Albbruck 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.albbruck.de
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Einwohner: 7122
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 179.0
Max. Höhe ü. NN (m): 729.15
Min. Höhe ü. NN (m): 290.71
PLZ: 79774

Die Gemeinde liegt im Süden des Landkreises Waldshut am Hochrhein. Vom schmalen Hochrheingebiet greift sie mit ihren fünf zwischen 1971 und 1975 eingemeindeten Teilorten nach Nordwesten bzw. Norden auf die Vorwaldscholle des südlichen Hotzenwaldes (Naturraum ‚Hochschwarzwald‘) und etwa ab den Gemarkungen Buch und Etzwihl nach Osten mit deutlicher Stufe auf die Waldshuter Muschelkalkplatten des Alb-Wutach-Gebietes aus. Im Hotzenwald, im äußersten Norden wird mit 729 m über NN das Höhenmaximum erreicht, das zum Hochrhein auf rd. 300 m abfällt. Diesem Gefälle folgen tief eingeschnittene Schluchttäler, wie das Mühlbachtal ganz im Südwesten oder das Albtal, das im Nordwesten die Gemeindegrenze bildet. Neben einer felsigen Hangpartie des Albtals stehen weite Teile des Mühlbachtals unter Naturschutz. Südlich der bewaldeten Hangstufe zum Muschelkalk folgt der Hauptort den Hochrheintal. Westlich der Albmündung, wo seine stattliche Kirche ins Auge fällt, wuchs er seit den 1970er Jahren vor allem mit Wohnhäusern, während am östlichen Ende Gewerbeflächen hinzukamen. Nördlich der Eisenbahnlinie liegt um das moderne Rathaus (1973 erbaut und 1996 erweitert) und die ausgedehnten mit Einkaufsmöglichkeiten versehene Seniorenanlage seit 2000 die neue Ortsmitte. Bis 2011 prägte auf dem östlichen Albschwemmfächer die Papierfabrik den Ort, die mit dazu beitrug, der vorrangigen Wohngemeinde eine beachtliche Zahl an Arbeitsplätzen zu sichern. Die Hochrheinbahnlinie und die B34 erschließen den Hauptort, von dem auch aus ein Fußgängersteg über das seit 1933 arbeitende Laufwasserkraftwerk Albbruck-Dogern den Grenzverkehr mit der Schweiz ermöglicht. 1805 fiel der Ort an Baden und gehörte zum Ober- bzw. Bezirksamt und seit 1939 zum Landkreis Waldshut.

Das in Nord-Süd-Ausdehnung fast 10 km einnehmende Gemeindegebiet grenzt im Nordwesten und Westen an die Alb und im Süden an den Hochrhein, wo in der Flußmitte die deutschschweizerische Staatsgrenze verläuft. Es liegt damit auf der nach Süden abdachenden Hochfläche des sö Hotzenwaldes, die sich von über 730 m Null-Niveau im Nordzipfel der Gemarkung Unteralpfen bis auf rund 300 m Null-Niveau im Hochrheintal absenkt. Im höher gelegenen nördlich Gemeindegebiet besteht das an der Oberfläche anstehende Grundgebirge zwischen dem Alb- und Steinachtal aus Albtalgraniten, in die das Tal der Alb oberhalb von Tiefenstein kerbtal- und teils schluchtartig eingeschnitten ist. Die 600 m Null-Niveau überragenden Höhen zwischen den beiden Tälern tragen über dem Kristallin Deckgebirgsschichten des Buntsandsteins und nordöstlich Unteralpfen inselartig Unteren Muschelkalk. Am linksseitigen Hang des noch in den Albtalgranit eingetieften Kerbtals des Steinbachs sind die Deckgebirgsschichten des Oberen Buntsandsteins bis zum Hauptmuschelkalk aufgeschlossen. Muschelkalkschichten prägen dann auch weitgehend die mit Haufendörfern besiedelte, nach Süden flach abfallende Hochflächenlandschaft im südlichen Gemeindegebiet, wo der Grundgebirgsschild des Hotzenwaldes mit triadischem Deckgebirge verhüllt ist. Bis in Höhenlagen von über 500 m Null-Niveau finden sich dort Ablagerungen der auf den Hotzenwald vorstoßenden rißeiszeitlichen Alpenvorlandsvergletscherung. Der Grundgebirgs- und Trias-Untergrund aus Gneisanatexiten, Graniten und Buntsandstein tritt so auch nur dort stellenweise an die Oberfläche, wo er durch postglaziale Erosion freigelegt wurde. Am Süd-Fuß der zum Hochrhein abfallenden, eiszeitlich überformten Hotzenwaldhöhen liegen Niederterrassenschotter des Hochrheins bis etwa zur В 34. Die alluviale Talaue ist durch den vom Rhein abgezweigten Werkskanal des Kraftwerks Albbruck-Dogern stark umgestaltet.

Wappen von Albbruck

In Silber (Weiß) auf blauem Wellenschildfuß eine durchgehende, einbogige rote Steinbrücke, darauf zwei grüne Tannen.

Beschreibung Wappen

Das Wappen geht auf das Stabhalteramtssiegel der Kolonie Albbruck vom Ende des 19. Jahrhunderts zurück, das als Siegelbild eine Gebirgslandschaft mit Brücke und Fluss zeigt. Am 2. November 1956 verlieh das Innenministerium der Gemeinde das nach diesem Vorbild entworfene Wappen und eine Flagge in den Farben Rot-Weiß. Es handelt sich um ein historisch begründetes, „redendes" Wappen. Der Wellenschildfuß versinnbildlicht die Alb, an deren Mündung in den Hochrhein Albbruck liegt. Die Tannen stehen für die Grafschaft Hauenstein, zu der alle Teilgemeinden außer Unteralpfen gehörten und die in ihrem Siegel eine bewurzelte Tanne führte. Nach der Vereinigung von Albbruck mit Birkingen, Buch und Unteralpfen am 1. Januar 1975 sollten dieses Wappen und die Flagge auf Beschluss der Gemeinde hin beibehalten werden. Die Neuverleihung erfolgte am 13. Mai 1977 durch das Landratsamt Waldshut.