„Fakten oder Fantasie? “ – Eine Ausstellung der Badischen Landesbibliothek

Gedruckte Karte zu den badischen Markgraftschaften
Die Badischen Markgrafschaften von Johann Morell und Daniel Beuch, um 1668, (Quelle: Landesarchiv GLAK Hfk Pläne Ha Nr. 17,2)

Mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert beginnt auch die Geschichte gedruckter Karten. Während jüngere gedruckte Karten häufig Standardisierungen aufweisen, waren die frühen Karten zumeist sehr heterogen. So wurden Landschaften häufig noch bildlich dargestellt. Berge und Gebirge gab man oft in Seitenansicht oder in Form von sogenannten Maulwurfshügeln wieder. Die Lagetreue und Genauigkeit der gedruckten Karten des 16. Jahrhunderts ließ natürlich größtenteils noch zu wünschen übrig. Erst mit der Einführung der sogenannten Triangulation, also der Dreiecksvermessung, nach 1600 wurden die Karten wesentlich präziser. Für den Betrachter scheinen Karten jedoch immer einen Ausblick auf fundierte Fakten zu liefern. Warum ist das so und wie objektiv sind Karten eigentlich wirklich? Mit diesen Fragen setzt sich die Ausstellung „Fakten oder Fantasie? Karten erzählen Geschichten!“ in der Badischen Landesbibliothek auseinander. Von Weltkarten über Karten zur biblischen Heilsgeschichte und Karten idealer Städte reicht das Spektrum der Ausstellungsstücke bis hin zu Karten aus Literatur, Fantasie und Politik vergangener Jahrhunderte. Neben der Ausstellung stellt die Badische Landesbibliothek auch einen virtuellen Katalog zur Verfügung.
Mehr zur Geschichte der Kartographie in Südwestdeutschland vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts können Sie zudem auf LEO BW im Themenmodul „Südwestdeutsche Archivalienkunde“ nachlesen. (JH)

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