Untergruppenbach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.untergruppenbach.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Untergruppenbach
Einwohner: 7909
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 290.0
Max. Höhe ü. NN (m): 423.08
Min. Höhe ü. NN (m): 238.56
PLZ: 74199

Untergruppenbach gehört mit seinen Teilorten Untergruppenbach und Unterheinriet zum südöstlichen Landkreis Heilbronn. Auf dem 27,27 qkm großen Gemeindegebiet treffen das Neckarbecken von Süden und Südwesten und die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge von Norden und Nordosten aufeinander. Im Osten markiert der Buchberg auf etwa 398,3 m NN den höchsten Punkt des Geländes; das Höhenminimum notieren die Hauptgewässer Schozach, die von Nordosten nach Süden fließt, und der namensgebende Gruppenbach, der in nord-südlicher Richtung das Areal durchläuft, auf jeweils rd. 240 m NN an den Gemeindegrenzen zu Ilsfeld bzw. Abstatt im Süden. Auch die Autobahn Stuttgart–Heilbronn, die das Gebiet in süd-nördlicher Richtung durchschneidet, gliedert das Areal. Die Gemeinde, deren Siedlungsfläche sich in der Nachkriegszeit besonders nach Westen und Süden in Untergruppenbach bzw. nach Westen im Unterheinriet erweiterte, zählt dem Landesentwicklungsplan zufolge zur Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart. Die altwürttembergischen Orte gehörten zum Amt bzw. Oberamt Beilstein. Am 27.10.1810 wechselten sie zum Oberamt Heilbronn, doch 1811 wurde Unterheinriet dem Weinsberger und Untergruppenbach dem Besigheimer Bezirk zugeteilt. Während Untergruppenbach bereits am 6.07.1842 zum Oberamt Heilbronn zurückkehrte, gelangte Unterheinriet erst zum 1.04.1926 wieder dorthin; beide Orte wurden zum 1.10.1938 dem Landkreis Heilbronn zugewiesen. Am 1.01.1974 wurde Unterheinriet nach Untergruppenbach eingemeindet.

Die Gemeinde Untergruppenbach erstreckt sich auf 27,27 Quadratkilometern im Südosten des Landkreises. Sie umfasst die Ortsteile Untergruppenbach und Unterheinriet mit den Weilern Donnbronn, Obergruppenbach, Oberheinriet und Vorhof sowie Schloss und Hof Stettenfels. Nachbarstädte und -gemeinden sind Heilbronn, Lehrensteinsfeld, Löwenstein, Lauffen am Neckar mit der Exklave Stadtwald Etzlenswenden, Beilstein mit der Exklave Farnersberg, Abstatt, Ilsfeld, Talheim und Flein. Das Oberzentrum Heilbronn ist Luftlinie 7 Kilometer entfernt. Die Autobahn Stuttgart–Heilbronn mit der Anschlussstelle Heilbronn-Untergruppenbach verläuft von Süden nach Norden durch die Gemeinde, die im Landesentwicklungsplan der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zugeordnet ist. Südöstlich von Heilbronn liegt vor dem Keuperhügelland der Heilbronner Berge eine breite Saumzone im Gipskeuper (Schozachplatten). In der Gemeinde Untergruppenbach haben die Schozach und der Gruppenbach im hier überwiegend lössbedeckten Gipskeuper breite Täler und am Keuperstufenrand Talbuchten ausgeräumt, in denen zuhinterst Obergruppenbach und Oberheinriet liegen. Zwischen beiden Tälern schiebt sich, von weitem sichtbar, der Bergsporn mit Schloss Stettenfels nach Süden vor. Die beiden gegensätzlichen Naturräume Schozachplatten und Heilbronner Berge sind auf den ersten Blick an ihrer Nutzung zu erkennen, hier ausgeprägte Landwirtschaft und große Siedlungen, dort dünn besiedeltes Waldland. Die Schozach entspringt auf 301 Meter über Normalnull in der Dautenklinge nördlich des Weilers Vorhof. In Unterheinriet nimmt sie den aus dem Vorhofer Tal kommenden Buchbach auf, in den zuvor noch der Farnersberger Bach gemündet ist. Der für die Gemeinde namengebende Gruppenbach hat sein Quellgebiet bei Obergruppenbach und fließt in südlicher Richtung nach Untergruppenbach, wo er stellenweise verdolt ist. In ihrem Oberlauf haben Schozach und Gruppenbach zahlreiche Quell- und Nebenbäche, die zum Teil Klingen formen wie die Brenntenklinge, mehrere Klingen im Gewann Masselterklinge bei Oberheinriet, die Spitalklinge bei Donnbronn