Kohlberg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.kohlberg-wuerttemberg.de
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Einwohner: 2275
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 518.0
Max. Höhe ü. NN (m): 428.06
Min. Höhe ü. NN (m): 405.35
PLZ: 72664

Die flächenkleine Gemeinde im äußersten Süden des Landkreises Esslingen reicht von der Kreisgrenze zu Reutlingen bis an die Stadt Neuffen heran. Dabei greift sie über das unruhige, von tief eingeschnittenen Bachläufen durchzogene Braunjurahügelland der Neuffen-Vorberge der Mittleren Schwäbischen Alb bis auf den Jusiberg aus. Er zählt zu den besonders markant herausragenden Randhöhen der Alb und ist der größte herausgewitterte Vulkanschlot des Urach-Kirchheimer Vulkangebiets. Seine zur Gemeinde gehörende Nordflanke trägt im unteren Bereich Streuobstwiesen und darüber durch Schafbeweidung offenes Heideland. Der ganze Berg steht unter Naturschutz (‚Jusi-Auf dem Berg‘). Knapp unterhalb seiner Kuppe wird mit ca. 670 m über NN der höchste Gemeindepunkt, der tíefste mit rd. 357 m an der Nordgrenze im Tal der Autmut erreicht. Der Ort am Fuße des Jusibergs entwickelte sich, einsetzend durch Ansiedlung von Heimatvertriebenen, mit seinen Einfamilienhäusern kräftig in Ost-, später in Westrichtung zum Jusi hin. Seit 1996 tendiert das Wachstum nach Norden, wo ein weiterer Kindergarten entstand. Eine Ortskernsanierung (1986-1998) brachte dem Ort neben dem neuen Rathaus und moderner Infrastruktur erstmals einen Ortsmittelpunkt (Kirchplatz). Dort ist besonders die historische Kelter (1579) sehenswert. Dank der Betriebe auf dem seit 1960 bestehenden und zuletzt 2006 erweiterten Industrie- und Gewerbegebiet im Nordosten des Ortes kann die Gemeinde als Wohn-Arbeitsort eingestuft werden. Kreisstraßen (K1210, K1240), insbesondere die stark befahrene von Metzingen nach Neuffen, queren ihn. 1807 kam der Ort vom Amt Neuffen zum Oberamt bzw. (1938) Landkreis Nürtingen und 1973 zum Landkreis Esslingen.

Mit einer Ausdehnung von 4,39 Quadratkilometern – dazu zählt auch eine kleine Exklave im Neuffener Waldstück Weinschnaid – gehört Kohlberg zu den kleineren Gemeinden des Landkreises. Sie liegt am südlichen Landkreisrand, am Fuß der Schwäbischen Alb, an der Grenze zum Landkreis Reutlingen (Stadt Metzingen und Gemeinde Grafenberg) sowie in Nachbarschaft zu den Gemeinden Neuffen und Frickenhausen (Ortsteil Tischardt). Kohlberg liegt 4 Kilometer von Metzingen entfernt, wohingegen die Luftlinienentfernung nach Nürtingen 8 und in die Kreismetropole Esslingen 20 Kilometer beträgt. Der Landesentwicklungsplan stuft Kohlberg als Randzone um den Verdichtungsraum ein. Kohlberg liegt in freier Lage in rund 470 Meter Höhe am Fuß des Jusibergs, kurz Jusi genannt, einem der eindrucksvollsten Albrandberge. Der Jusi ist der nördliche Ausläufer eines langen Bergkammes, der von der Albhochfläche weit nach Norden vorstößt und gerade noch in die Gemeinde Kohlberg reicht. Naturräumlich gehört der Jusisporn zu den Randhöhen der