Arboreten in Baden-Württemberg

Arboretum in Esslinen
Arboretum in Esslingen. Fotograf: Martin Hahn

Was ist eigentlich ein Arboretum? Der Begriff „Arboretum“ leitet sich vom lateinischen Wort Arbor (=Baum) ab und bezeichnet eine Sammlung von unterschiedlichen Baumarten. In Baden-Württemberg gibt es zahlreiche solcher Arboreten, in denen neben den heimischen Holzgewächsen auch exotische Arten – vor allem aus den gemäßigten Klimazonen der Erde – wachsen. Einträchtig nebeneinander gedeihen in einem Arboretum zum Beispiel der Berg-Ahorn unserer Schluchtwälder und der gewaltige Mammutbaum aus dem Osten Nordamerikas. Ein Arboretum bietet einen unschätzbaren Einblick in die voreiszeitliche Artenzusammensetzung unserer Wälder. Denn viele der Baum- und Straucharten, die wir heute als exotisch bezeichnen, waren früher bereits bei uns heimisch, so z.B. Douglasien, Mammutbäume, Zypressen, Magnolien, Ginkgo- und Tulpenbäume. Erst durch die Eiszeit kam es in den Kaltzeiten zu einem Verschwinden der Gehölze.
Die ersten Arboreten wurden im 16. und 17.Jahrhundert angelegt und dienten vor allem der Freude an bisher unbekannten Baum- und Pflanzenarten. Im 18.Jahrhundert wurde der Fokus angesichts der Holznot vermehrt auf die forst- und holzwirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten der fremden Baumarten gelegt. Heute dienen die Arboreten in erster Linie Lehr- und Studienzwecken. Neben den Botanischen Gärten mit Arboretum (z.B. in Stuttgart, Tübingen, Ulm) gibt es in mehreren Regionen von Baden-Württemberg auch eigenständige Arboreten, wie beispielsweise in Weinheim, Freiburg, auf der Insel Mainau oder auch in Esslingen, wo auch diese schöne Aufnahme entstanden ist und auf unserer Landeskunde-App geteilt wurde. (JH)

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