oder die Mordklinge bei Untergruppenbach. Beide Bäche verlassen das Gemeindegebiet auf fast gleicher Meereshöhe bei 240 Meter über Normalnull; das sind die tiefsten Punkte der Gemarkung. Die Heilbronner Berge bilden die westlichsten Vorposten der Löwensteiner Berge und des Schwäbisch-Fränkischen Waldes. Ihr weites Vorspringen nach Westen verdanken sie der tektonisch tiefen Lage in der Heilbronner Mulde und dem Schilfsandstein, der sich als schützendes Dach über das Bergland legt. Die bewaldeten Höhen haben häufig Tafelberg-Charakter mit schwach reliefierten Hochflächen und einem meist scharfen, stellenweise felsigen Knick zum Hang. Aus den Unteren Bunten Mergeln ist die Kuppe des Dornbergs nordöstlich von Donnbronn aufgebaut. Der Kieselsandstein ist nur lokal in kleinen Platten über dem Schilfsandstein und den Unteren Bunten Mergeln erhalten, wie am Kieselsandstein-Zeugenberg des Sandbergs nordöstlich von Obergruppenbach, nördlich der Dautenklinge, auf der Hochfläche des Wolfsbergs und bei Vorhof, wo er zum Teil eine Lössdecke trägt. Die Heilbronner Berge enden im Süden im Buchbachtal; jenseits reicht das Bergland, hier die naturräumliche Einheit Südwestliche Löwensteiner Berge, mit dem Buchberg schon bis in die Stubensandsteinschichten hinauf. Dort liegt mit 398 Meter über Normalnull das Höhenmaximum der Gemarkung. Der Schilfsandstein war früher ein begehrter Bau- und Ornamentsandstein und wurde in zahlreichen Brüchen in der Heilbronner Gegend abgebaut. Auch am Hohberg bei Unterheinriet wurde er gewonnen. In dem aufgelassenen Bruch sind die bis zu 10 Meter hohen Abbauwände noch gut erhalten und zeigen Schilfsandstein in Flutfazies. Die bröckelig zerfallenden Mergel (kalkhaltige Tonsteine), die in verschiedenen Keuperschichten vorkommen, grub man früher ab und verwendete sie zur Bodenverbesserung vor allem in den Weinbergen. Alte Mergelgruben in den Schichten des Gipskeupers sind westlich der Autobahnanschlussstelle (Mergelgrube Hart) und nördlich von Oberheinriet erhalten. Am Eingang des Farnersberger Tals sind in einer Mergelgrube oberer Gipskeuper und darüber toniger Schilfsandstein (Normalfazies) aufgeschlossen; am Spitalberg nordöstlich von Oberheinriet ist in einer Mergelgrube der Grenzbereich zwischen Unteren Bunten Mergeln und Kieselsandstein sichtbar. Mit einem Waldanteil von 45 Prozent zählt Untergruppenbach zu den waldreichsten Gemeinden des Landkreises. Dank der ertragreichen Lössböden können weitere 41 Prozent landwirtschaftlich genutzt werden, zumeist als Ackerland. Die Weinbauflächen sind über die ganze Gemeinde verteilt, jeder Teilort hat Weinberge. Mit einer überbauten Fläche von 14 Prozent liegt die Gemeinde unter dem Kreisdurchschnitt. Das Bemühen, die Landschaft zu erhalten und zu pflegen wird unterstützt durch die Ausweisung der Landschaftsschutzgebiete Stettenfels, Brenntenklinge/Oberes Schozachtal, Quellgebiet der Schozach und Vorhofer und Farnersberger Tal. Die Wälder im Nordwesten der Gemeinde gehören zum Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Löwensteiner und Heilbronner Berge und sind damit Bestandteil des Schutzgebietsnetzes Natura 2000. In Untergruppenbach stehen mehrere Naturdenkmale in Zusammenhang mit dem Schilfsandstein, so namentlich der erwähnte Schilfsandsteinbruch Unterer Hohberg und ein benachbarter Hohlweg mit Aufschlüssen im Schilfsandstein bei Unterheinriet sowie der Hangwald an der Kuhsteige bei Untergruppenbach, ein urwüchsiger Hangwald mit Schilfsandsteinaufschluss in einem Hohlweg. Weitere flächenhafte Naturdenkmale sind der im Gipskeuper und Löss eingetiefte Hohlweg im Hoffeld bei Oberheinriet und das Feuchtgebiet Unter der Mühle am Gruppenbach. Die Wälder und Höhen der Gemeinde sind ein wichtiges Naherholungsgebiet vor den Toren der Großstadt Heilbronn. Zahlreiche Wander- und Radwege, ein Erlebnispfad, Informationstafeln und Rastplätze stehen in Untergruppenbach für eine sanfte Nutzung als Erholungsraum zur Verfügung.

