Freudental 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.freudental.de
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Einwohner: 2396
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 780.0
Max. Höhe ü. NN (m): 401.45
Min. Höhe ü. NN (m): 269.55
PLZ: 74392

Die Gemeinde Freudental liegt im nordwestlichen Teil des Landkreises Ludwigsburg. Das von den bewaldeten Keuperrandhöhen des Südlichen Strombergs umrandete Gemeindegebiet erstreckt sich im oberen Steinbachtal am Fuße des Strombergs. Naturräumlich gehört das Gebiet zu den übergreifenden Einheiten von Strom- und Heuchelberg im Westen und des Neckarbeckens im Osten. Der höchste Punkt liegt auf 401,45 m, der tiefste Punkt auf 269,55 m. Der 1304 erstmals erwähnte Ort Freudental gehört zu den Siedlungen des späteren Landesausbaus. 1463 wurde der Ort mit Besigheim von Baden an die Kurpfalz verpfändet, 1504 von Württemberg erobert, aber bereits 1506 an Konrad von Winterstetten vertauscht. Im 16.-17. Jahrhundert wechselte der nunmehr ritterschaftliche Ort mehrmals die Herrschaft, bis er 1727 von der Mätresse des württembergischen Herzogs Eberhard Ludwig, Wilhelmine Gräfin von Würben erworben wurde. Diese musste ihn bereits 1732 Württemberg überlassen, das 1736 endgültig Besitz ergriff und Freudental als Stabsamt dem herzoglichen Kammerschreibereigut einverleibte. 1806-1810 gehörte der Ort zum Oberamt Bietigheim, bis 1938 zum Oberamt Besigheim und seitdem zum Landkreis Ludwigsburg. In Freudental bestand ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine große jüdische Gemeinde mit einem Bezirksrabbinat, die erst in der Zeit der Judenverfolgung unter dem Nationalsozialismus erlosch. Eine Reihe von Baudenkmälern, darunter die Synagoge (1770), das Schloss, der jüdische Friedhof sowie eine Gedenktafel beim Schloss sind erhalten. Freudental bildet gemeinsam mit der Stadt Besigheim und den Gemeinden Gemmrigheim, Hessigheim, Löchgau, Mundelsheim und Walheim den Gemeindeverwaltungsverband Besigheim. Freudental hat sich seit 1945 nur langsam entwickelt. In den Nachkriegsjahren entstand zunächst am südwestlichen Ortsrand ein größeres Neubaugebiet, das ab Ende der 1960er Jahre durch weitere Areale im Südosten und Nordwesten des Ortes erweitert wurde. Im Nordwesten wurde zum Jahrtausendwechsel ein weiteres Baugebiet erschlossen. Freudental ist durch Landes- und Kreisstraßen an das Fernstraßennetz angeschlossen. In der Nähe verläuft östlich des Ortes bei Besigheim die B 27. Der weitere ÖPNV erfolgt durch Buslinien innerhalb des VVS.

Umrahmt von den bewaldeten Keuperrandhöhen des Südlichen Strombergs nimmt die kleine Gemarkung die mit Löss ausgekleidete Bucht des oberen Steinbachs ein.

Wappen von Freudental

Unter goldenem (gelbem) Schildhaupt, darin eine schwarze Hirschstange, in Rot der goldene (gelbe) Großbuchstabe F.

Beschreibung Wappen

Im Jahre 1689 enthielt ein Fleckensiegel die unheraldische Darstellung eines Rebstocks als Hinweis auf den örtlichen Weinbau. Ein dem Stil nach in den Jahren um 1820 entstandenes Schultheißenamtssiegel zeigt die Initiale F im Wappenschild. Auf Vorschlag der Archivdirektion Stuttgart nahm die Gemeinde im Jahre 1930 das jetzige Wappen an. Es zeigt den Großbuchstaben F unter einem Schildhaupt mit der württembergischen Hirschstange, die auf die damalige Landeszugehörigkeit hinweist. Das Landratsamt Ludwigsburg hat die Flagge am 9. Oktober 1980 verliehen.