Forchtenberg - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1253

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Die Siedlung Forchtenberg entstand erst im 13. Jahrhundert in Anlehnung an die gleichnamige, von den Edelherren von Dürn errichtete Burg (1253 »Wortenberg«, 1279 »Forchtinberg«). Der Name ist – analog der ebenfalls durch die Edelherren von Dürn gegründeten Burg Wildenberg im Odenwald – programmatisch zu deuten; er sollte bei allfälligen Feinden Furcht und Schrecken erregen (mittelhochdeutsch »vorht«). Im Zusammenhang mit der Gründung der Burg wurden die alten, durch Hochwasser des Kochers gefährdeten Orte Wülfingen und Kupferhausen aufgegeben und ihre Einwohner in den Burgweiler, der sich bald darauf zur Stadt fortentwickelte (1283 »villa«, 1298 »oppidum«, 1303 »civitas«) umgesiedelt; gleiches gilt vermutlich für das abgegangene Rauflingen. Ein förmliches Stadtrechtsprivileg für Forchtenberg existiert nicht. Ungeachtet aller unvermeidlichen Zugeständnisse an die topographische Situation erhielt die neue Siedlung einen planmäßigen Grundriss und wurde mittels Schenkelmauern in den Bering der Burg einbezogen. Die alte Ummauerung, mit dem 1604 von Michael Kern erbauten Würzburger Tor, ist noch nahezu vollständig erhalten. 1722 gab es in der Stadt 130 Wohn- und siebzig Nebengebäude. Die Vorgängersiedlung Wülfingen lag jenseits des Kochers im Mündungsbereich des Wölfinger Bachs. Sie wird in der Überlieferung des Klosters Fulda zum Jahr 771 erstmals erwähnt (»Wulfingen«) und gehörte, wie ihr charakteristischer Name zu erkennen gibt, zur ältesten, bis in die Zeit der Landnahme zurückreichenden Siedlungsschicht. Archäologische Grabungen (1966/67) ergaben, dass hier bereits in vorgeschichtlichen Perioden (Urnenfelder- und Latènezeit) und in der Spätantike, bis in den Beginn des 5. Jahrhunderts gesiedelt wurde; das frühmittelalterliche Dorf entstand nachweislich um die Mitte des 6. Jahrhunderts. Bis ins 12. Jahrhundert lassen sich sechs Hauptsiedlungsphasen nachweisen. Stets handelte es sich um ein Reihendorf mit von West nach Ost gerichteten ebenerdigen Holzhäusern samt zugehörigen Speichern und Grubenhütten, die als Webkammern dienten. Seit dem 11. Jahrhundert bestand der Ort nur noch aus zwei herrschaftlichen Hofkomplexen; bemerkenswerterweise verfügten die dazugehörigen Häuser bereits über Steinfundamente und Steinkeller aus Trocken- und Mörtelmauern. Nach der Umsiedlung der Einwohner nach Forchtenberg im ausgehenden 12. oder beginnenden 13. Jahrhundert wurde das verödete Siedlungsgelände offenbar nur noch landwirtschaftlich genutzt. Bis heute überdauert hat allein die alte Pfarrkirche Sankt Michael, eine ins 11./12. Jahrhundert zurückreichende Saalkirche mit abgesetztem Rechteckchor und rundem Westturm, die schon seit langem als Friedhofskapelle dient. Die Siedlung Kupferhausen (»villa Cupfere«) erscheint erstmals 789 im Lorscher Codex. Der an der Mündung der Kupfer in den Kocher gelegene Ort dürfte im 7. Jahrhundert als Ausbausiedlung von Wülfingen entstanden sein. Nach 1250 ist nur noch von der Markung der abgegangenen Siedlung die Rede. Bei Rauflingen, das etwa 2 Kilometer kocherabwärts auf dem linken Ufer des Flusses lag, handelte es sich wohl um eine Siedlung der Landnahmezeit; sie ist offenbar im 13. Jahrhundert untergegangen. Unklar bleibt die Lage des 1352 nur einmal erwähnten Wohnplatzes »Nilmuchusen«. Forchtenberg verfügt über eng und winkelig stehende Häuser an schmalen Gassen im Stadtkern, um den eine Reihe kleiner noch nicht so alter »Vorstädte« liegt. Sie gehen zum Teil auf alte Mühlen an Kupfer und Kocher zurück. Jüngeren Datums sind ferner die »Öhringer Vorstadt« und das Bahnhofsgebiet. Im Anschluß an den Wiederaufbau der Kocherbrücke 1957 wurde neues Siedlungsgelände erschlossen. Zu diesen Wachstumsgebieten zählt das 1960 entstandene, nach dem abgegangenen Wülfingen benannte Neuwülfingen. Industrielle Niederlassungen finden sich am Ziegelberg (1950), an der Schöntaler (1960) und Öhringer Straße (1969) sowie im Gewann »Allmand« (1970).