Untergruppenbach mit den Teilgemeinden Unter- und Obergruppenbach sowie Donnbronn gehörte bis 1810 zum Amt beziehungsweise Oberamt Beilstein, fiel dann an das Oberamt Heilbronn und wechselte 1811 zum Besigheimer Bezirk. 1842 wurde es dem Oberamt Heilbronn zugewiesen (seit 1938 Landkreis). Unterheinriet mit den Teilorten Unter- und Oberheinriet und Vorhof war nur bis 1810 dem Amt beziehungsweise Oberamt Beilstein zugeordnet und kam 1810 zum Oberamt Heilbronn, 1811 zum Oberamt Weinsberg und 1926 schließlich zum Oberamt Heilbronn. Stettenfels war bis 1810 Teil des Amts beziehungsweise Oberamts Beilstein, wurde dann dem Oberamt Heilbronn zugewiesen und 1912 dem Oberamt Besigheim; vierzig Jahre später wechselte es erneut zum Heilbronner Bezirk. 1971 gründeten Untergruppenbach und Unterheinriet eine Verwaltungsgemeinschaft mit gemeinsamer Hauptschule. Im Jahr darauf fand in Unterheinriet eine Bürgerbefragung über eine mögliche Eingliederung nach Untergruppenbach statt, was die Mehrheit ablehnte. Dennoch erfolgte zum 1. Januar 1974 die Eingemeindung Unterheinriets nach Untergruppenbach. Seither umfasst die Gemeinde die sechs Teilorte Untergruppenbach, Donnbronn, Obergruppenbach, Unterheinriet, Oberheinriet und Vorhof. Die Wahlergebnisse der Reichs- und Landtagswahlen zeigen zwischen Untergruppenbach und Unterheinriet deutliche Unterschiede. Während in Untergruppenbach die SPD stets führende Partei war, fiel diese Rolle in Unterheinriet konservativen Gruppierungen wie dem Bauernbund zu. 1903 wählten bei der Reichstagswahl in Untergruppenbach 48,4 Prozent die SPD, 21,1 Prozent den Bauernbund, 2,8 Prozent die DP und 27,7 Prozent die Volkspartei; in Unterheinriet stimmten nur 19,8 Prozent für die SPD, 72,6 Prozent für den Bauernbund und 7,6 Prozent für die DP. Auch in der Weimarer Republik dauerte dieses Wahlverhalten fort. Bei der Landtagswahl 1928 gaben in Untergruppenbach 57,7 Prozent der SPD ihre Stimme, 6,7 Prozent der DDP und 23,1 dem Württembergischen Bauern- und Weingärtnerbund, in Unterheinriet 31,7 Prozent der SPD, 3,9 Prozent der DDP und 59,8 Prozent dem WBWB. Am Ende der Weimarer Republik erhielten auch die radikalen linken und rechten Parteien Zulauf. Bei der Reichstagswahl im Juli 1932 entfielen in Unterheinriet 12,6 Prozent auf die KPD und 13,6 Prozent auf die NSDAP, in Untergruppenbach 12 Prozent auf die KPD und 11 Prozent auf die NSDAP; die SPD blieb in Untergruppenbach mit 50,2 Prozent stärkste Partei, der WBWB in Unterheinriet mit 45,3 Prozent. Bei der Reichstagswahl im November 1932 erhielt die SPD in Untergruppenbach 46,1 Prozent der Stimmen, gefolgt vom WBWB mit 19,4 und der KPD mit 17,5 Prozent; die NSDAP errang nur 8,4 Prozent. In Unterheinriet erzielten bei gleicher Gelegenheit der WBWB 51,9, die SPD 24,2 und die KPD 9,6 Prozent; die NSDAP lag mit dem Christlich Sozialen Volksdienst gleichauf (4,2 Prozent). Bei den nur noch bedingt demokratischen Wahlen am 5. März 1933 wurde die NSDAP weder in Untergruppenbach noch in Unterheinriet stärkste