Fotografie

Von Miriam Eberlein

Quellenkritik: In einer Veröffentlichung von 1991 steht unter dem Bild: Trümmerfrau 1950. Erstmals publiziert wurde es aber zum Wohnungsbauprogramm am 10. März 1952 in der Heilbronner Stimme, mit ganz anderer Beschriftung. Das Original-Negativ bestätigt eine Entstehung zwischen November 1951 und Anfang März 1952. (Quelle: Stadtarchiv Heilbronn F014N-201120020, Foto: Hermann Eisenmenger)
Quellenkritik: In einer Veröffentlichung von 1991 steht unter dem Bild: Trümmerfrau 1950. Erstmals publiziert wurde es aber zum Wohnungsbauprogramm am 10. März 1952 in der Heilbronner Stimme, mit ganz anderer Beschriftung. Das Original-Negativ bestätigt eine Entstehung zwischen November 1951 und Anfang März 1952. (Quelle: Stadtarchiv Heilbronn F014N-201120020, Foto: Hermann Eisenmenger)

Definition der Quellengattung

Der Begriff „Fotografie“ setzt sich zusammen aus den altgriechischen Wörtern für Licht (φῶς phōs, Genitiv φωτός photós) und für Zeichnen/Schreiben/Malen (γράφειν graphein), bedeutet wörtlich also „Aufzeichnung mittels Licht“. „Fotografie“ bezeichnet zum einen das Verfahren: Auf ein lichtempfindliches Medium, z.B. einen fotografischen Film oder einen elektronischen Bildsensor, wird mittels einer optischen Vorrichtung (Kamera) ein Bild projiziert und anschließend auf chemische oder digitale Weise fixiert. Zum anderen bezeichnet „Fotografie“ bzw. die Kurzform „Foto“ das Ergebnis, also das auf einem analogen oder digitalen Träger fixierte Bild, sowie Vervielfältigungen davon, beispielsweise Abzüge, Ausdrucke oder Dateien.

Als die Fotografie erfunden wurde, feierten sie die Zeitgenossen begeistert als Verfahren, das Licht selbst zeichnen zu lassen, so dass man die absolute und vollkommene Wahrheit erhalte.[1] Doch die Auffassung, Fotos würden Szenen aus der Realität sozusagen „objektiv“ festhalten, stellt sich bald als trügerisch heraus.[2] Der Fotograf als Verantwortlicher für Motivauswahl und Bildgestaltung, die technischen Möglichkeiten seiner Ausrüstung, der beabsichtigte Verwendungszweck, die kulturellen Sehgewohnheiten seiner Epoche und Gesellschaft ‒ kurz der Entstehungskontext eines jeden Fotos beeinflusst auf vielfältige Weise die Informationen, die es enthält oder eben nicht enthält.

Die Anlässe für die Herstellung eines Fotos dürften ebenso zahlreich und vielfältig sein wie die Beweggründe für das schriftliche Festhalten von Informationen. Für manche Anlässe haben sich regelrechte Gattungsbegriffe und eigene Forschungszweige herausgebildet ‒ wie beispielsweise die Kriegsfotografie, der Bildjournalismus, die soziale Fotografie oder die Arbeiterfotografie. Daneben besteht die Fotografie als Kunstform, wobei sich Fotos oftmals nicht trennscharf der einen oder anderen „Gattung“ zuordnen lassen.

Historische Entwicklung

Versuche, Bilder durch optisch-chemische Verfahren zu fixieren, gab es bereits im 18. Jahrhundert. Als erstes erfolgreich aufgenommenes und erhaltenes Foto der Welt gilt der „Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras“, den der Franzose Nicéphore Niépce 1826 auf einer asphaltbeschichteten Zinnplatte festhielt ‒ mit einer Belichtungszeit von acht Stunden.

Niépce entwickelte seine Erfindung weiter, doch es war sein Partner Louis Daguerre, dem es schließlich gelang, die Belichtungszeit auf wenige Minuten zu senken: Er verwendete eine mit Silberjodid beschichtete Kupferplatte und entwickelte das zunächst nicht sichtbare Bild mit Quecksilberdämpfen. Daguerres Erfolge wurden ab Januar 1839 bekannt. Seine Daguerreotypien waren Unikate, von denen keine Abzüge hergestellt werden konnten.

Zur gleichen Zeit hatte in England William Fox Talbot mit lichtempfindlichen Schichten auf Papier experimentiert. Eine erfolgreiche Kamera-Aufnahme gelang ihm erstmals 1835. Von dem entstandenen Papiernegativ stellte er per Abdruck ein Positiv her. Auch Talbot stand vor dem Problem langer Belichtungszeiten und geringer Schärfe. Obwohl er sein Verfahren noch nicht für ausgereift hielt, veröffentlichte er eine genaue Beschreibung bereits Anfang 1839, um Daguerre zuvorzukommen. Er nannte seine Aufnahmen photogenic drawings, in einer 1840 verbesserten Variante Kalotypie, auch der Begriff Talbotypie kam auf.