Historische Namensformen:
  • Vorhdenberg 1240
  • Forchtinberg
  • Wortenberg
Geschichte: Im 11. Jahrhundert gehörte der Raum um Forchtenberg zum Sprengel des 1024/42 in Wülfingen ansässigen Grafen im Kochergau aus der Familie der Grafen von Komburg-Rothenburg. Später gelangte die Herrschaft, die vom Hochstift Regensburg zu Lehen rührte, vermutlich über die Grafen von Lauffen an die Edelherren von Dürn, die auf dem Bergspron zwischen Kocher und Kupfer die Burg Forchtenberg gründeten und hier um die Mitte des 13. Jahrhunderts eine eigene Linie etablierten. Auch Dürner Ministerialen nannten sich zeitweise nach Forchtenberg. Wülfingen und nachher Forchtenberg waren Sitz eines Zentgerichts, dessen Zuständigkeit sich auf Sindringen, Niedernhall, Ingelfingen, Ernsbach, Weißbach, Criesbach, Belsenberg und Crispenhofen erstreckte. Seit dem 15. Jahrhundert wurde die hiesige Zentgerichtsbarkeit am hohenlohischen Hof in Neuenstein wahrgenommen. Nach einer Erbteilung im Hause Dürn (1253) begann der unaufhaltsame Niedergang des Geschlechts und seiner Herrschaft; große Teile des Besitzes wurden nach und nach an die Erzbischöfe von Mainz veräußert. Das Kloster Amorbach erwarb 1303 und 1323 Weinberge und Rechte an der Kelter in Forchtenberg. Unmittelbar vor seinem Tod überließ Graf Ruprecht III. von Dürn, der Letzte seines Geschlechts, 1323 seinem Vetter Kraft von Hohenlohe, dessen Familie bereits 1299 in Forchtenberg Besitz hatte, alle Güter und Eigenleute, mit denen er vom Reich, den Erzbischöfen von Mainz, Würzburg (darunter Burg und Stadt Forchtenberg) und Regensburg sowie dem Abt von Ellwangen belehnt war, und ermächtigte ihn, die versetzte Kelter und diverse Höfe in Forchtenberg auszulösen. Mitte des 14. Jahrhunderts schuf Kraft von Hohenlohe das Amt Forchtenberg, zu dem Ernsbach, Hermersberg, Büselberg (Büschelhof), Bechberg (abgegangen) und der Hof Schwarzenweiler gehörten. Allerdings wurden Stadt und Schloss auch in hohenlohischer Zeit noch wiederholt verpfändet, so beispielsweise vor 1438 an die von Adelsheim. 1553/55 gelangte das Amt Forchtenberg an die Hauptlinie Hohenlohe-Neuenstein, 1610 an die Linie zu Neuenstein, 1677 an jene zu Öhringen, 1708 an Weikersheim, 1756 an Hohenlohe-Oehringen und 1805 an Hohenlohe-Ingelfingen. Zu den herrschaftlichen Gerechtsamen gehörten im einzelnen Zoll, Weggeld, Ungeld, Bannwein, Schatzung und Bede. 1806 fielen Stadt und Amt im Zuge der Mediatisierung an Württemberg. Im letzten Drittel des 14. Jahrhunderts war die Burg zu Forchtenberg vorübergehend Residenz eines nachgeborenen Herrn von Hohenlohe, danach nur noch Sitz von Amtleuten. 1630/31 wurde der Schosskeller erneuert und gleichzeitig die Amtsverwaltung in ein neu erbautes Haus (nach 1812 Pfarrhaus) in der Stadt verlegt. 1655 heißt es in einer Beschreibung der herrschaftlichen Bauten, das alte Schloss sei »ganz eingegangen«, nur der Keller sei noch zu gebrauchen. Ob dieser Zustand auf allmählichen Verfall oder auf gewaltsame Zerstörung zurückzuführen ist, lässt sich nicht mit Sicherheit entscheiden. 1681 ließ der Graf von Hohenlohe-Oehringen im Schlosshof einen neuen großen Keller bauen und darüber Fruchtböden und einen Turm errichten. 