Partei. In Untergruppenbach blieb dies wie bisher die SPD mit 52,7 Prozent, in Unterheinriet der WBWB mit 37,9 Prozent. In Untergruppenbach folgten auf die SPD die NSDAP mit 20,8, der WBWB mit 16,9, die KPD mit 9,2, der CSVD mit 5,7 und die DDP mit 1,8 Prozent. In Unterheinriet war die zweitstärkste Partei die SPD mit 30 Prozent und erst an dritter Stelle kam die NSDAP mit 23,8 Prozent, gefolgt vom CSVD mit 3,8, der DDP mit 1,9 und der KPD mit 1,3 Prozent. 1933 verfügte der Untergruppenbacher Bürgermeister die Umbenennung von Straßen und Plätzen; der Kirchplatz hieß fortan Hindenburgplatz, die Hauptstraße Adolf-Hitler-Straße. Die Turnhalle des Arbeitersportvereins TV Jahn in Untergruppenbach sowie der Turnschuppen des TV Frisch Auf in Donnbronn wurden enteignet. Die Feuerwehr wurde gleichgeschaltet und die evangelischen Jugendorganisationen in Untergruppenbach aufgelöst. Als Zeichen der Ehrerbietung für Hitler pflanzten in Unterheinriet Nationalsozialisten eine Hitlereiche. Im Zuge der Gleichschaltungsmaßnahmen in Unterheinriet wurde der Turnerbund und Radfahrverein 1933 zwangsaufgelöst. Der pietistisch ausgerichtete Posaunenchor sollte enteignet werden, vermachte aber davor seine Instrumente der evangelischen Kirche und konnte somit weiterhin musizieren. Die kirchliche Jugendarbeit wurde zwar behindert, fand aber weiterhin statt. Eine Kindergärtnerin, die nicht der NSV beitreten wollte, verlor ihre Anstellung bei der Gemeinde. Die von einer Schwäbisch Haller Diakonisse geleitete Krankenpflegestation wurde 1943 in eine Station der NSV umgewandelt, die Diakonisse musste Unterheinriet verlassen. Im Zuge der Verwaltungsreform 1939 wurden Happenbach und Farnersberg nach Unterheinriet eingegliedert. Die Zahl der Kriegsgefangenen, die in Unterheinriet arbeiten mussten, liegt nach derzeitigem Kenntnisstand bei 76, darunter 22 Polen, 42 Franzosen und zwölf Serben; von den Zwangsarbeitern stammten zwölf aus Polen, dreizehn aus Russland und vierzehn aus Serbien. In Untergruppenbach fielen ein Mann und eine Frau unter das sogenannte Erbgesundheitsgesetz und wurden zwangssterilisiert. In Grafeneck hat man mindestens eine behinderte Person aus Untergruppenbach im Rahmen der als Aktion T4 bezeichneten »Euthanasie«-Aktion ermordet. In Untergruppenbach gab es Auseinandersetzungen zwischen dem NSDAP-Ortsgruppenleiter und dem Bürgermeister, in deren Folge letzterer 1939 sein Amt aufgab. Schloss Stettenfels war seit 1925 im Besitz des Kornwestheimer Schuhfabrikanten Siegfried Levi, der seit 1927 Untergruppenbacher Ehrenbürger war. