Der Randen

(Naturraum Nr. 090)

Der Randen in der Großlandschaft Schwäbische Alb - Quelle LUBW
Der Randen in der Großlandschaft Schwäbische Alb - Quelle LUBW (zur Vergrößerung bitte klicken)

Der Randen umfasst das südwestliche Ende der Schwäbischen Alb und erstreckt sich in Fortführung der Hegaualb (Naturraum 91) fast ausschließlich auf schweizerischem Gebiet im Kanton Schaffhausen. Dort schließt er an der Grenze zur Klettgauer Haupttalung (Linie Löhningen-Beringen-Schaffhausen) mit deutlicher Stufe ab. In der regionalen Benennung setzt er sich allerdings als Südlicher und Kleiner Randen im Großen Klettgaurücken bis Küssaberg am Hochrhein fort. Als Element des Klettgauer Schichtstufenlands zählt dieser Rücken heute aber zum Alb-Wutach-Gebiet (Naturraum 120), das im Westen und Südwesten an den Randen grenzt. Östlicher Nachbar ist der Hegau (Naturraum 30). Von der Hegaualb ist er durch die Randensprünge abgesetzt, die Teil des Bonndorfer Grabensystems sind und den Albkörper dicht an der Schweizer Grenze etwa auf der Linie Blumberg – Wiechs am Randen - Thayngen queren. Ab dieser Verwerfung fehlt auf der Randenoberfläche die auf der Hegaualb vorhandene Molassedecke.

Randen und Randenvorland, vom Eichberg bei Blumberg aus gesehen - Quelle LMZ BW
Randen und Randenvorland, vom Eichberg bei Blumberg aus gesehen - Quelle LMZ BW
Mit steilem, z.T. 300 m hohem und durch kleine Täler eingebuchtetem Trauf steigt der Randen über das Alb-Wutach-Gebiet auf. Seine Deckschicht bilden mäßig verkarstete Weißjurakalke, die ­– dem Albkörper entsprechend – nach Südosten abfallen. Am Südende, wo der Albkörper durch lange, verzweigte Täler stark aufgelöst ist, erreicht das Höhenniveau rd. 600 m über NN und steigt nach Norden auf der Traufseite bis auf 924 m (Schlattersteig) an. Dieser Hohe Randen liegt auf deutschem Gebiet (Gemarkung Blumberg-Fützen). Der Albtrauf sowie steil eingetiefte Quelläste des nach Osten gerichteten Hof- und des Mülitals begrenzen den breiten, unbesiedelten, nahezu durchweg bewaldeten Rücken. Nur noch bei Wiechs am Randen (Stadt Tengen) hat Baden-Württemberg weiteren Anteil am typischerweise dicht bewaldeten Randenplateau. Die Weißjuraplatte des Randen wird – kalkbedingt – durch steilwandige, allerdings wasserführende Sohlentäler zerschnitten, welche die Hochfläche in einzelne oft sehr breite Rücken gliedern. Auf deren meist flachgründigen, steinigen Böden dominieren siedlungsleere Laubwälder (Kalkbuchenwald-Gesellschaften); an besonders exponierten Stellen finden sich auch typische kalkliebende Halbtrockenrasen mit hohem Orchideenreichtum. Die wenigen Siedlungen beschränken sich dagegen auf die Täler. Gegenüber der übrigen Alb ist der Randen temperaturbegünstigt und erhält, obwohl im Regenschatten des Schwarzwalds gelegen, kräftige Niederschläge, etwa 900 bis 1050 mm im Jahr.