Talbots Verfahren hatte den Vorteil, dass sich von dem Negativ beliebig viele Positive herstellen ließen. Doch Daguerre erzielte eine deutlich bessere Bildqualität. Nachdem sein Verfahren am 19. August 1839 in Paris sehr medienwirksam der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, verbreitete es sich in Windeseile auf der ganzen Welt. Schon Anfang September 1839 erschien in Stuttgart bei Metzler eine deutsche Übersetzung seiner genauen Verfahrensbeschreibung, noch im gleichen Jahr folgten Ausgaben mehrerer anderer Verlage. Reisende Daguerreotypisten stellten die neue Technik vielerorts vor, so beispielsweise im Dezember 1839 in Heilbronn ein Mechanicus aus Paris namens Louis Schweig.

Im Jahr darauf gelang es, die Belichtungszeiten soweit zu reduzieren, dass Aufnahmen von Personen möglich wurden. Erste kommerzielle Fotoateliers entstanden. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Fotografie dank zahlreicher optischer, chemischer und mechanischer Innovationen rasch fort. Frederic Scott Archer verbesserte 1851 das Negativ-Positiv-Verfahren erheblich, indem er mit Kollodium überzogene Glasplatten als Schichtträger verwendete.

Archers „nasses Kollodiumverfahren“ war umständlich ‒ die Platten mussten in feuchtem Zustand belichtet und sofort entwickelt werden ‒, doch es verdrängte in Europa schon Ende der 1850er Jahre die Daguerreotypie. Der Umgang mit Glasplattennegativen vereinfachte sich dann erheblich gegen Ende der 1870er Jahre, als die von Richard Leach Maddox erfundene Gelatine-Trockenplatte marktreif wurde.

Glasplattennegative blieben bis in die 1950er Jahre hinein in Gebrauch. Doch insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich mehr und mehr der flexible Film auf Zellulosebasis durch. Der US-Amerikaner George Eastman hatte ihn in den 1880er Jahren erstmals auf den Markt gebracht. Rollfilm, in Kameras mit neuartigen Transportsystemen, ermöglichte wesentlich raschere Aufnahmesequenzen und damit unter anderem die Erfindung des Kinofilms in den 1890er Jahren.

Zahlreiche Innovationen gab es auch bei den Fotopapieren für die Positiv-Abzüge. Erheblich schärfere Bilder als die frühen Salzpapiere ermöglichten ab den 1850er Jahren Albuminpapiere. Barytpapiere verbreiteten sich ab den 1880er Jahren und waren bis in die 1970er Jahre das Standardpapier für Fotoabzüge. In den 1960er Jahren kamen Papiere mit Polyethylen-Überzug (PE-Papiere) auf den Markt, mit denen Abzüge wesentlich rascher und kostengünstiger hergestellt werden konnten.

Papierabzüge ermöglichten es, Fotos leicht greifbar zu betrachten und zu verbreiten. Für die Darstellung vor zahlreicherem Publikum aber war die Projektion das geeignetere Mittel. So entstanden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts verschiedene Verfahren zur Herstellung von Dias, zunächst auf Glasplatte, später auch auf Film.

Eine bedeutende Rolle spielten Dias in der Entwicklung der Farbfotografie,[3] für die im Negativ-Positiv-Verfahren lange keine befriedigende Lösung gefunden wurde. Bis ins 20. Jahrhundert wurden schwarz-weiß-Papierabzüge zuweilen in aufwändiger Handarbeit koloriert. Die erste Farbaufnahme präsentierte 1861 der Engländer James Clerk Maxwell, indem er vier Farbauszugsdias übereinander projizierte. Auch die so genannten Autochrome der Brüder Lumière waren Glasdias. Ihr 1907 veröffentlichtes Verfahren war die früheste kommerziell nutzbare Technik für Farbaufnahmen.

Nahezu einzigartige Farbenphotos nach Lumière fertigte der Stuttgarter Fotograf Hans Hildenbrand (1870‒1957) vom Ersten Weltkrieg an. Hildenbrand war einer der Pioniere der Farbfotografie in Deutschland. Sein Firmenarchiv ging 1944 bei einem Bombenangriff auf Stuttgart unter, doch sind zahlreiche seiner Aufnahmen als Ansichtskarten und in Büchern erhalten und gehören vielerorts zu den frühesten farbfotografischen Quellen.[4]

Die Farbfotografie blieb lange ein vergleichsweise umständliches und teures Verfahren, auch noch, als Mitte der 1930er Jahre erste Kleinbild-Farbdia-Filme auf den Markt kamen. Entsprechend selten sind Farbfotos vor der Mitte des 20. Jahrhunderts überliefert. Erst ab den 1960er Jahren nahm die Farbfotografie deutlich zu. Jetzt waren auch Farbnegativ-Filme und Farbabzüge im Handel, doch Farbdia-Filme blieben weiterhin sehr beliebt.

In der jüngsten Vergangenheit hat die digitale Technik die Fotografie revolutioniert. Ab den späten 1980er Jahren verbreiteten sich zunehmend digitale Kameras, Computer und elektronische Speichermedien. An die Stelle von Filmen, Papieren und hauchdünnen Chemikalien-Schichten traten Elektroniksensoren, Pixel und Dateien. Das Ergebnis einer analogen Aufnahme blieb dem Fotografen bis zum Ende eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses verborgen. Heute können digitale Fotos bereits unmittelbar nach der Aufnahme, noch in der Kamera, betrachtet und bearbeitet werden. Waren früher für Entwicklung und Retusche Kenntnisse in Chemie, Laborpraxis und eine künstlerisch geübte Hand notwendig, sind es heute Anwenderkenntnisse in Bildbearbeitungssoftware.

