Heimsheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.heimsheim.de
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Einwohner: 4975
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 348.0
Max. Höhe ü. NN (m): 476.29
Min. Höhe ü. NN (m): 436.63
PLZ: 71296

Heimsheim liegt im äußersten Südosten des Enzkreises und naturräumlich im Oberen Gäu des Schwarzwaldvorlands. Dabei erstreckt sich das 14,3 qkm große Stadtgebiet über das Heckengäu, dessen Muschelkalkunterlage durch bodenarme, verkarstete und bewaldete Kuppen geprägt ist. Da dem Heckengäu besondere Bedeutung als Austausch- bzw. Vernetzungsraum für schutzbedürftige Arten zukommt, hat Heimsheim Anteil an mehreren Naturschutzgebieten: im Nordosten grenzt das 2002 ausgewiesene und knapp 18 ha große Areal Feuerbacher Heide-Dickenberg an die Gemarkung, im Westen die Tiefenbronner Seewiesen (30 ha, 1987) und im Südwesten das Areal Silberberg (5 ha, 1941), während im Westen das rd. 149 ha umfassende Gebiet Betzenbuckel (1996) in das Stadtgebiet ragt. Hauptgewässer ist Kotzen- oder Zieselbach, der im Südwesten an der Gemarkungsgrenze zu Weil der Stadt auf etwa 392 m NN den tiefsten Punkt der Gemarkung markiert. Das Höhenmaximum wird im Südosten auf dem Hohen Forchen (Reisach) auf rd. 511 m an der Grenze gegen Renningen erreicht. In der Nachkriegszeit wuchs die Siedlungsfläche vornehmlich nach Norden und Osten in Richtung der A8. Der Landesentwicklungsplan weist die Stadt dem Verdichtungsraum Stuttgart zu. Die altwürttembergische Stadt, Sitz eines Stabsamtes, zählte zum Amt (seit 18.3.1806 Oberamt) Weil der Stadt, ehe sie 1807/08 zum Oberamt Leonberg wechselte, aus dem am 1. Oktober 1938 der gleichnamige Landkreis hervorging. Zum 1. Januar 1973 kam Heimsheim zum Enzkreis.

Die zur Würm nach Südwesten gegen das Schichtenfallen entwässernde Gemarkung gehört dem Oberen Gäu des Schwarzwaldvorlandes an. In ihrem Nords- und Ost-Teil werden die hügeligen Höhen von Gesteinen des Oberen Muschel­kalks aufgebaut. Im westlichen Gemarkungsteil stehen Schichten des Mittleren und Unteren Muschelkalks an der Oberfläche an. Der zur Würm abflie­ßende Zieselbach, der östlich des Stadtkerns und unterhalb der Stadt ein flaches Sohlental gebildet hat, ist am westlichen Gemarkungsrand noch in den Oberen Buntsandstein einge­schnitten.

Wappen von Heimsheim

In Grün zwei aus dem Unterrand wachsende schräggekreuzte goldene (gelbe) Ähren.

Beschreibung Wappen

Heimsheim wurde, obwohl schon 1295 Stadt genannt, wohl erst Anfang des 14. Jahrhunderts von den Pfalzgrafen von Tübingen endgültig zur Stadt erhoben. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts lagen die wesentlichen Herrschaftsrechte bei Württemberg. Siegelführung ist erst nach der Erneuerung der Privilegien durch Kaiser Friedrich III. 1456 nachzuweisen. Schon die ältesten Siegel (ab 1481) und die früheste Wappenzeichnung zeigen das noch heute geführte Wappen. Es ist mit den Ähren „redend" für den Ortsnamen (mundartlich heimsen = ernten). Um 1585 und 1902 erscheinen, wohl in Missdeutung des eigentlichen Wappenbildes, zwei schräggekreuzte gestürzte Pfeile, 1604 wachsen die Ähren aus einem Dreiberg und sind von den Buchstaben HH überhöht. Auch die Tingierung wechselte: 1596 sind die Ähren schwarz auf goldenem Grund, möglicherweise in Anklang an die württembergischen Farben. Die Flagge wurde am 25. Juli 1966 vom Innenministerium verliehen.