Hochdorf 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.gemeinde-hochdorf.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Hochdorf
Einwohner: 2134
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 90.0
Max. Höhe ü. NN (m): 678.34
Min. Höhe ü. NN (m): 538.14
PLZ: 88436, 88454

Die Gemeinde Hochdorf liegt mit ihren Ortsteilen Hochdorf, Schweinhausen und Unteressendorf im Rißtal an der südlichen Grenze des Landkreises Biberach zum benachbarten Landkreis Ravensburg. Im Osten reicht ihr Gebiet über den Altmoränenrücken des Hochgeländs bis zum Rand des Umlachtals. Im Westen gehört dagegen nur im nördlichen Bereich ein Teil der bewaldeten Hänge der Biberacher altmoränenplatte dazu. Der höchste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 678 m etwa am Wasserbehälter auf der Kuppe südlich von Scharben, der tiefste Punkt mit 538 m NN im Tal der Riß. Die Gemeinde hat Anteil an den Naturschutzgebieten Ummendorfer Ried, Vogelfreistätte Lindenweiher und Wettenberger Ried. Hochdorf kam 1806 unter die Staatshoheit des Königreichs Württemberg und wurde dem Oberamt Biberach, ab 1810 dem Oberamt Waldsee zugewiesen. Bis zu dessen Aufhebung 1809 gehörte es zudem standesherrschaftlich zum Patrimonialobervogteiamt Warthausen. 1938 gelangte die Gemeinde dann zum Landkreis Biberach. Hochdorf hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Pendlerwohnort entwickelt. Der Ausbau begann 1962/64 mit einer Wohnsiedlung am Bahnhof, gefolgt von weiteren Bauten am südlichen Ortsausgang. Ab 1968 entstand östlich des Ortes auf dem Hang das Neubaugebiet Englertswiesen-Mittelberg, das ab 1972 großflächig in Richtung Nordosten erweitert wurde. Hier wurde 1982 auch die neue Schule erbaut. In der Nähe der Bahnlinie wurde zudem ein kleines Gewerbegebiet eingerichtet. Die Gemeinde erhielt 1912 mit dem Bau des Bahnhofs auch Zugang zur württembergischen Südbahn Ulm-Friedrichshafen. Sie ist zudem über die B30 an den überörtlichen Verkehr angeschlossen.

Das Gemeindegebiet liegt im nordöstlichen Vorland des Schussenlobus des würmeiszeitlichen Gletschers. Mit seiner Südwestspitze berührt es eben noch die Endmoräne. Bei Unteressendorf verjüngt sich die Ebene der Schmelzwasser-Vorschüttsande trichter­förmig zum Urstromtal der Riß. Aus der größtenteils vermoorten Niederung steigt im Оsten das »Hochgelände« zum Teil unvermittelt auf: Altmoränenland mit einem Sockel von tertiärer Oberer Süßwassermolasse. Ähnlich wird die Rißniederung auch auf der Westseite in steilem Anstieg von Altmoränengelände begrenzt.

Wappen von Hochdorf

Von Rot, Silber (Weiß), Schwarz und Silber (Weiß) schräg geviert, die Vierung überdeckt mit einem liegenden, bewurzelten roten Lilienstab, im unteren schwarzen Feld ein durchgehendes goldenes (gelbes) Kreuz.

Beschreibung Wappen

Das Wappen der am 1. Januar 1975 aus der Vereinigung von Hochdorf, Schweinhausen und Unteressendorf hervorgegangenen neuen Gemeinde Hochdorf enthält je eine Figur aus den erloschenen Wappen der Vorgängergemeinden. Der schräg gevierte Schild leitet sich vom Wappen von Unteressendorf, das goldene Kreuz in Schwarz von dem von Schweinhausen und der Lilienstab vom früheren Hochdorfer Wappen ab. Die österreichischen Wappenfarben Rot und Silber erinnern an die allen Ortsteilen gemeinsamen historischen Beziehungen zu Österreich. Das Landratsamt hat am 7. Dezember 1979 das Wappen und die Flagge verliehen.