Die hier genannten fotografischen Verfahren und Jahreszahlen sind nur einige der zahlreichen Meilensteine in der Entwicklung der Fotografie. Viele weitere, die unerwähnt bleiben müssen, können ausführlicheren Darstellungen entnommen werden.[5]

Die historische Entwicklung der Fotografie hat neben der technischen auch eine soziokulturelle Dimension.[6] Wie wurden Bilder verbreitet und rezipiert, wer konnte sich das Fotografieren überhaupt leisten, aus welchen Anlässen und für welche Zwecke wurde fotografiert?

Die fotografische Praxis blieb lange Zeit eine Sache von Berufsfotografen und finanziell nicht unbemittelten Amateuren, trotz sinkender Preise und handlicher werdender Kameras. Bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg besaß nur eine Minderheit der Bevölkerung einen Fotoapparat. Der Besitz von Fotos hingegen war da in allen Bevölkerungsschichten längst üblich. Allerdings hatte der Prozess hin zum Foto als „Allerweltsgegenstand“ (Jäger) über ein Jahrhundert gedauert. Eine allgemeine Vertrautheit mit fotografischen Bildern wiederum kann auf noch früher datiert werden, denn über Ausstellungen, öffentliche Vorführungen, Bücher, Postkarten, Reklamebilder etc. war die Fotografie bereits Ende des 19. Jahrhunderts im Alltag der Menschen sehr präsent.

Ein wichtiges Medium zur Verbreitung der Fotografie war von Anfang an die Presse. Der Beginn des eigentlichen Fotojournalismus wird ins ausgehende 19. Jahrhundert datiert.[7] Ende der 1920er Jahre entstand mit der Bildreportage eine journalistische Form, die vorwiegend in Bildern und nur spärlich in Texten erzählt.[8] Seit den 1990er Jahren schließlich haben Digitalfotografie und Internet die Herstellung, Verbreitung und Rezeption von Fotos in völlig neue Dimensionen geführt. Seitdem Kameras in Mobiltelefone und tragbare Computer integriert sind, kann quasi jeder zu jedem Zeitpunkt fotografieren und das Ergebnis noch im gleichen Augenblick veröffentlichen.

Aufbau und Inhalt

Der US-amerikanische Fotograf Robert Frank (*1924) wird gerne mit dem Satz „Heute kann man alles fotografieren“ zitiert. Tatsächlich würde eine Aufzählung fotografischer Inhalte jede Quellenkunde sprengen. Eher lässt sich benennen, was bis zu gewissen Zeitpunkten nicht oder nur auf bestimmte Weise fotografiert werden konnte oder wurde. Porträtfotos beispielsweise wurden zwar 1840/41 möglich. Belichtungszeiten von noch immer mehreren Sekunden zwangen die Personen aber zu längerem Stillhalten, so dass die Abgebildeten oft unnatürlich steif wirken. Erst ab den 1870er Jahren ermöglichten Kameratechnik und lichtempfindliche Schichten das Aufnehmen von Schnappschüssen.

Im Ersten Weltkrieg hinderten schon allein Größe und Gewicht ihrer Kameras die Fotografen daran, unmittelbar in einer Kampfhandlung Bilder aufzunehmen. Und sie hätten damit die Soldaten vom Schießen abgehalten. Dokumentiert wurden andere Situationen: vor und nach den Kampfhandlungen, im Schützengraben, militärische Ausbildung und Übungen etc. [9]

Bei der Kriegsfotografie begrenzt auch die Zensur die Bildmotive, zumindest deren Veröffentlichung. Das gilt darüber hinaus mehr oder weniger für alle Arten publizierter Bilder. Auch schränken gesellschaftliche Tabus das jeweils Zeigbare ein. Das bedeutet allerdings nicht, dass das „Nicht-Zeigbare“ nicht doch fotografiert wurde, wie mancher Fotografennachlass enthüllt.

Zugleich wurden und werden gesellschaftliche Konventionen von Fotografen immer wieder durchbrochen. Der Pressefotograf Erich Salomon (1886‒1944) zum Beispiel ersann zahlreiche Tricks, um möglichst unauffällig oder gar unentdeckt zu fotografieren. Als einer der ersten suchte er den Blick hinter die Kulissen politischer und gesellschaftlicher Ereignisse und des Lebens von Prominenten. Seine Aufnahmen gelten als richtungsweisend für den Fotojournalismus.[10] Salomon konnte seine Art zu Fotografieren auch deshalb entwickeln, weil Mitte der 1920er Jahre zwei lichtstarke, schnelle und handliche Kameras auf den Markt gekommen waren: Erst mit der Ermanox und der Leica konnten Fotos bei schwachen Lichtverhältnissen und in Innenräumen ohne Stativ und Blitzlicht gelingen.