Mittleren Alb. Der überwiegende Teil der Gemeinde liegt aber im Albvorland, das hier als Neuffen-Vorberge bezeichnet wird. Es handelt sich um das vom Mitteljura (Braunjura) geprägte Hügelland zwischen Ermstal und Lenninger Lautertal, das reich an Quellen und meist tief eingeschnittenen Tälern ist, die in nördliche Richtung zum Neckar streben. In der Gemeinde Kohlberg sind dies im Westen das Autmuttal mit seinen Quellästen Treuschachbach und Raupentalbach, in der Mitte der Sallenbrunnenbach und im Osten, entlang der Grenze nach Neuffen, der Lenghartbach. Im Autmuttal, an der Grenze nach Tischardt, hat die Gemeinde ihren tiefsten Punkt (357 Meter über Normalnull). Am Jusi steigt sie bis auf 670 Meter über Normalnull an und bleibt damit nur wenige Meter unter seinem 673 Meter hohen Gipfel. Auf Kohlberger Gemarkung ist der Jusirücken durch die Bewirtschaftung als Schafweide seit jeher waldfrei, während die Nachbargemeinde Neuffen ihn aufgeforstet hat. Größere Waldstücke finden sich in der Gemeinde Kohlberg aber im Norden, im Autmutwald, Buchenwald, Sallenbrunnental und der erwähnten Exklave. Der Untergrund des Gemeindegebiets wird hauptsächlich vom Mitteljura geprägt. Bis in die untersten Schichten des Mitteljuras, den Opalinuston (Braunjura alpha), reicht das Autmuttal hinab. Darüber liegen die Schichten vom Ludwigien- bis zum Ornatenton (Braunjura beta–zeta) mit ihrem Wechsel von Mergel-, Ton-, Sand- und Kalksteinen. Lappenförmig stoßen die Ausläufer des Wedelsandsteins (Braunjura gamma) zwischen den Tälern der Autmut, des Sallenbrunnen- und des Lenghartbachs nach Norden vor. Terrassenbildner sind die Blaukalke, die oberste Schicht des Wedelsandsteins, denen Kohlberg seine aussichtsreiche Lage verdankt. Die oberen Mitteljuraschichten sind in Kohlberg sehr quellenreich. Im Süden, am Hangfuß des Jusi, treten die untersten Oberjuraschichten (Impressamergel, Weißjura alpha) zutage, die dann unmittelbar an den Vulkanschlot des Jusi angrenzen. Der Jusi ist mit etwa 60 Hektar der größte, herausgewitterte Vulkanschlot des Urach-Kirchheimer Vulkangebiets. Er liegt auf einer Nordwest-Südost streichenden Verwerfung, und da er sich direkt am Albtrauf befindet, ragt er von Nordwesten und Westen gesehen aus der Mitteljuralandschaft auf, lehnt sich aber im Südosten an den Oberjura-Bergkamm an. Der Jusi besteht aus Vulkantuff, feinsten Lavateilchen, die nach den Vulkanausbrüchen im Tertiär, vor 16 bis 20 Millionen Jahren, beim Erkalten mit Gesteinsbruchstücken des durchschlagenen Gebirges zusammengebacken wurden. Mehrere Besonderheiten zeichnen den Vulkanschlot des Jusi aus: Im Nordwesten sind drei große Oberjura-Sinkschollen (Lacunosamergel und Untere Felsenkalken, Weißjura gamma und delta) herausgewittert, die während der mehrmaligen Ausbrüche aus den Schloträndern abbrachen und in die Vulkanröhre fielen. Weitere Merkmale des Jusivulkans sind, dass nachträglich Magma gangartig in den Tuff eingedrungen ist (Melilithit) und dass der Vulkantuff stellenweise eine Schichtung