Oberndorf am Neckar 

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Status: Stadt
Homepage: http://www.oberndorf-neckar.de
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Einwohner: 13691
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 245.0
Max. Höhe ü. NN (m): 699.87
Min. Höhe ü. NN (m): 440.94
PLZ: 78727

Das 55,93 qkm große Gebiet der im Landkreis Rottweil gelegenen Stadt erstreckt sich vorwiegend auf die Muschelkalk-Keuper-Hochfläche des Oberen Gäus, in die sich der Neckar etwa 200 m tief eingeschnitten hat. Über dessen Talsohle liegt die Kernstadt geschützt auf einer Kalktuffterrasse. Im Osten hat das Areal durch die Keuperschichtstufe des Kleinen Heubergs Anteil am Albvorland. Die Siedlungsfläche griff in der Nachkriegszeit auch auf das rechte Ufer des Neckars aus. Der Fluss markiert an der Grenze gegen Sulz auf rd. 440 m NN den tiefsten Punkt des Geländes, das im Westen bis auf zirka 699 m NN ansteigt. 1981 stellte man 10 ha des Bollerfels an der Brandhalde, drei Jahre später 4 ha an der Kälberheide und 1985 3,3 ha der Mittleren Bollerhalde unter Naturschutz. Der Landesentwicklungsplan verortet die Stadt im Ländlichen Raum. Waren Aistaig und Boll, die 1808 vom Rosenfelder zum Sulzer Oberamt wechselten, altwürttembergisch, fiel das vorderösterreichische Obervogteiamt Oberndorf mit Altoberndorf, Beffendorf, Bochingen und der Stadt 1805 an Württemberg. Die Orte wurden dem Oberamt Rottweil und 1810 dem neu gegründeten Oberamt Oberndorf zugeteilt wie auch Hochmössingen, das 1802/03 von Rottweil an Württemberg und 1808 an das Oberamt Rottweil gekommen war. Am 1. Oktober 1938 gelangten alle Gemeinden zum Landkreis Rottweil. Am 1. Januar 1975 schlossen sich Oberndorf, Altoberndorf, Beffendorf, Bochingen, Boll und Hochmössingen zur neuen Stadt zusammen, in die Aistaig eingemeindet wurde.

Der kastenförmig bis in den Unteren Muschelkalk eingetiefte Neckar bildet die Achse des Stadtgebiets, das sich auf der überwiegend von einer Lettenkeuperdecke überzogenen Hochfläche der Gäuplatten ausdehnt. Kurze steilwandige, zum Teil trockengefallene Kerbtäler führen von der flachwelligen Hochfläche in das Neckartal. Die scharf ausgebildeten Taloberkanten sind ebenso wie beim Neckar im widerstandsfähigen Hauptmuschelkalk angelegt. Im äußersten Оsten hat das Stadtgebiet mit dem Gipskeuper Anteil am Keuperbergvorland des Kleinen Heubergs.

Wappen von Oberndorf am Neckar

Unter goldenem (gelbem) Schildhaupt, worin ein liegender schwarzer Doppelhaken, schräglinks von Gold (Gelb) und Schwarz gerautet.

Beschreibung Wappen

Die Herzöge von Teck gründeten neben der älteren Siedlung Oberndorf um 1250 die Stadt. Das erste, in einem Abdruck von 1281 überlieferte Stadtsiegel zeigt zwei Haken, wohl aus dem Wappen der Hack von Oberndorf. Der Doppelhaken ist das Ortszeichen der Stadt und wurde bis ins 17. Jahrhundert, unter anderem auf Marksteinen angebracht. Der Rautenschild, das Wappen der Herzöge von Teck, erscheint in dem seit 1337 nachweisbaren Stadtsiegel und bildet fortan das Wappen der Stadt ungeachtet aller Wechsel der Herrschaft. Erst 1935 wurde der Doppelhaken im Schildhaupt dem Wappen hinzugefügt. Infolge der Vereinigung der Stadt mit sechs Nachbargemeinden am 1. Januar 1975 musste das Wappen erneut festgelegt werden. Es wurde zusammen mit der Flagge am 10. April 1979 vom Landratsamt Rottweil neu verliehen.