Ein Foto ist oft in mehreren Formen vorhanden: als Negativ, als Abzug (einer oder mehrere), gegebenenfalls als publizierte Abbildung. Was davon das Original ist, lässt sich nicht immer eindeutig sagen. Das Negativ ist zwar in der Regel die älteste Form, doch bei der Herstellung von Abzügen hat der Fotograf viele Möglichkeiten, das Bild zu beeinflussen: durch Betonen oder Abschwächen von Kontrasten, durch die Wahl eines Ausschnittes, durch Retuschieren bestimmter Partien etc., bis hin zu Fotomontagen und bewussten Verfälschungen. Vielen Berufsfotografen, und besonders in der Fotografie als Kunstform, gilt nicht das Negativ als das „Original“, sondern der vom Urheber selbst hergestellte Abzug („Vintage Print“).

Idealerweise sind Fotos mit Angaben zum Motiv, zu Datum und Ort der Aufnahme sowie zum Urheber überliefert. Die Beschriftung kann sich auf dem Foto selbst (bei Abzügen oft auf der Rückseite), auf seiner Verpackung oder Rahmung, in separaten Aufstellungen (Listen, Tabellen, Karteikarten) oder unter einer veröffentlichten Fassung befinden. Bei einem digitalen Foto kann die Datei zahlreiche technische und inhaltliche Informationen enthalten, darunter Aufnahmezeitpunkt und ort, wenn Kamera- und Bearbeitungssoftware entsprechend eingestellt waren (EXIF- und IPTC-Daten).

Häufig aber fehlen einzelne oder gar alle dieser Angaben, teils, weil sie gar nicht erst notiert wurden, teils, weil sie durch unsachgemäßen Umgang verloren gegangen sind. Doch ohne Kontextinformationen sind Bildinhalte meist wenig aussagekräftig. Eindrücklich illustriert dies zum Beispiel Helmut Lethen mit dem Titelbild zu seiner Publikation „Der Schatten des Fotografen“: vordergründig nahezu idyllisch, lässt erst die rückseitige Beschriftung die abgrundtiefe Notlage der abgebildeten Person erkennen.[11]

Überlieferungslage und vorarchivische/archivische Bearbeitungsschritte

Viele Archive haben in ihren Beständen eine Bildsammlung, in der Fotos (und z.T. andere Arten von Bildern) unterschiedlicher Herkunft nach Sachthemen und Schlagworten sowie Personennamen geordnet sind. Kommt eine größere Anzahl Bilder mit gemeinsamer Herkunft ins Archiv, bleibt sie allerdings oftmals zusammen und wird als eigener Bestand oder Teilbestand in die Archivsystematik eingeordnet.

So können beispielsweise Nachlässe von Personen oder der Bestand eines Firmen- oder Vereinsarchivs regelrechte eigene Fotosammlungen enthalten. Besonders gilt dies natürlich für private oder geschäftliche Nachlässe von Fotografen. Einer der größten im Südwesten ist der Nachlass des Freiburger Fotografen Willy Pragher (1908‒1992) im Staatsarchiv Freiburg mit einigen hunderttausend Aufnahmen.[12] Fotosammlungen, die von Behörden oder anderen öffentlichen Stellen aufgebaut wurden, bleiben nach ihrer Übernahme ins Archiv in der Regel ebenfalls als eigene Einheit erhalten, wie zum Beispiel die Bilddokumentation des Staatsministeriums 1965‒1989 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Bestand EA 1/109.

Vielfach sind Fotos auch im Zusammenhang mit anderen Dokumenten überliefert, etwa in Akten: Prozessakten enthalten Beweisfotos, personenbezogene Akten Passbilder, Bauakten Gebäudeaufnahmen, etc. Für Archivnutzer sind die verschiedenen Zusammenhänge, in denen Fotos überliefert sind, nicht immer leicht zu überblicken. Ein bestandsübergreifendes thematisches Inventar, wie vom Landesarchiv Baden-Württemberg angeboten,[14] erleichtert den Einstieg in die Recherche.

Die Erschließung fotografischer Quellen ist sehr heterogen und stellt die Archive teils vor enorme Herausforderungen. Mit Abbildung im Internet präsentiert werden können nur solche Fotos, für die ein entsprechendes Nutzungsrecht vorliegt oder an denen kein Urheberrecht mehr besteht. Doch häufig lassen sich bei der Übernahme von Fotos ins Archiv Rechte nicht mehr klären, oder die Information zum Urheber fehlt gleich ganz. Recherchen zum Urheber und zur Rechtslage eines Bildes, wie auch nach fehlenden Informationen zu Bildinhalten und Datierungen können sehr zeitintensiv sein. Für größere Mengen an Fotos ist dies meist nicht zu leisten. Dann müssen sich die Archivare damit begnügen, lediglich die mit den Bildern überlieferten Informationen zu erfassen.

Ein erster Arbeitsschritt nach der Übernahme von Fotos ins Archiv ist die Sichtung, oft kombiniert mit einer Bewertung und Auswahl. Liegen Fotos in mehreren Formen vor (z.B. Negativ und Abzug), entscheidet sich ein Archiv manchmal, nur eine davon aufzubewahren. Wegen der in Abschnitt „Aufbau und Inhalt“ geschilderten möglichen Unterschiede zwischen den verschiedenen Formen ist das aber oft keine problemlose Entscheidung.