erkennen lässt. Als Rohstoffe abgebaut wurden früher sowohl die Oberjuraschollen als auch der Melilithit. Außer dem Jusi befinden sich noch vier weitere Vulkanschlote in der Gemeinde: zwei im Gelände nicht auffallende Schlote in den Gewannen Treuschach und Hohe Reute sowie zwei aus den umgebenden weicheren Gesteinen herausgewitterte Hügel in den Gewannen Bernbold (Punkt 455,8) und Niederes Feld (Punkt 441,5). In der Gemeinde Kohlberg kann man die Anpassung der landwirtschaftlichen Nutzung an den geologischen Aufbau besonders gut erkennen. Da Tonsteine vorherrschen, sind vielerorts schwere, zu Staunässe neigende Böden entwickelt, die entweder Wald oder Wiesen beziehungsweise Streuobstwiesen tragen. Nur die weniger wasserstauenden Böden, besonders die der Blaukalkschichten (sie verwittern gelblich), sind als Ackerland geschätzt. Der Vulkantuff des Jusi, der nur zögernd verwittert und schnell austrocknet, gibt seit jeher nur eine magere Schafweide ab. Insgesamt setzt sich die Bodennutzung jedoch noch aus 58 Prozent Landwirtschaftsfläche, 23 Prozent Wald und 19 Prozent Siedlungsflächen zusammen. Durch die bis nach Kohlberg hinaufreichenden Talmulden kann die Kaltluft abfließen, sodass trotz der Höhenlage Spätfröste relativ selten sind. Darum gedeiht das Obst, darunter Kirschen, hier besonders gut, und auch ein paar Hektar Erwerbsobstanlagen lohnen sich. Selbst der früher ausgedehntere Weinbau hat sich bis heute im Gewann Bernbold erhalten. Der Jusi ist Naturschutzgebiet, an dem Kohlberg und Neuffen Anteil haben. Die Schauseite, der gehölzfreie Bergrücken, gehört zur Gemeinde Kohlberg, und von dort aus wird der markante Berg auf einem Wanderweg mit großartigen Ausblicken auch am meisten bestiegen. Das Panorama sucht seinesgleichen: Es reicht vom Hohenzollern bis zu den drei Kaiserbergen und vom Schwarzwald über die Filder bis zum Schwäbisch-Fränkischen Wald. Zweck des Naturschutzgebiets ist die Erhaltung dieses durch die Erosion halb freigelegten Vulkanschlots mit seinen vielfältigen Biotopen (Halbtrockenrasen beziehungsweise Schafweide, Felsen, naturnahe Laubwälder) und seltenen Pflanzen- und Tierarten. Der gesamte Nordhang des Jusi, bis an den Ortsrand von Kohlberg, ist darüber hinaus in das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 einbezogen. Am Nordhang liegen auch mehrere gefasste Quellen – Kohlbergs Wasserversorgung stützt sich neben der Bodenseewasserversorgung auf eigenes Quellwasser –, zu deren Sicherung der Jusi Wasserschutzgebiet ist. Weite Bereiche des Gemeindegebiets (68 Prozent) sind darüber hinaus als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, damit eine gesetzliche Möglichkeit besteht, die reich strukturierten Streuobstwiesen, Hecken, Feldgehölze, Quellfluren und die weitgehend noch naturnahen Bäche unter anderem gerade auch für die Naherholung zu sichern und zu erhalten. Seit 2008 gehört die Gemeinde zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb (2009 von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt).

