Nattheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.nattheim.de
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Einwohner: 6139
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 136.0
Max. Höhe ü. NN (m): 652.06
Min. Höhe ü. NN (m): 488.45
PLZ: 89564

Im Nordosten des Landkreises Heidenheim liegt mit seinen drei Ortsteilen das 44,99 qkm große Gemeindegebiet von Nattheim. Naturräumlich gehört es ganz dem Albuch und Härtsfeld an, die beide für ihre ruhigen Oberflächenformen und das Vorherrschen der Massenkalke des oberen Weißjura charakteristisch sind. Sein Höhenmaximum erreicht das Gelände auf einer Kuppe des Waldgebiets Höllbuck südwestlich von Auernheim mit etwa 651 m NN, am tiefsten senkt es sich mit rd. 488 m NN am Ostrand bei Fleinheim in der Sohle des Dischinger Tals, die zeitweilig ein Gerinne führt. 1997 wurde der 1775 vom Kloster Neresheim eröffnete und um 1965 stillgelegte Steinbruch Steinweiler mit einer Fläche von 7,4 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen. In Fleinheim übte Württemberg seit 1448 eine geschlossene Ortsherrschaft aus, in Nattheim verfügte das damalige Herzogtum seit 1611 über den größten Einfluss. Auernheim gehörte seit 1258 zur Ortsherrschaft des Klosters Neresheim, fiel 1803 mit diesem an die Fürsten von Thurn und Taxis, 1806 an Bayern und 1810 an Württemberg. Während für Nattheim und Fleinheim schon im Alten Reich Heidenheim die zuständige Amtsstadt war, wechselte Auernheim erst 1938 vom Neresheimer zum Heidenheimer Landkreis. Am 1. Februar 1972 erfolgte die kommunale Eingliederung von Auernheim und Fleinheim nach Nattheim, dessen Ortszentrum von der evangelischen Pfarrkirche im neuromantischen Stil beherrscht wird. Sie ist ein Werk des Stuttgarter Architekten Christian Friedrich Leins aus den Jahren 1864-1867.

Auf der Härtsfeldalb liegen Nattheim und Fleinheim je in einer sogenannten Zetaschüssel. Den Untergrund bilden Plattenkalke und kalkfreie, bohnerzführende Lehme. Ein von mächtigen Feuersteinlehmen aufgebauter bewaldeter Höhenrücken verläuft nördlich davon bei Auernheim. Im Südosten hat die Gemarkung Anteil an einem ebenfalls bewaldeten Hügelland aus Massenkalken (Weißjura Epsilon), Bunter Breccie und Gries.

Wappen von Nattheim

In Grün eine eingebogene silberne (weiße) Spitze, belegt mit einem achtspeichigen grünen Rad, begleitet vorne von einem silbernen (weißen) Bergmannshammer (Spitze innen), hinten von einer silbernen (weißen) Garnspule, von der oben eine silberne (weiße) Garnschleife ausgeht.

Beschreibung Wappen

Von 1912 an verwendete die Gemeinde ein Stempelbild, das einen an den vier Ecken von je einem Baum begrenzten Garten zeigt, der die Buchstaben NH und sieben Dreiecke beziehungsweise Lindenblätter enthält. Es bezog sich auf die Ortslage inmitten von Wäldern und Hügeln. Das verliehene Wappen weist mit seinem grünen Schildgrund auf die Landwirtschaft und den Waldreichtum hin, während der Bergmannshammer und die Garnspule an die Tätigkeiten früherer Einwohner als Bergknappen und Weber erinnert. Die silberne Spitze mit dem Rad wird auf die alte Handelsstraße Zürich-Nördlingen-Nürnberg bezogen. Die Landesregierung hat die Flagge am 13. März 1951 verliehen.