Analoge Fotos müssen meist gereinigt und in geeignete Schutzhüllen verpackt werden, dabei wird darauf geachtet, dass keine Information auf einer alten Verpackung verloren geht. Ordnungszusammenhänge, so vorhanden, werden geprüft. Oft erweist es sich als sinnvoll, diese bestehen zu lassen. Ansonsten sollte in der Beschreibung oder Dokumentation ein Hinweis notiert werden, wie der Ordnungszustand bei Ankunft im Archiv war. Ebenfalls sollten Vermerke gesichert werden, die auf Beziehungen der Fotos untereinander hinweisen, z.B. von welchem Negativ ein Abzug abstammt.

Analoge Fotos sind empfindliche Archivalien und selbst unter idealen Lagerungsbedingungen nur begrenzte Zeit haltbar, wobei hier deutliche Unterschiede je nach Materialart sowie Herstellungs- und früheren Aufbewahrungsbedingungen bestehen. Farbabzüge auf PE-Papier, die im Bilderrahmen normalem Zimmerlicht ausgesetzt sind, weisen schon nach wenigen Jahren deutliche Farbstiche auf. Doch auch im Dunkeln aufbewahrte Farbfotos, ob Abzüge, Negative oder Dias, sind nach wenigen Jahrzehnten farbstichig und verblassen.

Bei schwarz-weiß-Fotos laufen die Zerfallsprozesse in der Regel zwar langsamer ab, und mit fotogerechten Lagerungsbedingungen lassen sich diese eine gute Weile hinauszögern. Doch generell müssen Archive Maßnahmen ergreifen, um die Bildinhalte langfristig zu sichern. Dies geschieht einerseits durch Umkopieren auf möglichst beständige Trägermaterialien, andererseits durch Digitalisierung. Als Negativ überlieferte Aufnahmen werden dabei meist in ein Positiv umgewandelt und gelangen später in dieser Form in die Nutzung.

Ob Digitalisate eine langfristige Sicherung darstellen, ist in der archivischen Fachwelt zwar umstritten. Auf jeden Fall schützen sie die empfindlichen analogen Fotos vor häufiger Benutzung und vereinfachen die Sichtung und Verwendung erheblich. Viele Archive bemühen sich daher um eine Digitalisierung ihrer analogen Fotobestände und lassen anschließend nur noch die Nutzung der Digitalisate zu.

Zunehmend übernehmen Archive auch Fotos, die bereits digital entstanden sind. Ihre Einordnung in die Archivbestände erfolgt meist nach den gleichen Kriterien wie für analoge Fotos. Geprüft wird ferner, ob das Dateiformat für die Langzeitarchivierung geeignet ist. Falls nicht, wird die Bilddatei in ein geeignetes Format (zumeist TIFF) konvertiert. Für die Nutzung werden die Fotos meist als rascher zu verarbeitende JPEG-Dateien zur Verfügung gestellt.

In südwestdeutschen Archiven dürften Fotos aus ziemlich allen fotografischen Verfahren seit 1839 überliefert sein, wobei Aufnahmen aus den 1840er Jahren Seltenheitswert haben. Vielerorts setzt die fotografische Überlieferung in den 1850er oder 1860er Jahren ein. Ein bedeutender Bestand mit frühen Aufnahmen ist die Fotosammlung der Großherzoge von Baden im Generallandesarchiv Karlsruhe.[15] Das Stadtarchiv Reutlingen besitzt mit etwa einer Million Einzelbilder eine der umfangreichsten kommunalen Fotosammlungen Deutschlands.

Bedeutende Überlieferungen fotografischer Quellen gibt es auch außerhalb der Archive: in Museen und Privatsammlungen, bei Zeitungsverlagen und Bildagenturen. Beispielsweise bewahrt das Haus der Geschichte Baden-Württemberg rund 370.000 Glasplattennegative des ehemaligen Postkartenverlags Gebrüder Metz auf.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Mit der Fotografie lässt sich alles beweisen, auch das Gegenteil.“ Dieser Satz des STERN-Journalisten Heinrich Jaenecke[16] lässt sich als Warnung davor lesen, Fotos einfach als Fenster in die Vergangenheit aufzufassen. Wie Textquellen müssen auch Fotos stets mit einem quellenkritischen Blick bedacht werden: Stimmt die angegebene Datierung? Ist die vorhandene Bildbeschreibung plausibel? Fehlen Informationen und lassen sie sich ergänzen? Ist das Foto überhaupt echt, oder könnte es manipuliert worden sein?

Wichtige Anhaltspunkte für eine Einschätzung enthält meist schon der Bildinhalt. Kleidung, Frisuren, Automodelle, Mobiliar, etc.: alles, was modischen Entwicklungen unterliegt, hilft bei der ungefähren zeitlichen und örtlichen Einordnung. Das gleiche gilt für Gebäude, besonders wenn bekannt ist, wann sie erbaut oder erkennbar umgebaut wurden. Die Liste ließe sich natürlich noch lange fortschreiben.

Neben inhaltlichen Merkmalen weisen Material und Verfahren auf den Entstehungszeitpunkt von Fotos hin. Zum Beispiel kann ein Kleinbild-Farbdia frühestens 1936 aufgenommen worden sein, als dieses Material in den Handel kam. Insbesondere bei Farbfilmen lässt sich der Entstehungszeitraum eines undatierten Fotos gut eingrenzen, weil viele davon nur wenige Jahre auf dem Markt waren. Weil Filme und Fotopapiere möglichst frisch verarbeitet werden sollten, ist in der Regel nicht damit zu rechnen, dass das Material lange auf Vorrat gelagert hatte.

