Haiterbach 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.haiterbach.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Haiterbach
Einwohner: 5663
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 196.0
Max. Höhe ü. NN (m): 679.57
Min. Höhe ü. NN (m): 428.01
PLZ: 72221

Die Stadt Haiterbach liegt im südlichen Teil des Landkreises Calw. Das Stadtgebiet erstreckt sich im Heckengäu und ist durch tafelartige, weithin ebene Höhen bestimmt. Es wird durch die Waldach und ihre Nebenbäche zertalt. Im Norden haben sich Sohlentäler mit Talwiesen stärker eingeschnitten, die Landschaft zeigt sich zerkuppt und hügeliger. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergreifenden Einheit der Schwarzwald-Randplatten in Westen sowie mit dem größten Flächenanteil der Oberen Gäue im Norden und Osten. Der höchste Punkt liegt im Südwesten auf 679,57 m, der tiefste Punkt auf 428,01 m im Flusstal. Das Stadtgebiet hat Anteil an den Naturschutzgebieten Haiterbacher Heckengäu (6 Teilgebiete), Oberer Gründel und Waldach- und Haiterbachtal. Zur Stadt Haiterbach gehören die ehemaligen Stadtteile Beihingen, Oberschwandorf und Unterschwandorf. Die ehemals selbständigen Gemeinden Beihingen und Unterschwandorf wurden 1972, die Gemeinde Oberschwandorf 1975 eingemeindet. Haiterbach kam ebenso wie auch Beihingen und Oberschwandorf in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mit der Herrschaft Nagold durch Kauf an Württemberg und wurde fortan vom Amt, ab 1758 Oberamt Nagold verwaltet. 1938 kamen die Gemeinden zum Landkreis Calw. Unterschwandorf kam mit Nagold zwar unter die Oberhoheit von Württemberg, doch war ortsansässiger Adel damit belehnt. Der dem Ritterkanton Neckar-Schwarzwald inkorporierte Orte wurde 1805 württembergisch und kam 1806 zum Oberamt Nagold, ab 1938 dann ebenfalls zum Landkreis Calw. Haiterbach erhielt bereits 1349 die Stadtrechte verliehen. Die Stadt ist Mitglied einer Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Nagold und den Gemeinden Ebhausen und Rohrdorf. Haiterbach hat sich seit 1945 sichtbar entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstand am südlichen Ortsende ein großzügiges neubaugebiet. Erst in den 1980er Jahren musste dieses durch weitere große Flächen am Südrand der Stadt sowie kleinere Areale im Westen und Nordwesten, wo ein Gewerbegebiet entstand, ergänzt werden. Südlich der Stadt wurde in etwa 1 km Entfernung schon in den 1970er Jahren mit der Erschließung eines nach Erweiterung in den 1980er und 1990er Jahren inzwischen 62 ha großen Industriegebietes begonnen. In den Stadtteilen begann die Entwicklung nach 1945 ebenfalls mit der Erschließung größerer Baugebiete vor allem in Oberschwandorf und Beihingen, doch kam diese Entwicklung mit dem Ende der 1960er Jahre zum Erliegen. In Unterschwandorf entstand in den 1980er Jahren ein kleineres Siedlungsgebiet. Neuere Bauvorhaben konzentrieren sich seit der Jahrtausendwende vorwiegend auf den westlichen Rand der Kernstadt und die nördliche Ortsgrenze von Beihingen. Haiterbach ist durch Landes- und Kreisstraßen über die nahe B463 an das Fernstraßennetz, insbesondere die A81 angeschlossen. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien der Verkehrsgesellschaft Bäderkreis Calw mbH (VGC).

Das von der Waldach und südlichen Nebenbächen (Heiterbach, Staubach) zertalte Gemeindegebiet liegt im Heckengäu mit tafelartigen, weithin ebenen Höhen im Hauptmuschelkalk im südlichen Bereich der Gemarkung Haiterbach. Das nördliche Gemeindegebiet ist durch die in den Mittleren und Unteren Muschelkalk eingeschnittenen Sohlentäler mit Talwiesen stärker zerkuppt und hügeliger. Der Obere Muschelkalk bildet dort mit seinen harten Kalkgesteinen die Deckschicht einzelner Höhen, die von den Wasserläufen zersägt sind.

Wappen von Haiterbach

In geteiltem Schild oben in Silber (Weiß) ein roter Adlerfang, unten von Rot und Silber (Weiß) senkrecht gerautet.

Beschreibung Wappen

Haiterbach wurde unter der Herrschaft der Grafen von Hohenberg im späten 13. Jahrhundert Stadt und von diesen 1363 an Württemberg verkauft. Der von Silber und Rot geteilte Schild der Stadtgründer - zeitweise allerdings auch irrtümlich silbern und schwarz tingiert - bildete vom ersten Beleg, dem ältesten Stadtsiegel aus dem 14. Jahrhundert (Abdrucke seit 1403), an bis ins 18. Jahrhundert das Wappen der Stadt. Seit etwa 1767 begegnet als Stadtwappen ein Adlerfang unter einer Hirschstange. Während die Hirschstange aus dem Wappen der Landesherrschaft übernommen ist, gibt es für den Adlerfang keine sichere Erklärung. Seit etwa 1902 wird der hohenbergische geteilte Schild mit dem jüngeren Wappenbild kombiniert geführt, wobei die ornamentale Gitterung des unteren Feldes, die schon im ältesten Siegel erscheint, in rot-silberne Rauten verändert wurde (siehe Fridingen an der Donau, Landkreis Tuttlingen).