1850 wurde die Burgruine an Privat verkauft. Als Grundherren im Raum Forchtenberg begegnen aufgrund von Schenkungen des hier begüterten Adels bereits im 8. Jahrhundert die Klöster Fulda und Lorsch. Im 11. Jahrhundert dürfte die Familie der Kochergaugrafen auch als Grundherrschaft dominiert haben, später die Edelherren von Dürn und ihre nach der hiesigen Burg benannten Ministerialen (1245/53). Auch die Ritteradligen von Roigheim nannten sich gelegentlich von Forchtenberg (1287). Aufgrund von Schenkungen der Dürner und ihres Gefolges waren hier nicht zuletzt die Klöster Amorbach (1298/99), Seligental (1298), Schöntal (1283, 1489, 1675) und Gnadental (1430) begütert. Nach 1323 erwarben die Herren von Hohenlohe verschiedentlich Besitzungen zurück, die von denen von Dürn verpfändet worden waren. 1357 hatte Hohenlohe in der Stadt Forchtenberg einen an die von Jagsthausen verliehenen Bauhof, eine Wiese und einen Garten, die an die von Hornberg verliehen waren (1420), neunzehn sonstige Zinsgüter mit 73 Morgen Ackerland und 22 Morgen Weinbergen sowie eine Kelter. 1722 waren die Besitzer von 121 Häusern, zwei Gastwirtschaften, drei Mahlmühlen und einer Lohmühle, einer Badstube, einer Ziegelhütte und fünf Werkstätten der Herrschaft Hohenlohe zinspflichtig. Das Stift Öhringen besaß hier damals nur noch drei Wiesen, das Kloster Schöntal 3 Morgen Äcker und 1 Morgen Weinberge. Wie im hohenlohischen Lagerbuch von 1610 dokumentiert, gehörten der große und kleine Zehnt, der Weinzehnt sowie der Neugereutzehnt im ganzen Amt Forchtenberg allein der Herrschaft Hohenlohe-Neuenstein. Davor bestehende Amorbacher Zehntrechte (1/3 Kleinzehnt) hatte Hohenlohe 1598 käuflich erworben. Die Kompetenzen der seit der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert städtischen Gemeinde waren bescheiden. Eine um 1520 erlassene Gemeine Ordnung regelte das tägliche Leben. Im übrigen bestimmten die Herrschaft und ihre Kanzlei, was zu geschehen hatte. Die zwölf Mitglieder des Stadtgerichts, das zugleich als Rat fungierte, wählten jährlich aus ihrer Mitte einen Bürgermeister (1393), der den nicht geringen gemeindeeigenen Besitz verwaltete. Ein städtisches Siegel ist seit 1486 nachgewiesen; es zeigt den über den Teufel triumphierenden Erzengel Michael mit Schild und Schwert. Ein Stadtschreiber findet Mitte des 17. Jahrhunderts Erwähnung. 1807 kam Forchtenberg zum Oberamt Neuenstein, 1809 Oberamt Schöntal, 1812 Oberamt, 1938 Landkreis Öhringen. — Im April 1945 wurde Forchtenberg durch Bombardierung und Artilleriebeschuß am 12. 4. zu über 15 Prozent zerstört, die Kocher- und Kupferbrücken gesprengt. In Stollen des seit dem 17. Jahrhundert bis 1959 abgebauten Gipsbruchs war im zweiten Weltkrieg eine Produktionsstätte der NSU-Werke untergebracht. Aus Forchtenberg stammt die Bildhauerfamilie Kern, von denen Michael der Jüngere (1580—1649) bedeutende Werke in und um Forchtenberg schuf, sein Bruder Georg als Baumeister, später Neuensteiner Burgvogt an zahlreichen herrschaftlichen Bauwerken (Hermersberg, Öhringen, Neuenstein) maßgeblich beteiligt war.