Auf Negativ- und Diafilmen ist außerhalb des Bildfelds meist der Name des Herstellers und der genaue Filmtyp angegeben. Planfilme werden anhand ihrer Kerben identifiziert. Auf der Rückseite von Fotoabzügen steht mitunter die Papierart. Papiere waren allerdings meist über längere Zeiträume im Handel. Zudem muss bei Abzügen berücksichtigt werden, dass sie auch in größerem zeitlichem Abstand zum Negativ entstanden sein können.

Zur Quellenkritik gehört auch, sich über die Entstehung und Verwendung eines Fotos Gedanken zu machen. Wer hat fotografiert und zu welchem Zweck? Wie und wofür wurde das Bild anschließend verwendet? Ganz und gar „objektive“ Aufnahmen gibt es kaum. Die meisten Fotos entstehen in einer bestimmten Absicht ‒ und sei es nur, dass das Abgebildete als besonders schön oder hässlich, besonders lustig oder tragisch, besonders erinnernswert etc. empfunden und dementsprechend fotografiert wurde.

Bei der Verwendung gerät auch die Bildbeschreibung mit in den Blick. Stammt sie vom Fotografen oder einer der abgebildeten Personen selbst? Ist sie zeitgenössisch? Oder viel später verfasst? Woher hatte ein späterer Verfasser die Informationen und wie vertrauenswürdig ist er? Bezieht sich die Beschreibung wirklich auf dieses Bild, oder besteht die Möglichkeit einer Verwechslung? Sind mehrere Beschriftungen zu einem Bild überliefert? Sind diese untereinander widersprüchlich, welche hat dann die höhere Glaubwürdigkeit?

Wie wichtig ein sorgfältiger Blick auf die vorgefundene Bildbeschreibung ist, zeigt sich am Beispiel der so genannten ersten Wehrmachtsausstellung (1995‒1999). Einige ungeprüft übernommene Bildbeschreibungen erwiesen sich als falsch. Die Fotos zeigten ganz andere Situationen, die zum Teil nichts mit der Wehrmacht zu tun hatten. Zwar waren nur ganz wenige der insgesamt über 1.400 Fotos betroffen. Doch dies beschädigte stark die Glaubwürdigkeit der gesamten Ausstellung, über deren Kernaussage sowieso schon heftig gestritten wurde.

Fotos werden gerne zum Illustrieren von Texten verwendet und dienen oft als „Beweis“ für einen bestimmten Sachverhalt. Doch ihr Potential als historische Quelle ist weitaus größer. Für ihre Auswertung gibt es vielfältige methodische und erkenntnistheoretische Zugänge. In seiner grundlegenden Einführung zu „Fotografie und Geschichte“ bündelt Jens Jäger sie in drei „Modellgruppen“:[17]

1.) „Realienkundliche“ Ansätze, die sich auf den Bildinhalt konzentrieren. Hierdurch lassen sich Informationen zur materiellen Kultur und in Grenzen auch zu sozialen Zuständen und sozialgeschichtlichen Entwicklungen gewinnen.
2.) „Ikonographisch-ikonologische“ Ansätze, die die Bedeutungen des Bildinhalts analysieren. Hier wird danach gefragt, wie etwas dargestellt ist und warum. Die Herstellung, die zeitgenössische Erwartungshaltung und die Rezeption geraten mit in den Blick. Analysiert werden sowohl einzelne Fotos als auch Serien. Insbesondere serielle Auswertungen liefern gute Grundlagen für Fragen zu Mentalitäten und kollektiven Wahrnehmungen.[18]
3.) „Kulturgeschichtliche“ Ansätze, die Fotografieren und das Verwenden von Fotos als soziale, kulturell bestimmte Praxis auffassen, als Form der Kommunikation. Sie fragen nach dem Wie und Was der visuellen Kommunikation, den Zuschreibungen, Deutungen und Wirkungen von Fotos in der jeweiligen Gesellschaft, auch im Verhältnis mit anderen Medien, und auch nach den menschlichen Akteuren. Ein umfassender Ansatz dieser Art ist das Konzept der „Visual History“.[19]

Diese Modellgruppen sind nicht als geschlossene methodische Systeme zu verstehen. Die gegenwärtige historische Bildforschung kombiniert vielmehr flexibel verschiedene Ansätze hieraus. Eine Beschäftigung mit ihren Fragestellungen ist überaus lohnenswert und eröffnet zahlreiche neue Perspektiven für die Auswertung der Quellengattung Foto.

Hinweise zur Benutzung

Analoge Fotos sind sehr empfindlich gegenüber Staub und Fingerabdrücken. Sie müssen daher vorsichtig benutzt und dürfen niemals ohne Handschuhe berührt werden. Viele Archive bieten inzwischen Teile ihrer Fotobestände in digitalisierter Form zur Benutzung an. Das erleichtert eine Recherche nach Motiven enorm. Nur für eine intensivere Quellenkritik muss dann gegebenenfalls das Original aus dem Magazin geholt werden.