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde ihm sein Ehrenbürgerrecht entzogen und sein Besitz enteignet. Levi wanderte nach Südafrika aus. Die Burg sollte zur Ordensburg umgebaut werden, aber dazu kam es kriegsbedingt nicht. Nach Kriegsende erhielt Levi den Besitz im Zuge eines Wiedergutmachungsverfahrens zurück. Nach Unterheinriet war während des Zweiten Weltkriegs der in Sontheim beheimatete Industriebetrieb KACO ausquartiert und in der Gemeindehalle untergebracht. Die Verteidigung von Untergruppenbach am Ende des Kriegs forderte zahlreiche Menschenleben. Untergruppenbach lag zwischen dem 8. und 15. April mehrfach unter Artilleriebeschuss seitens der heranrückenden Amerikaner. Am 9. April starben dadurch zwei, am 14. April vier und am 15. April noch einmal ein Ortsbewohner. Am 11. April wurde ein Unterheinrieter Soldat von einem deutschen Kommando erschossen. Bei Gefechten am Ortseingang von Untergruppenbach verloren am 14. April dreizehn deutsche Soldaten ihr Leben. Am 15. April nahmen die Amerikaner den Ort ein. In Unterheinriet waren seit Juli 1944 Fliegergeschädigte aus Stuttgart und Heilbronn einquartiert. In Unterheinriet organisierte Kreisleiter Richard Drauz einen sogenannten Volkssturm und richtete dessen Befehlsstand im Gasthaus Lamm ein. Die Brücken über die Schozach wurden gesprengt. Die Übergabe des Orts (9.–15. April) war heftig umkämpft und kostete mindestens 26 Menschenleben. Die 1933 gepflanzte Hiltlereiche wurde nach Kriegsende gefällt. Bei der Landtagswahl 1952 erhielt in Untergruppenbach die SPD mit 39,7 Prozent die meisten Stimmen, gefolgt von der FDP/DVP mit 32,7, dem BHE mit 14,4 und der CDU mit 8,2 Prozent. Auf Bundesebene zeigte sich ebenfalls eine große Zustimmung für die FDP/DVP, die 1949 mit 37,9 Prozent die meisten Stimmen erhielt; an zweiter Stelle rangierte die SPD mit 30,3 Prozent, an dritter die CDU mit 11,8 Prozent. Bei den Landtagswahlen konnten abwechselnd die CDU oder die SPD die meisten Stimmen auf sich vereinen. Bis 1972 war die SPD stärkste Partei, 1976, 1980 und 1984 die CDU, dann 1988, 1992 und 1996 wieder die SPD, 2001 und 2006 neuerlich die CDU. Als 1992 die Republikaner in den Landtag einzogen, hatte die CDU mit 28,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis; die SPD erzielte 36,9, die FDP 7,3 und die Grünen 8,8 Prozent. Mit 15,1 Prozent in Untergruppenbach lagen die Republikaner deutlich über dem Landesdurchschnitt. Auf kommunaler Ebene treten die Freien Wähler mit der Unabhängigen Wählergemeinschaft gemeinsam an. Bei der Kommunalwahl 2004 errangen sie und die CDU jeweils sechs Sitze; die SPD errang drei, die Grünen einen Ratssitz. Von den sechzehn Mandaten entfallen derzeit drei auf Frauen. Mit Chazelles-sur-Lyon besteht seit 1988 ein Partnerschaftsabkommen. Jerago-con-Orago in Italien ist seit 2007 zweite Partnergemeinde.

Wappen von Untergruppenbach

In Rot ein goldener (gelber) Reichsapfel mit goldenem (gelbem) Kleeblattkreuz.

Beschreibung Wappen

Die Wappenfigur, ursprünglich ein Fleckenzeichen, ist zuerst in einem Gerichtssiegel für das Jahr 1726 belegt. Ferner erscheint sie in einer im Jahre 1740 entstandenen Wappendarstellung am Rathaus und als Marksteinzeichen. Nach der im Jahre 1939 erfolgten endgültigen Annahme dieser Wappenfigur, die mit der früheren kurpfälzischen Lehensherrschaft in Verbindung gebracht wurde, erfolgte am 4. März 1963 die Verleihung des Wappens und der Flagge durch das Innenministerium.