Burladingen 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.burladingen.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Burladingen
Einwohner: 12151
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 99.0
Max. Höhe ü. NN (m): 933.71
Min. Höhe ü. NN (m): 611.26
PLZ: 72393
Gemeindenamen und Gemeindebildung: Mit Wirkung vom 1.7. 1978 zur Stadt erhoben.

Die Stadt Burladingen liegt im Nordosten des Zollernalbkreises und grenzt im Norden an den Landkreis Reutlingen, im Südosten an den Landkreis Sigmaringen. Das Stadtgebiet liegt im Übergangsbereich von der mittleren zur westlichen Alb. Naturräumlich gehört das Stadtgebiet überwiegend zur Kuppenalb; lediglich im Westen hat es noch einen kleinen Anteil am Südwestlichen Albvorland. Der höchste Punkt liegt auf 933 m im Westen, der tiefste Punkt auf 611 m. Die Gemarkungsfläche hat Anteil an den Naturschutzgebieten Bei der Mühle, Kornbühl, Nähberg, Oberberg-Köpfle, Scharlenbachtal-Hofwald und Wacholderbusch. Burladingen, Gauselfingen und Hörschwag kamen 1849 nach der Inbesitznahme durch Preußen zum Hohenzollerischen Oberamt Hechingen, das bis 1850 zum Fürstentum Hohenzollern-Hechingen und anschließend bis zu seiner Auflösung 1925 als Teil der Holenzollerischen Lande zu Preußen gehörte. Zum Oberamt Hechingen gehörten außerdem alle Ortsteile außer Melchingen, Ringingen und Salmendingen, die 1805 zunächst an Württemberg gekommen waren, 1807 nach der Rheinbundakte aber an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen abgegeben werden mussten. 1925 wurde das Oberamt aufgehoben; während alle anderen Gemeinden zum Landkreis Sigmaringen kamen, kamen Melchingen, Ringingen und Salmendingen zum Landkreis Hechingen, dem auch die anderen Ortsteile angehörten. Der Landkreis Hechingen ging 1973 im Zollernalbkreis auf. Lediglich Hörschwag gehörte vom 1.1.73–30.6.74 zum Landkreis Reutlingen. Der Zusammenschluss der Stadtteile mit Burlandingen erfolgte 1973 bzw. 1974. Burladingen wurde 1978 durch die Landesregierung zur Stadt erhoben. Burladingen hat nach 1945 zunächst im Westen, Norden und teils im Süden des alten Ortes neue Baugebiete erschlossen. Ab Ende der 1960er Jahre folgten weitere, dem Relief angepasste Flächen im Norden, die in den 1980er Jahren erneut durch Baugebiete im Westen, im Osten und im Nordwesten als Ausläufer links des Mettenbergs ergänzt wurden. Industrie- und Gewerbebetriebe wurden vorwiegend am westlichen und östlichen Ortsrand, z.T. auch im Norden angesiedelt.

Stadtgebiet im Übergang von der mittleren zur westli­chen Alb. Im Nordwesten folgt seine Grenze dem Albtrauf. Daran schließt sich eine fast ebene, nur leicht nach Südosten einfallende Hochfläche an, die Schichtfläche des Weißjura β (Heufeld). Hier tritt der Wald stark zurück und herrscht ackerbauliche Nutzung vor. Weiter gegen Südosten steigt darüber die waldreiche Kuppenalb auf. Der Stirnrand dieser höheren Albstufe ist durch Einbuchtungen und Vorsprünge zerlappt; zu den Vorhöhen gehört der Kornbühl mit der Salmendinger Kapelle. Infolge der ausge­prägten Verkarstung fehlen auf der Hochfläche fließende Gewässer. Sie wird gequert von den donauwärts gerichteten Tälern der Lauchert im Оsten und der Fehla im Süden, vor allem aber von dem wesentlich tiefer und steiler eingeschnittenen »Killertal« der zum Neckar fließenden Starzel im Westen, die das Tal der Fehla durch rückschreitende Ero­sion bei Burladingen gekappt hat. Im Killertal reicht das Stadtgebiet bis in den mittleren Braunjura hinab. Der Talpaß wird seit alter Zeit als verkehrsgünstiger Albübergang benützt.

Wappen von Burladingen

In Schwarz zwei schräg gekreuzte silberne (weiße) Schlüssel (Bärte oben abgewendet).

Beschreibung Wappen

Die im Juli 1978 zur Stadt erhobene Gemeinde führte 1534 das älteste bekannte Dorfsiegel der Grafschaft Zollern mit dem Zollernschild, das nach 1541 allerdings nicht mehr festgestellt werden kann. Die Gemeinde musste andere siegelführende Stellen um Besiegelung ihrer Urkunden bitten, bis sie 1710 bei einem Vergleich mit den Fürsten von Hohenzollern-Hechingen erneut das Siegelrecht bekam. Das offenbar schon vorher beschaffte Siegel mit der Jahreszahl 1702 zeigt zwei schräg gekreuzte Schlüssel, deren Bedeutung nicht sicher geklärt ist. Nachdem dieses Fleckenzeichen im 19. Jahrhundert in Vergessenheit geraten war, gelangte es um 1930 wieder in die Dienstsiegel, wobei die Bärte der Schlüssel zeitweilig gegeneinander gekehrt waren. Das Wappen wurde in den hohenzollerischen Farben Silber und Schwarz tingiert. Das Innenministerium verlieh die Flagge am 1. Juni 1956.