Ersterwähnung als Stadt: 1303
Wirtschaft und Bevölkerung: 1357 werden in Forchtenberg 76 gültpflichtige Untertanen genannt, was auf eine Einwohnerzahl von etwa 350 schließen lässt. 1610 lebten in der Stadt 145 und 1722 199 Familien, das heißt etwa 650 beziehungsweise 900 Personen. Am Ende des Alten Reiches hatte die Stadt rund tausend Einwohner. Im Dreißigjährigen Krieg, zwischen 1633 und 1638, sollen in Forchtenberg mehr als 400 Menschen vor allem an der Pest gestorben sein. In dem Ackerbürgerstädtchen Forchtenberg waren die Landwirtschaft und insbesondere der Weinbau der wichtigste Wirtschaftszweig. Auf den Feldern wurden Roggen, Dinkel und Hafer angebaut. 1722 gab es 582 Morgen Äcker (davon 302 Morgen in gültfreiem Eigentum der Bürger), 254 Morgen Wiesen und Weiden, 404 Morgen Weinberge (davon nur 1 Morgen gültfrei) und 57 Morgen Gärten. Die Einnahmen von den Weinbergen waren um vieles höher als jene von den Äckern. Weinbau und eine Kelter werden bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt. 1610 gab es in Forchtenberg zwei Keltern, die innere Kelter zwischen dem Rathaus und der Stadtmauer, und eine weitere vor dem Unteren Tor an der Kupfer außerhalb der Stadt. Die 1754 umgebaute innere Kelter am Oberen Tor dürfte schon vor der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet worden sein; eine dendrochronologische Untersuchung der im Bereich der alten Kelter ausgegrabenen Pfosten ergab das Fällungsjahr 1239/40. Da die Forchtenberger in erster Linie Weinbauern waren, konnten sie ihren Getreidebedarf in manchen Jahren nicht aus eigener Produktion decken und mussten Frucht aus umliegenden Gemeinden ankaufen oder die Herrschaft um »gnädige Verhelfung mit Frucht aus dem herrschaftlichen Kasten« bitten. Für die Jahre 1593 und 1771 sind Hungersnöte zu verzeichnen. Neben der Tätigkeit in der Landwirtschaft übten viele Bürger handwerkliche Berufe aus, allerdings gab es kaum einen Handwerker, der sich von seinem Gewerbe allein hätte ernähren können. Die große Ausnahme bildete natürlich die Künstlerfamilie Kern. Im übrigen ist ein Kürschner (»pellifex«) bereits 1299 bezeugt, ein Metzger (»carnifex«) 1305. Die gesamte Wirtschaft unterstand einer strengen herrschaftlichen Kontrolle. Der Erntetag, die Löhne und Leistungen an Taglöhner, Gesellen, Knechte und Mägde wurde von der Herrschaft festgelegt; auch die Zünfte die schon in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts bezeugt sind, unterstanden der herrschaftlichen Aufsicht. Eine Mühle findet für Kupferhausen bereits 789 Erwähnung. Im hohenlohischen Gültbuch von 1410 werden eine Untere und eine Obere Kupfermühle genannt, bei denen es sich möglicherweise um die spätere Krebsen- und die Mittelmühle handelte. 1606 erbaute die Forchtenberger Bürgerschaft die Kochermühle, die bereits 1621 in herrschaftlichen Besitz überging und 1692 an einen Müller aus Cappel verkauft wurde. Marktrecht hatte die Stadt Forchtenberg selbstverständlich schon im späten Mittelalter, zunächst einen Jahr- und einen Wochenmarkt. 1625 bewilligte die Herrschaft einen zweiten Jahrmarkt; so wurden im 18. Jahrhundert Märkte zu Petri und Pauli (29. Juni) und zu Matthaei (21. September) gehalten, seit 1781 außerdem zwei Ross- und Viehmärkte. Allerdings war Forchtenberg durch seine Verkehrslage nicht begünstigt. Durch das Kochertal führte nur eine Nebenstraße, außerdem gab es in der Umgebung zu viele Zollstätten fremder Herren, und schließlich ist die Konkurrenz der Nachbarstädtchen nicht zu vergessen.

