477
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 84.0
Max. Höhe ü. NN (m): 1024.59
Min. Höhe ü. NN (m): 508.04
PLZ: 79862

Östlich benachbart zur Stadt St. Blasien, liegt die Gemeinde nahezu im Zentrum des Landkreises Waldshut auf der südlichen Abdachung des Hochschwarzwalds. Dort greift sie mit den beiden 1971 und 1974 hinzugekommenen Teilorten vom St. Blasier Waldkuppenland im äußersten Norden auf den Höchenschwander Berg nach Süden aus. Durch die tiefen, von Felspartien gesäumten Schluchten der Flüsse Alb und Schwarza im Westen und Osten sowie Fohrenbach im Süden bildet er eine eigene Einheit. Seine Höhenspanne reicht von 1024 m über NN (westlich des Hauptortes) bis 508 m am südöstlichen Zipfel im Schwarzatal. Auf dem an den Rändern dicht bewaldeten, dazwischen Dauergrünland und Äcker zeigenden Bergrücken wurden mit den Gebieten ‚Höchenschwander Moor‘ und ‚Tiefenhäuser Moos‘ erhaltene Feuchtgebiete unter Naturschutz gestellt. Über den flachen Rücken dehnt sich der Hauptort vor allem nach Süden aus. Dank ungewöhnlich hoher Sonnenscheindauer wurde er früh als Höhenluftkurort entdeckt und trägt seit 1939 den Titel ‚Heilklimatischer Kurort‘. Heute bestimmen Fach- und Rehabilitationskliniken, Hotels, Pensionen und ein Seniorenstift sowie eine breite Infrastrukturangebot das noch dörflich geprägte Ortsbild. Das Waldfreibad sowie der 50 m hohe Aussichts-Kletterturm (Rothaus-Zäpfle-Turm) sind moderne Wahrzeichen. Kurwesen und Tourismus stehen ganz im wirtschaftlichen Vordergrund. Dennoch hat die Gemeinde jüngst im Teilort Tiefenhäusern ein Gewerbegebiet an der B500 ausgewiesen. Diese bildet die zentrale, den Hauptort umlaufende, Verkehrsachse. Mit der Angliederung an Baden 1805 kam der Hauptort zum Stabsamt St. Blasien, ab 1809 zum Oberamt Waldshut, ab 1815 zum Bezirksamt St. Blasien und gehört seit 1924 zum Bezirksamt bzw. Landkreis (1936) Waldshut.

Das Gemeindegebiet auf der nach Süden geneigten Hotzenwaldhochfläche zwischen dem Albtal im Westen und dem Schwarzatal im Оsten liegt ganz im Verbreitungsbereich der Granite von St. Blasien, die auf der eigentlichen Hochfläche mit ausgedehnten Rodungen von altquartären und eiszeitlichen Schottern überdeckt sind. Quarzporphyrstöcke sind im südlichen Gemeindegebiet bei Amrigschwand, Segalen und Unterweschnegg im Zuge der variskischen Gebirgsbildung an die Oberfläche durchgedrungen. Ein nordwestwärts gerichteter Porphyrgang durchzieht bei Attlisberg und Heppenschwand das westliche Gemeindegebiet bis zum Albtal, dessen teils felsige obere Talkante im Westen die Grenze bildet. Am Ostrand ist die Schwarza bis über 200 m tief in die Hochfläche steil eingekerbt. Ihre rechtsseitige bewaldete Talflanke weist zum Teil ausgedehnte Felsenbildungen auf.

Wappen von Höchenschwand

In gespaltenem Schild vorn in Blau ein linksgewendeter, steigender goldener (gelber) Hirsch, hinten in Rot ein silberner (weißer) Balken.

Beschreibung Wappen

Der Ort gehörte unter österreichischer Landeshoheit bis 1805 zum Zwing und Bann der Abtei St. Blasien und war Hauptort der Hauensteiner Einung Höchenschwand. Im 19. Jahrhundert war ein Farbstempel mit der Inschrift BÜRGERMEISTERAMT HÖCHENSCHWAND ohne eigentliches Siegelbild in Gebrauch. Als 1906 ein Wappen angeschafft werden sollte, wurden in Anspielung auf die frühere territoriale Zugehörigkeit der Hirsch aus dem Wappen von St. Blasien und der österreichische Bindenschild vom Generallandesarchiv vorgeschlagen. Die Flagge wurde am 4. Oktober 1983 durch das Landratsamt Waldshut verliehen. 1971 wurde Tiefenhäusern, 1974 Amrigschwand eingemeindet. Die Herrschaftsverhältnisse beider Orte vor 1805 entsprechen denen Höchenschwands.