Frei zugänglich im Internet steht allerdings nur ein kleiner Teil der Fotobestände. Der weitaus größere Teil wird nur im Lesesaal vor Ort zur Verfügung gestellt, sei es digital oder analog. Welche Art der Zugänglichkeit angeboten werden kann, hängt von archivrechtlichen Bestimmungen ab und oftmals auch vom Urheberrecht.

Das Urheberrecht und damit die Nutzungsrechte an einem Foto erlöschen in der Regel 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen. Das bedeutet, dass derzeit noch sämtliche Fotos aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts dem Urheberrecht unterliegen. Auch auf eine Vielzahl älterer Fotos trifft dies noch zu.

In diesen Fällen richten sich die Nutzungsmöglichkeiten danach, welche Vereinbarung das Archiv mit dem Urheber oder dem Inhaber der Nutzungsrechte treffen konnte. In der Regel dürfen diese Fotos zwar im Lesesaal angesehen werden. Sollen sie aber darüber hinaus verwendet werden, zum Beispiel für eine Veröffentlichung, muss das der Inhaber der Nutzungsrechte eigens genehmigen.

Bei einer Veröffentlichung ist außerdem darauf zu achten, ob noch lebende Personen abgebildet sind und ob von diesen eine Zustimmung erforderlich ist. Das ist mit Sicherheit der Fall, wenn die Person im Bildmotiv eine wichtige Rolle spielt und sie nicht als „Person der Zeitgeschichte“ einzustufen ist.

Fotos sind spätestens ab den 1920er Jahren Massenware in Archiven. Eine umfassende Verzeichnung jedes Einzelbilds ist daher nur in besonderen Fällen möglich. Meist ist nicht mehr zu leisten als eine oberflächliche Prüfung der mitgelieferten Informationen und eine knappe Beschreibung, oft summarisch für mehrere Bilder. Bei einer Recherche sollte daher nicht nur über einen allgemeinen Suchschlitz nach Stichworten gesucht werden, sondern auch nach den üblichen Recherchestrategien zu archivalischen Quellen. Bei der Benutzung von Fotos gilt es, die vorgefundenen Informationen aufmerksam und kritisch zu betrachten.

Forschungsgeschichte

Lange Zeit konzentrierte sich die historische Forschung zur Fotografie vor allem auf Fragen zur zuverlässigen Identifizierung und Datierung von Bildinhalten, zu ihrer technischen Entwicklung und auf die Biographien ihrer Protagonisten. Erst in den 1980er Jahren befassten sich erste spezifische Arbeiten mit Fotografien als historischen Quellen. Zur gleichen Zeit griffen Historiker Impulse vor allem aus der Kunstgeschichte auf und begannen, eigene Zugänge und Methoden zur Quellengattung Bild insgesamt zu schaffen.

In den 1990er Jahren verstärkte sich das Interesse der Geschichtswissenschaft an Bildquellen, auch weil sozial-, alltags- und kulturgeschichtliche Forschungen zunahmen. Gleichzeitig erweiterten sich die methodischen Ansätze zur Analyse von Bildern in den Geistes- und Kulturwissenschaften allgemein. Disziplinenübergreifend wurden semiotische und wahrnehmungstheoretische Fragestellungen aufgegriffen. Nicht mehr allein die Inhalte von Bildern, sondern ihre zeitgenössische Verwendung, Wahrnehmung und Wirkungen gerieten in den Blick. Allgemein wird von einem „Visual Turn“ (auch „Iconic Turn“, „Pictorial Turn“) in den Kulturwissenschaften gesprochen.

Der Deutsche Historikertag widmete diesen Entwicklungen 2006 sein Leitthema, unter dem Titel „GeschichtsBilder“. Der damalige Diskussionsstand kann in dem Sammelband „Bilder als historische Quellen? Dimension der Debatten um historische Bildforschung“ nachvollzogen werden.[20] Einen Überblick gibt auch Jens Jäger in seiner Einführung,[21] er stellt zudem auch Entwicklungen einzelner Forschungsstränge wie zur Kriegsfotografie oder zur Pressefotografie vor, auf die hier nicht näher eingegangen werden kann.

Mit welcher Dynamik sich das Forschungsfeld seither weiterentwickelt hat, kann in zwei online verfügbaren Überblicksartikeln von Gerhard Paul nachgelesen werden.[22] Rasche Orientierung über aktuelle Debatten, Projekte und Publikationen bietet die Kommunikations- und Informationsplattform www.visual-history.de.

Bilder gelten heute nicht mehr nur als „Dokumente einer zu rekonstruierenden Vergangenheit“ (Halder).[23] Vielmehr erfragt die Forschung inzwischen auch, ob und wie Bilder selbst die Geschichte mitformen und erzeugen. Bilder werden als soziale, kulturell bestimmte Praxis und Form der Kommunikation verstanden. Daher interessiert auch, mit welcher Absicht sie produziert, wie sie rezipiert und verwendet werden sowie welche Wirkungen sie auf einzelne Menschen oder Gruppen entfalten. Die methodischen Herangehensweisen sind dabei vielfältig und kombinieren transdisziplinär Ansätze verschiedener Kulturwissenschaften.

