Achberg 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.achberg.de
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Einwohner: 1690
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 131.0
Max. Höhe ü. NN (m): 567.02
Min. Höhe ü. NN (m): 457.32
PLZ: 88147

Die Gemeinde Achberg liegt im südwestlichen Ausläufer des Landkreises Ravensburg und grenzt hier zum Teil an Bayern. Das Gemeindegebiet erstreckt sich nördlich bis in das gewundene und hier tief eingeschnittene Sohlental der Argen. Die Hochfläche zeigt mit 30-50 m hohen, zumeist bewaldeten Hügeln, die durch offene und feuchte Geländerinnen gegliedert werden, das Erscheinungsbild einer glazial geformten Drumlinlandschaft. Naturräumlich gehört das Gebiet zur übergeordneten Einheit des Westallgäuer Hügellandes, hat im Westen aber noch einen geringen Anteil am Bodenseebecken. Der höchste Punkt liegt auf 567,02 m, der tiefste Punkt auf 457,32 m. Auf dem Gemeindegebiet liegen Teil der Naturschutzgebiete Argen, Hermannsberger Weiher und Regnitzer Weiher. Das zuvor zur Landkomturei Altshausen des Deutschen Ordens gehörige Achberg kam im Zuge der Säkularisation 1805 zunächst an Bayern, fiel aber 1806 an Hohenzollern-Sigmaringen und bildete von 1806-1854 ein eigenes Obervogteiamt. Ab 1850 gehörte die Gemeinde zu Preußen und wurde seit 1854 vom Oberamt, ab 1925 Landkreis Sigmaringen verwaltet. 1969 kam Achberg zum Landkreis Wangen und mit diesem 1973 zum Landkreis Ravensburg. Die 1854 gebildete Gemeinde erhielt ihren Namen nach dem Wohnplatz Schloss Achberg. Die aus zahlreichen Dörfern und Weilern zusammengesetzte Gemeinde hat sich seit 1945 nur verhalten entwickelt. Im Hauptort Esseratsweiler entstand bis zur Mitte der 1960er Jahre am westlichen bzw. nordwestlichen Ortsrand ein ausgedehntes Neubaugebiet. In der Folgezeit wurden vornehmlich im Osten, seit den 1980er Jahren auch wieder im Westen und Süden Neubauten errichtet. Weitere Neubauareale entstanden in den anderen Teilorten östlich von Siberatsweiler, in Doberatsweiler und Liebenweiler. Die Gemeinde ist über Landes- und Kreisstraßen sowie die nahe A96 an den Fernverkehr angeschlossen. Der ÖPNV erfolgt durch den Verkehrsverbund Bodensee-Oberschwaben.

Die Gemarkung reicht im Norden bis in das gewundene und tief eingeschnittene Sohlental der Argen hinab, die hier die Grenze bildet. Die Hochfläche ist eine typische Drumlinlandschaft. Ihre 30—50 m hohen, meist bewaldeten Hügel und die feuchten, offenen Geländerinnen dazwischen zeigen durch die einheitliche südwestlich-nordöstliche Richtung die Fließrichtung des Eises an. Über dem Steilhang des Argentals steht das Schloß Achberg. Der größte Wohnplatz der Gemeinde ist das Dorf Esseratsweiler, im übrigen Weiler und Einzelhöfe.

Wappen von Achberg

In Silber (Weiß) über einem mit einer silbernen (weißen) Wellenleiste belegten grünen Dreiberg ein schwarzes Kreuz mit Tatzenenden.

Beschreibung Wappen

Die Gemeinde führte vor 1968 in goldenem Schild über einem grünen Achtberg einen achtstrahligen schwarzen Stern. Diese Figuren erschienen bereits in einem um 1900 benutzten Dienstsiegel der Gemeinde, doch wurden die Farben des Wappens offenbar erst später festgelegt. Dem in der Heraldik ungewöhnlichen „Achtberg" lag ein volksetymologischer Deutungsversuch des Ortsnamens zugrunde, während der Stern wohl nur als Füllsel diente. Am 1. Januar 1969 nahm die Gemeinde das jetzige Wappen an, das durch die Darstellung des Dreiberges mit der Wellenleiste (Berg an der Ach) „redend" gemacht wird. Das schwarze Kreuz auf silbernem Grund ist das Zeichen des Deutschen Ordens, in dessen Besitz sich die Herrschaft Achberg von 1691 bis 1806 befand. Die Flaggenfarben Schwarz-Weiß erinnern zugleich an die Zugehörigkeit Achbergs zu Hohenzollern von 1806 bis 1968, zuletzt als Exklave des Landkreises Sigmaringen. Das Wappen und die Flagge wurden vom Innenministerium am 7. Oktober 1968 verliehen.