Hohentengen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.hohentengen-online.de
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Einwohner: 4078
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 112.0
Max. Höhe ü. NN (m): 638.74
Min. Höhe ü. NN (m): 546.97
PLZ: 88367

Die Gemeinde Hohentengen liegt im Osten des Landkreises Sigmaringen im Bereich des Zusammentritts der Ostrach mit der hier besonders breit ausgebildeten Donauniederung. Der Naturraum wird bestimmt durch den Gegensatz zwischen der feuchten und waldfreien Niederungsfläche auf der einen und dem deutlich höher liegenden Altmoränengelände auf der anderen Seite. Naturräumlich gehört das Gebiet zur großen Einheit der Donau-Ablach-Platten. Der höchste Punkt des Gemeindegebietes liegt auf 638,74 m im Süden des Hauptortes, der tiefste Punkt auf 546,97 m. Auf dem Gebiet liegt ein Teil des 383 ha großen Naturschutzgebietes Ölkofer Ried. Hohentengen kam 1806 von Thurn und Taxis unter die Staatshoheit von Württemberg und wurde dem Oberamt, ab 1938 Landkreis Saulgau zugewiesen. Die Taxis`sche Patrimonialverwaltung bestand daneben bis 1849. Der Landkreises Saulgau ging bei der Kreisreform 1973 im Landkreis Sigmaringen auf. Die heutige Gemeinde entstand durch Eingemeindung von Beizkofen 1970, Ölkofen und Völlkofen 1973, Eichen und Günzkofen 1974 sowie Bremen und Ursendorf 1975 nach Hohentengen. Hohentengen ist ein großes Dorf, das in erhöhter Lage auf dem Rand der Altmoränenfläche gegen die Ostrach-Donauniederung liegt. Nach 1945 hat die Gemeinde zunächst eine sehr positive Entwicklung genommen. Bis zur Mitte der 1960er Jahre wurde großflächige neue Siedlungsgebiete vorwiegend am Nordrand, aber auch im Nordwesten und Südosten des Ortes erschlossen. In einer zweiten Siedlungswelle in den 1970er Jahren folgten weitere Baugebiete am Nordostrand sowie im Westen. In den letzten Jahren kamen kleine Flächen am West- und Südostrand hinzu. Am Südausgang des Ortes gegen Enzkofen ist ein größeres Gewerbe- und Industriegebiet entstanden. Hohentengen ist lediglich über Landes- und Kreisstraßen an den Fernverkehr angeschlossen. Im nahen Mengen befindet sich der gemeinsame Flugplatz Mengen-Hohentengen. Der ÖPNV wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau gesichert.

Gemeindegebiet im Bereich des Zusammentritts der Ostrach mit der hier beson­ders breiten Donauniederung. Die Landschaft ist bestimmt durch den Gegensatz zwischen der feuchten, im wesentlichen ebenen, waldfreien Niederungsfläche und dem deutlich, wenn auch nicht hoch darüber liegenden Altmoränengelände mit tief verwitterten eiszeitlichen Geschiebemergelböden. Schmale Talsohlen von Nebenflüsschen der Ostrach und der Donau greifen weit nach Süden in das Moränengelände hinein und lösen es in langgezogene Riedel auf. Die weithin anmoorigen Niederungen sind Schmelzwasser-Abflussrinnen aus der letzten Eiszeit, als der Stirnrand des Eises noch bei Ostrach lag. An den unteren Talhängen tritt der voreiszeitliche Untergrund mit seinen wechselhaften Molassegesteinen zutage (Obere Süßwasser- und Obere Meeresmolasse).

Wappen von Hohentengen

In Schwarz ein aufgerichteter, doppelschwänziger, rot bezungter goldener (gelber) Löwe, mit den Vorderpranken ein rotes Schildchen, darin ein silberner (weißer) Balken, haltend.

Beschreibung Wappen

Kaiser Leopold verlieh den Ammännern und Gerichten des Amts Hohentengen am 6. November 1682 das später auf die Gemeinde Hohentengen übergegangene Wappen. Die Oberhoheit über das Amt Hohentengen hatten damals die Truchsessen von Waldburg, deren goldener Schild drei schwarze Löwen zeigt, als österreichisches Lehen inne. Der in ausgetauschten Farben im Wappen von Hohentengen erscheinende Löwe, der den österreichischen „Bindenschild" in den Pranken hält, darf vielleicht als Hinweis auf dieses ehemalige Rechtsverhältnis angesehen werden.