Die historische Forschung speziell zu Fotografien folgt im Wesentlichen diesen Verlaufslinien des Umgangs mit Bildquellen allgemein. Eine „rein fotografie-zentrierte Methodik identifizieren zu wollen“ bewertet Jäger als „wenig erfolgversprechend“.[24] Dennoch dürfen die spezifischen Eigenheiten von Fotos bei Analysen nicht außer Acht bleiben. Mehr als alle anderen Arten von (stehenden) Bildern scheinen Fotos einen „direkten Zugang zu einer vergangenen Realität [...] zu gewähren“, obwohl auch sie stets einen subjektiven Eindruck wiedergeben.[25]

Das bedeutet nicht nur, dass dies die analytische Auswertung von Fotos besonders erschwert, wie Jäger betont. Gerade der (von Roland Barthes so benannte) „Realitätseffekt“ von Fotos ist es doch vielmehr, der die enorme quantitative Zunahme von Bildern, ihren enormen Bedeutungszuwachs in der sozialen und kulturellen Kommunikation während der letzten rund 180 Jahre entscheidend verantwortet. Die Erfindung der Fotografie wird deswegen von einigen als epochale Zäsur und „Beginn eines neuen visuellen Zeitalters“ gewertet.[26]

Anmerkungen

[1] So der Kunstwissenschaftler Schorn, Nachrichten, hier S. 62 u. 64, am 21. Februar 1839.
[2] Die Theoriediskussion über die Fotografie ist in ihren zentralen Texten greifbar über zwei Anthologien: Texte zur Theorie der Fotografie; Theorie der Fotografie.
[3] Zur Farbfotografie siehe insbesondere Koshofer, Farbfotografie.
[4] Walther, Farbe. Ders., Der Erste Weltkrieg.
[5] Zum Beispiel von Dewitz/Kempe, Daguerreotypien, sowie: Verfahren der Fotografie.
[6] Einen Überblick über die vielschichtigen Aspekte der historischen Entwicklung der Fotografie bei Jäger, Fotografie, S. 46‒73.
[7] Ebd., S. 122.
[8] Paul, Zeitalter, S. 138‒144.
[9] Arendes, Wirklichkeitsbilder?, S. 37. Für den Hinweis auf diese Publikation danke ich Herrn Wolfgang Mährle, Hauptstaatsarchiv Stuttgart.
[10] Brückle, Salomon.
[11] Vowinckel, Rezension von: Lethen, Schatten.
[12] StAF W 134.
[14] Sachthematisches Inventar: Fotografien.
[15] GLAK 69 Baden Sammlung 1995 F I.
[16] Zitiert nach: Blecher, Fotojournalismus, S. 44.
[17] Jäger, Fotografie, S. 78f., S. 83‒103.
[18] Wohlfeil, Bild; Sauer, Fotografie; Pandel, Bildinterpretation.
[19] Visual History. Paul, Zeitalter.
[20] Schwanzar, Rezension von: Jäger/Knauer, Bilder.
[21] Jäger, Fotografie, S. 43‒45; S. 91‒103.
[22] Paul, Visual History; Ders., Feuerbach.
[23] Halder, Rezension von: Bilder in historischen Diskursen.
[24] Jäger, Fotografie, S. 99f.
[25] Ebd., S. 14.
[26] Paul, Zeitalter, S. 12.

Literatur

  • Arendes, Cord, Wirklichkeitsbilder? Fotografie und die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg, in: Der Erste Weltkrieg und die Folgen, hg. von Óscar Loureda, Heidelberg 2016, S. 25‒46.
  • Blecher, Helmut, Fotojournalismus (Rotbuch 3000), Hamburg 2001.
  • Bilder in historischen Diskursen, hg. von Franz X. Eder/Oliver Kühschelm/Christina Linsboth, Wiesbaden 2014. Rezension: Lucia Halder, in: H-Soz-Kult [21.11.2014], http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-23075 (31.01.2018).
  • Brückle, Wolfgang, Salomon, Erich Franz Emil, in: NDB 22 (2005), S. 391‒392, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118605143.html (31.01.2018).
  • Daguerre, Louis Jacques Mandé, Das Daguerreotyp und das Diorama, oder genaue und authentische Beschreibung meines Verfahrens und meiner Apparate zu Fixirung der Bilder der Camera obscura und der von mir bei dem Diorama angewendeten Art und Weise der Malerei und der Beleuchtung, Stuttgart 1839.
  • Dewitz, Bodo von/Kempe, Fritz, Daguerreotypien. Ambrotypien und Bilder anderer Verfahren aus der Frühzeit der Photographie (Dokumente der Photographie 2), Hamburg 1983.
  • Fotogeschichte. Beiträge zur Ästhetik und Geschichte der Fotografie, 1981ff.
  • Jäger, Jens/Knauer, Martin, Bilder als historische Quellen? Dimension der Debatten um historische Bildforschung, München 2009. Rezension: Fabian Schwanzar, in: H-Soz-Kult [11.06.2010], http://www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-12366 (31.01.2018).
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Eine ausführliche Bibliographie findet sich in der Einführung von Jäger, Fotografie; online außerdem über die Themen- und Stichwortsuche der Fachzeitschrift Fotogeschichte: http://www.fotogeschichte.info.

Zitierhinweis:  Miriam Eberlein, Fotografie, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: […], Stand: 08.02.2018.

 

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