Vom Amt Neuffen kam Kohlberg 1807 zum Oberamt Nürtingen beziehungsweise zum späteren Landkreis Nürtingen. 1818 wurde die Leibeigenschaft aufgehoben, 1854 war für die Gemeinde Kohlberg die Zehntablösung nach nur fünf Jahren beendet. Während des 19. Jahrhunderts verfügte der Ort über einen Bürgermeister, einen meist achtköpfigen Gemeinderat und einen ebenso großen Bürgerausschuss. Bei den Reichstagswahlen 1871 und 1874 erzielte die Deutsche Partei 100 Prozent der Stimmen. Sie verlor ihre Wähler zu Beginn des 20. Jahrhunderts an die SPD und den Bauernbund. Bei den Reichstagswahlen 1912 entfielen auf die SPD 52,1, den Bauernbund 40,1 und die Deutsche Partei 7,3 Prozent der Stimmen. Im Ersten Weltkrieg wurden 226 Männer zum Kriegsdienst eingezogen, von denen 52 gefallen sind und 13 vermisst wurden (Kriegerdenkmal am Südportal der Kirche). Bei der Wahl zur Verfassunggebenden Nationalversammlung 1919 erhielt die SPD 57,7 Prozent, der Rest entfiel auf die Württembergische Bürgerpartei (27 Prozent) und die DDP (13,3 Prozent). Ähnlich verhielt es sich bei der Landesversammlung von 1919: dort erzielten die SPD 60 und der Bauern- und Weingärtnerbund 18,3 Prozent der Stimmen. Bei den Reichstagswahlen von 1928 entfielen von 437 gültigen Stimmen 196 auf die SPD (44,9 Prozent), 75 auf die KPD (17,2 Prozent) und 124 auf den Bauern- und Weingärtnerbund (28,4 Prozent). Doch die NSDAP nahm auch in Kohlberg ihren Aufschwung. Bei der Landtagswahl vom 24. April 1932 entfielen von 331 gültigen Stimmen 87 auf den Bauern- und Weingärtnerbund (26,3 Prozent), 80 auf die KPD (24,2 Prozent), 62 auf die SPD (18,7 Prozent), 51 auf die NSDAP (15,4 Prozent) und 25 auf sonstige Parteien (7,4 Prozent). Bei der Reichstagswahl am 3. März 1933 entfielen auf die NSDAP 167 der 445 abgegebenen Stimmen (38 Prozent). Die SPD erzielte 124 (28 Prozent) und die KPD 78 (18 Prozent) Stimmen. Damit überragten die beiden Linksparteien mit zusammen 46 Prozent die NSDAP deutlich. Nach dem Ergebnis der Reichstagswahl von 1933 wurde der Gemeinderat umgebildet. Die 78 Stimmen für die KPD wurden nicht berücksichtigt, sodass sich der Gemeinderat zunächst aus vier Nationalsozialisten, drei SPD-Angehörigen und einem Vertreter des Bauern- und Weingärtnerverbands zusammensetzte. Nach dem Verbot der SPD waren die Nationalsozialisten die bestimmende Größe im Gemeinderat. 236 Kohlberger Männer wurden während des Krieges zur Wehrmacht eingezogen, 55 fielen, 21 Männer blieben vermisst. Ab 1940 waren Kriegsgefangene und andere zur Zwangsarbeit in der Landwirtschaft eingesetzt. Am Ende des Krieges hatte Kohlberg etwa 300 »Verlagerte« aus Essen, Lahr, Mannheim, Saarlautern (Saarlouis), Stuttgart und Karlsruhe aufzunehmen. Kohlberg wurde am 23. April 1945 von Truppen unter amerikanischer Führung besetzt. Es gehörte zur amerikanischen Besatzungszone und lag an der Zonengrenze, die zunächst mitten durch die Gemeinde verlief, dann an die Gemarkungsgrenze gegen Metzingen verlegt wurde. Bei den ersten vier Landtagswahlen von 1952–64 und bei den Bundestagswahlen 1949 und 1961 behauptete die SPD ihre traditionell starke Position und errang die Stimmenmehrheit. Mit Ausnahme der genannten Wahlen erreichte die CDU in der Folgezeit die Mehrheit, häufig die absolute Mehrheit und ist damit die bestimmende politische Größe; die SPD bildete dann jeweils bis heute die