Oberwolfach 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.oberwolfach.de
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Einwohner: 2610
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 51.0
Max. Höhe ü. NN (m): 933.19
Min. Höhe ü. NN (m): 262.85
PLZ: 77709

An der Ostgrenze des Ortenaukreises gelegen, reicht die Gemeinde entlang der Wolfach und ihres Einzugsbereiches weit in den gebirgigen, tief zertalten ‚Kinzig-Wolfach Wald‘ des Mittleren Schwarzwaldes hinein. In dem Streusiedelgebiet finden sich Schwarzwaldhäuser meist weit voneinander entfernt in den engen Talläufen und nur die größeren Täler (Wolfach- oder Rankachtal) bieten Platz für Weiler oder Kleindörfer (z. B. Walke). Das dicht bewaldete Gneisgebiet durchziehen zahlreiche Quarzprophyrgänge, an die mannigfache Erzvorkommen gebunden sind. Im Mittelalter wurden hier Blei und Silber gewonnen, woran das aus dem 17. Jh. stammende Besucherbergwerk ‚Grube Wenzel‘ erinnert. Noch heute fördert die Grube Clara, das letzte aktive Bergwerk im Schwarzwald, am Oberlauf der Rankach Fluss- und Schwerspat (Baryt). Im äußersten Nordosten der Gemeinde, an den Ausläufern des Großen Hundskopf, werden mit 933 m über NN die größten Höhen erreicht, die zur Südgrenze an der Wolfach bis auf 263 m fallen. Dort erstreckt sich im Tal der Luftkurort, mit seinem Zentrum bei der katholischen Pfarrkirche, der nach Süden hin inzwischen baulichen Anschluss an die Nachbarstadt Wolfach gefunden hat. Mehrere Hotels, zahlreiche Pensionen und Ferienwohnungen prägen das Ortsbild. Insbesondere werden auf den Einzelhöfen Ferien auf dem Bauernhof angeboten. Zu den besonderen touristischen Attraktionen gehören neben der Grube Wenzel das überregional bekannte Mineralien- und Mathematikmuseum (MiIMa). Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das Mathematische Forschungsinstitut Oberwolfach im Ortsteil Walke, eine Tagungs- und Forschungseinrichtung zur Förderung des Meinungsaustausches auf dem Gebiet der Mathematik. Haupterschließungsachse ist die L 96 zwischen Wolfach und Bad Pippoldsau-Schappach, während Zugang zur Eisenbahn nur über den Bahnhof im benachbarten Wolfach besteht. 1806 fiel der fürstenbergische Ort an Baden und gehörte dort zum Bezirksamt bzw. (1939) Landkreis Wolfach. 1973 kam er zum Ortenaukreis.

Teilort

Wohnplatz

Die große Gemarkung dehnt sich über das von den Tälern der Wolfach - wenig oberhalb ihrer Mündung in die Kinzig bis unterhalb Schapbach - und ihrer Seitenbäche beherrschte Gebiet in den Gneisen des Mittleren Schwarzwaldes aus. Nur im Wolftal selbst ist eine Talsohle ausgebildet. Die nach Westen und Norden reich verzweigten Seitenbäche schneiden sich mit Kerbtälern in das dicht bewaldete Gebirge ein. Mit dem Regeleskopf und Reiherkopf im Westen greift die Gemarkung auf Zeugenberge über, die von der Buntsandsteindecke des Kniebisgebietes abgetrennt sind, während Schnurrhaspel, Kleiner Hundskopf und Gütschkopf als Auslieger mit ihr verbunden sind. In den Tälern reihen sich in weiten Abständen, aber bis fast zu den Quellbereichen hinauf, die bäuerlichen Einzelhöfe, meist vom Typ des Kinzigtäler Eindachhofes, teilweise auch mit Nebengebäuden. Häufigste Siedlungslage ist der untere Talhang. Im vorderen Wolftal ist die Besiedlung dichter. An den Einmündungen von Seitentälern entstanden Weiler und kleine Dörfer (Bei der Kirche, Walke). Hier setzt auch die moderne Wohnhausbebauung an, insbesondere auf dem breiten Boden des unteren Talabschnitts.

Wappen von Oberwolfach

In Silber (Weiß) ein aufgerichteter roter Wolf.

Beschreibung Wappen

Der in den Tälern der Wolfach und ihrer Seitenbäche gelegene Ort tritt 1275 erstmals urkundlich in Erscheinung. Seit dem 13. Jahrhundert übten die Fürstenberger die Herrschaft aus, bis Oberwolfach mit dem gesamten fürstenbergischen Oberamt Wolfach 1806 an Baden fiel. Schon das älteste, mit 1480 datierte Siegel „des Tals in der Wolfach" zeigt das „redende" Bild eines aufgerichteten Wolfes in einem Wappenschild. Dagegen ist der Wolf in den Typaren der Jahre 1647 und 1811 und in den folgenden Stempeln springend, das heißt mit etwas abwärts gebogenen Vorderläufen dargestellt. Bei der Neuzeichnung des Siegelbilds durch das Generallandesarchiv 1903 wurden Wappenfarben nicht festgelegt. Später kam eine Tingierung auf, die der heraldischen Farbregel nicht entsprach. Die heutige Farbgebung und die Wiedergabe des Wappentiers als aufgerichteter Wolf wurden 1956 festgelegt, die Flagge vom Innenministerium am 25. September 1962 verliehen.