Horgenzell 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.horgenzell.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Horgenzell
Einwohner: 4913
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 87.0
Max. Höhe ü. NN (m): 733.18
Min. Höhe ü. NN (m): 473.18
PLZ: 88263

Die Gemeinde Horgenzell liegt im Südwesten des Landkreises Ravensburg an der Grenze zum benachbarten Bodenseekreis. Das Gemeindegebiet erstreckt sich im Einzugsbereich der Rotach, deren Tal zum Teil die westliche Grenze des Gebiets bildet. Der höher gelegene Nordostteil der Gemarkung entwässert zur Schussen. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergeordneten Einheit des Oberschwäbischen Hügellandes; im Südosten berührt es mit einem kleinen Ausläufer das Bodenseebecken. Der höchste Punkt liegt im Norden auf 733,18 m, der tiefste Punkt auf 473,18 m zum Lauf der Rotach hin. Das Gemeindegebiet hat Anteil an dem 230 ha großen Naturschutzgebiet Schmalegger und Rinkenburger Tobel. Das Gebiet der Gemeinde Horgenzell und ihrer Ortsteile gehörte mit Ausnahme von Tepfingen (Baden) zur Reichsabtei Weingarten und kam mit dieser 1806 unter württembergische Landeshoheit. Zunächst wurden Gemeinden dem Oberamt Altdorf zur Verwaltung zugewiesen, kamen aber ab 1810 zum Oberamt Ravensburg, aus dem 1934 der gleichnamige Kreis und 1938 der Landkreis hervorging. Kappel entstand 1826 aus einer Umbildung des ehemaligen landvogteilichen Amtes Wolketsweiler. Durch die Abtrennung von Kappel entstand 1849 die Gemeinde Wolketsweiler. Die heutige Gemeinde Horgenzell entstand im Zuge der Verwaltungsreform 1972 durch den Zusammenschluss von Hasenweiler, Kappel, Wolketsweiler und Zogenweiler. Der Ort Horgenzell war zu dieser Zeit Otsteil von Wolketsweiler und wurde zum neuen Gemeindesitz bestimmt. 1974 schloss sich die Gemeinde Tepfenhart an. Der Hauptort Horgenzell hat sich nach 1945 positiv entwickelt, doch trat der bedeutendste Schub erst mit der Gemeindereform und der Wahl des Ortes zum Gemeindesitz ein. Ab Mitte der 1970er Jahre begann eine deutliche Siedlungsentwicklung. Westlich des Ortes wurde ein großzügiges Neubaugebiet erschlossen. In jüngerer Zeit sind Neubauten vorwiegend im Nordwesten und Osten entstanden. Nördlich an der L288 haben sich einige Gewerbebetriebe angesiedelt. Horgenzell istüber die L288 und die L290 an das Fernverkehrsnetz angeschlossen. Der ÖPNV erfolgt durch Buslinien des Verkehrsverbundes Bodensee-Oberschwaben.

Teilort

Wohnplatz

Wüstung

Das Gemeindegebiet gehört dem Inneren Jungmoränenland an (der Nordzipfel streift eben noch den Verlauf der Inneren Jungendmoräne). Auf der weitaus größten Fläche Grundmoräne mit steinreichen Geschiebelehmböden. Besonders gegen die Ränder beleben tiefe, teilweise schluchtartige Täler (Tobel) das Relief. Dort sind Aufra­gungen des tertiären Untergrunds (Obere Süßwassermolasse) angeschnitten; an diese Geländestreifen hält sich auch der Wald. Der Hauptteil des Gebiets liegt im Ein­zugsbereich der Rotach, deren Engtal über eine längere Strecke im Westen die Grenze bildet; der etwas höhere Nordostteil um Danketsweiler und Zogenweiler entwässert zur Schussen.

Wappen von Horgenzell

In Rot eine silberne (weiße) Stufengiebelspitze, belegt mit einem roten Tatzenkreuz (Kreuzlinger Kreuz).

Beschreibung Wappen

Am 1. März 1972 wurde die neue Gemeinde Horgenzell durch Vereinigung von Hasenweiler, Kappel, Wolketsweiler und Zogenweiler gebildet. Sie legte ein Wappen fest, in dem das „Kreuzlinger Kreuz" an den ehemaligen Besitz des Klosters Kreuzungen im namengebenden Weiler Horgenzell wie auch in anderen Teilen der Gemeinde erinnern soll. Der Stufengiebel ist ein Charakteristikum verschiedener Kirchtürme im Gemeindebereich. Alle vier eingangs genannten Teilorte unterstanden zeitweilig der hohen Obrigkeit der österreichischen Landvogtei Schwaben, weshalb die österreichischen Farben Silber (Weiß) und Rot gewählt worden sind. Das Innenministerium hat das Wappen und die Flagge am 18. Juni 1975 verliehen.