zweitstärkste Kraft, mit Ausnahme der Landtagswahl von 1960, bei der die FDP zweitstärkste Kraft war. Bei allen Bundes- und Landtagswahlen nahm die FDP kontinuierlich die 5 Prozent-Hürde, erreichte bei den ersten Wahlen zum Teil über 20 Prozent der Stimmen. Die GRÜNEN überschritten bei den Landtagswahlen von 1996 und 2006 mit 7,5 beziehungsweise 7,6 Prozent und bei den Bundestagswahlen von 2002 und 2005 mit 5,5 und 6,1 Prozent die 5 Prozent-Hürde. Bei den Landtagswahlen seit 1992 erreichten die Republikaner jeweils mehr als 5 Prozent der Stimmen. Seit 1973 gehört die Gemeinde zum Landkreis Esslingen. Im Rahmen der Verwaltungsreform sprachen sich bei einer Bürgerbefragung am 13. Februar 1972 fast 73 Prozent für eine Eingemeindung Kohlbergs in die Stadt Neuffen und knapp 23 Prozent für eine Eingemeindung in die Stadt Metzingen aus. Bei einer weiteren Bürgeranhörung am 27. Februar 1972 votierten jedoch 57 Prozent gegen eine Eingemeindung in die Stadt Neuffen. Dennoch entschied sich der Gemeinderat mit knapper Mehrheit für die Eingemeindung nach Neuffen. Eine Bürgerinitiative forderte nun den Erhalt der Selbständigkeit Kohlbergs. Die Landesregierung bestimmte, dass Fälle, in denen keine freiwillige Übereinkunft erzielt werden konnte, per Landtagsentscheid geklärt werden sollten. Der entsprechende Gesetzentwurf sah vor, dass Kohlberg vom 1. Januar 1975 mit der Stadt Neuffen vereinigt werden sollte. Vor der gesetzlichen Regelung hatten sich bei einer Bürgerentscheidung 80,8 Prozent der Kohlberger gegen eine Eingemeindung nach Neuffen ausgesprochen. Die zweite Lesung des Gemeindereformgesetzentwurfs am 25. Juni 1974 brachte für Kohlberg den Erhalt seiner Selbständigkeit. Infolge der Gemeindereform bildet die Gemeinde mit Beuren und Neuffen eine vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft. Vom 17. Jahrhundert bis 1975 war die Gemeindeverwaltung im alten Rathaus untergebracht (Neuffener Straße). 1975 konnte anstelle des alten Schulhauses gegenüber der Kirche ein Rathausneubau errichtet werden, der seither Sitz der Gemeindeverwaltung ist. Bei den Europawahlen lässt sich zwischen 1999 und 2004 eine deutlich gestiegene Wahlbeteiligung von 46 Prozent auf 62,4 Prozent beobachten. Die Ergebnisse der beiden Wahlen waren hingegen nahezu identisch. Bei der Wahl 2004 entfielen auf die CDU 51,4 Prozent, auf die SPD 20,0 Prozent, auf die FDP 6,4 Prozent, auf die GRÜNEN 6,9 Prozent und auf die Republikaner 5,7 Prozent der Stimmen.

Wappen von Kohlberg

In geteiltem Schild oben in Blau zwei silberne (weiße) Lilien nebeneinander, unten in Silber (Weiß) ein blauer Rebzweig mit blauer Traube und zwei blauen Blättern.

Beschreibung Wappen

Das für 1930 belegte, dem Stil nach auf Vorbilder des 19. Jahrhunderts zurückgehende Schultheißenamtssiegel lässt den Rebzweig erkennen, der noch im jetzigen, am 25. Juli 1952 von der Landesregierung verliehenen Wappen an den ehemaligen Weinbau in Kohlberg erinnert. Die beiden Lilien, die im jetzigen Wappen an die Stelle der zeitweilig über dem Rebzweig dargestellten württembergischen Hirschstange traten, sind dem Siegel des Vogts Conrad von Achalm aus dem Jahr 1243 entnommen. Sie sollen darauf hinweisen, dass die Reichsvogtei über den Kohlberghof zeitweise vom Vogt auf Achalm ausgeübt worden ist. Die Flagge wurde vom Innenministerium am 11. Juli 1973 verliehen.