Pfinztal 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.pfinztal.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Pfinztal
Einwohner: 17636
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 568.0
Max. Höhe ü. NN (m): 273.28
Min. Höhe ü. NN (m): 122.35
PLZ: 76327
Gemeindenamen und Gemeindebildung: Die Gemeinde Pfinztal erhielt ihren Namen von dem durch das Tal fließenden Bach.

Pfinztal liegt im Süden des nördlichen Teils des Landkreises Karlsruhe. Das 30,05 qkm große Gebiet dehnt sich in das Pfinzhügelland aus, dessen Muschelkalkschichten die südlichen Ausläufer des Kraichgaus bilden. Prägendes Gewässer ist die Pfinz, die an der Grenze gegen Karlsruhe auf rd. 124 m NN das Höhenminimum erreicht. Den höchsten Punkt markiert im Südwesten im Edelmannswald auf etwa 273 m NN. Durch den von Karlsruhe ausgehenden Suburbanisierungsprozess sowie die Lage an der Kraichgaubahn und an der Strecke Karlsruhe-Mühlacker erweiterte sich die Siedlungsfläche erheblich; Berghausen ist seit den 1970er Jahren mit dem Karlsruher Stadtteil Grötzingen zusammengewachsen. Der Landesentwicklungsplan weist Pfinztal dem Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim zu. Während Wöschbach, das im Alten Reich dem Speyerer Domkapitel (Amt Jöhlingen) unterstand, mit der Säkularisation 1803 an Baden fiel und dem Landamt Bruchsal, am 6. Dezember 1809 dem Amt Stein zugeteilt wurde, waren Berghausen, Kleinsteinbach und Söllingen seit dem Mittelalter badisch; erstere zählten zum Oberamt Durlach, letzteres zum Amt Stein. Nach dessen Auflösung am 25. Mai 1821 stieß neben Wöschbach auch Kleinsteinbach zum Amt Durlach, aus dem 1824 erneut ein Oberamt und am 1. Oktober 1864 das Bezirksamt Durlach hervorging. Als dieses zum 1. April 1924 liquidiert wurde, wechselten alle Orte zum Bezirksamt Karlsruhe und am 25. Juni 1939 zum gleichnamigen Landkreis. Am 1. Januar 1974 vereinigten sich die vier Orte zur neuen Gemeinde Pfinztal.

Das Gemeindegebiet am Südrand des Kraichgauer Hügellandes umfasst die an der Oberfläche weitgehend löss- und lösslehmbedeckten Hügel beiderseits des bis zu 500m breiten Sohlentals der Pfinz. Süden des Flusses besteht ihr Untergrund westlich einer bei Söllingen das Tal querenden und dem Rheingraben parallelziehenden Verwerfung aus Unterem und Mittlerem Muschelkalk, östlich davon aus Oberem Buntsandstein, der vor allem im Bocksbachtal, aber auch im Pfinztal angeschnitten wird. Norden des Pfinztals stehen unter der eiszeitlichen Flugsanddecke Schichten des Unteren, Mittleren und Oberen Muschelkalks an.

Wappen von Pfinztal

In geteiltem und oben gespaltenem Schild oben vorn in Gold (Gelb) ein roter Schrägbalken, hinten in Blau ein durchgehendes, geschliffenes silbernes (weißes) Kreuz, unten in Blau ein silberner (weißer) Brückenbogen an der Teilung.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde ist am 1. Januar 1974 durch den Zusammenschluss von vier im Haupttal und einem Seitental der Pfinz gelegenen Orten entstanden und nahm den auf die geographische Situation bezogenen Namen an. Das Wappen vereinigt in seiner oberen Hälfte die Wappen der früheren Landesherrschaften der Teilgemeinden, nämlich der Markgrafschaft Baden (Berghausen, Kleinsteinbach, Söllingen) und des Fürstbistums Speyer (Wöschbach). Die untere Hälfte hat aktuelle Bedeutung: Die Brücke versinnbildlicht die Lage der Gemeinde am Fluss und damit den Gemeindenamen und soll als Symbol der Verbindung den Zusammenschluss der Orte zu einer Gemeinde dokumentieren. Wappen und Flagge wurden vom Innenministerium am 13. März 1975 verliehen.