Name: Burg Forchtenberg
Datum der Ersterwähnung: 1253

Ersterwähnung: 1291
Kirche und Schule: Die Tradition der Wülfinger Kirche Sankt Michael reicht zweifellos ins hohe, möglicherweise sogar ins frühe Mittelalter zurück. Ihr Patronatsrecht gelangte über die Dynasten von Dürn an das Kloster Amorbach. Ob die Erwähnung eines Pfarrers in Forchtenberg zum Jahr 1289 sich bereits auf ein Gotteshaus in der damals im Entstehen begriffenen Stadt bezieht oder noch auf die alte Kirche jenseits des Kochers, muss dahingestellt bleiben. Im Lauf des späten Mittelalters jedoch wurden das Patrozinium und die Rechte der Pfarrei auf die innerhalb der Stadtmauern errichtete Kapelle übertragen. In Wülfingen blieb – bis heute – der Begräbnisplatz für Forchtenberg. Die alte Kirche aus dem 11./12.Jahrhundert, die im 15., 18. und 20. Jahrhundert verändert wurde, ist einer der ältesten Sakralbauten im Hohenlohekreis und dient seit langem als Friedhofskapelle. Zum Sprengel der Forchtenberger Pfarrei gehörten Crispenhofen, Weißbach, Oberdiebach, Halberg, Breitental, Hettenbach, Flierbach, Muthof, Schleierhof und Büschelhof. 1311 wurde die Kirche dem Kloster Amorbach inkorporiert, 1357 die Stiftung einer Frühmesse bestätigt. Nach heftigen Auseinandersetzungen mit Amorbach führte Hohenlohe 1556 auch in Forchtenberg die Reformation ein. Die Pfarrei wurde der Superintendentur Neuenstein zugeteilt. Schließlich verkauften die Amorbacher Benediktiner 1598 alle ihre kirchlichen Kompetenzen in Stadt und Pfarrei an Hohenlohe-Neuenstein. Schon vor der Reformation gab es in Forchtenberg eine Schule. 1590 hatte das Schulhaus eine einzige Stube, in der der Schulmeister mit seiner Familie wohnte und daneben sechzig Buben und Mädchen unterrichtete. Die Schulaufsicht lag beim Pfarrer. Nach 1692 wurde der Lehrer in Forchtenberg als Präzeptor bezeichnet; eine zweite Schulstelle bestand seit 1751, aber erst nach 1810 verbesserte sich die Situation der Schule in Forchtenberg. 1688 wurde die Kirche neu errichtet, 1934/35 völlig umgebaut. Romanische Reste (Plastiken) am Nordportal und am Turm, Taufstein von Sommer, Kanzel von Michael Kern. Katholiken zu Niedernhall.
Patrozinium: St. Michael
Ersterwähnung: 1291
Jüdische Gemeinde: Die im 13. Jahrhundert in Forchtenberg erwähnten Juden, wurden Opfer der Verfolgung von 1298.

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