Gundelsheim 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.gundelsheim.de
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Einwohner: 7129
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 185.0
Max. Höhe ü. NN (m): 337.95
Min. Höhe ü. NN (m): 133.2
PLZ: 74831

Im Norden des Landkreises Heilbronn gelegen, setzt sich Gundelsheim aus dem Hauptort und vier Stadtteilen zusammen. Der Landesentwicklungsplan weist die Stadt der Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart zu. Auf der 38,45 qkm großen Fläche treffen vier Naturräume aufeinander: die Hohenloher-Haller Ebene, die Kocher-Jagst-Ebenen, das Bauland und das Neckarbecken. Dort liegt im Westen mit ca. 139 m NN die tiefste Stelle des Areals, das seinen höchsten Punkt im Norden auf ca. 338 m NN im Brunnenwald im Norden erreicht. In der Neckarschleife befindet sich das Naturschutzgebiet Böttinger Baggerseen. Von Osten fließen dem Neckar der Anbach nördlich der Kernstadt sowie südlich davon der Lohgraben zu; zwischen Obergriesheim und Höchstberg ergießt sich der Tiefenbach in die Jagst. Gundelsheim, Bachenau, Böttingen, Höchstberg, Obergriesheim und Tiefenbach zählten bis Säkularisation des Deutschen Ordens zum Neckaroberamt Horneck. Am 18.3.1806 kamen sie zum württembergischen Oberamt Neckarsulm und am 1.10.1938 zum Landkreis Heilbronn. Im selben Jahr gliederte man Böttingen nach Gundelsheim ein. Eine Sonderentwicklung nahm der Weiler Bernbrunn, einst pfälzisch-deutschordisches, seit 1806 badisch-württembergisches Kondominat. Der badische Teil gehörte zur Gemeinde Allfeld (Bezirksamt bzw. Landkreis Mosbach), der württembergische zu Höchstberg, wohin Bernbrunn am 1.4.1962 vollständig eingemeindet wurde. Am 1.9.1971 wurden Tiefenbach, am 1.1.1974 Bachenau sowie am 1.1.1975 Obergriesheim und Höchstberg nach Gundelsheim eingegliedert.

Die Stadtgemeinde Gundelsheim (154 Meter über Normalnull) zählt der Fläche nach mit 38,45 Quadratkilometer zu den größeren Gemeinden. Sie liegt im Norden des Landkreises, östlich des Neckars und grenzt an den Neckar-Odenwald-Kreis. Neben Gundelsheim selbst umfasst sie die Stadtteile Bachenau, Höchstberg (mit Bernbrunn), Obergriesheim und Tiefenbach, außerdem das Dorf Böttingen, den Weiler Dornbach sowie mehrere Höfe und Mühlen. Nachbargemeinden sind Neudenau, Bad Friedrichshall, Offenau und Bad Rappenau sowie Haßmersheim, Neckarzimmern und Billigheim, die letzteren im Neckar-Odenwald-Kreis. Heilbronn ist Luftlinie 16,5 Kilometer entfernt. Der Landesentwicklungsplan zählt die Stadt zur Randzone um den Verdichtungsraum Stuttgart. Gundelsheim liegt im Schnittpunkt von vier Naturräumen: dem Neckarbecken, der Hohenloher-Haller Ebene, den Kocher-Jagst-Ebenen und dem Bauland. Das Neckartal gehört bis Gundelsheim zum Neckarbecken, weiter unterhalb zum Bauland (Neckarelzer Tal). An das Neckartal schließen sich die Krumme Ebene (im Süden der Stadt) und der Brunnenwald (im Norden) an. Das Gebiet östlich des Tiefenbachtals wird zu den Kocher-Jagst-Ebenen gezählt. Bei Gundelsheim beziehungsweise Böttingen holt der Neckar im Vorfeld des Odenwalds zu einer weiten Schlinge nach Westen aus. Der dortige Neckarspiegel ist mit 139 Meter über Normalnull die tiefste Stelle der Gemarkung und zugleich des ganzen Landkreises. Dass der Neckar früher auch östlich von Gundelsheim eine große Schlinge gebildet hat, ist an dem hufeisenförmigen ehemaligen Prallhang zu erkennen, an dem heute Wein angebaut wird. Im Süden dieses alten Neckarbogens mündet der von Bachenau kommende und den Obergriesheimer Berg umfließende Lohgraben ins Neckartal; seine Mündung in den Fluss ist verdolt. Zwischen den Bergspornen von Schloss Horneck und dem Michaelsberg mündet der Anbach. Folgt man dem Anbachtal aufwärts, nähern sich Anbach und Neckar östlich von Haßmersheim auf nur 250 Meter. Erdgeschichtlich fehlt dort nicht viel, um den Michaelsberg loszulösen und zum Durchbruchsberg zu machen. Im Südosten reicht die Gemeinde bis an die Jagst. Dort münden von Norden kommend der Tiefenbach und die Schefflenz. Der rund 90 Meter mächtige Obere Muschelkalk und der darauf liegende Unterkeuper bilden den Untergrund weiter Teile der Gemarkung, teilweise überdeckt von Lösslehm. Die Schichten fallen nach Südsüdosten ein, was mit der Aufwölbung der Muschelkalkschichten nördlich von Bad Friedrichshall an der Südabdachung des Odenwald-Schilds zu tun hat. Dies kommt auch in der Bezeichnung Krumme Ebene zum Ausdruck. Während diese kaum 300 Meter über Normalnull erreicht, steigt das Gelände in den Waldgebieten im Norden (Brunnenwald) mehrfach darüber an. Hier liegt an der Gemeindegrenze nördlich des Böttinger Hofs bei 338 Meter über Normalnull der höchste Punkt. Im Muschelkalk sind Verkarstungserscheinungen typisch, wie die Dolinen Hirschbreischüssel nördlich von Tiefenbach und Im Naag oberhalb des Steinbruchs im Anbachtal, die hier an der Grenze zwischen Muschelkalk und Unterkeuper eingebrochen sind. Landschaftsgeschichtlich interessant sind die Höhenschotter auf der Krummen Ebene, die man vermehrt westlich von Obergriesheim, rund um Bachenau und südlich der Höchstberger Kirche findet. Es handelt sich um Reste pliozäner Neckar-Höhenschotter, vorwiegend gut gerundete Buntsandstein-, Keuper- und Jurasandstein-Gerölle, die heute 40 bis 130 Meter über dem Neckarniveau liegen; aufgrund des hohen Alters blieben nur die härtesten, kieselig gebundenen Gesteine erhalten. Während früher der Obere Muschelkalk in etlichen Steinbrüchen abgebaut wurde, so beispielsweise neben der Bundesstraße nach Offenau, zwischen Gundelsheim und Böttingen sowie an der Auffahrt von Böttingen zum Michaelsberg, ist heute nur noch ein Bruch im Anbachtal in Betrieb. Steinbrüche sind geologische Fenster in den Untergrund, und so sieht man hier, dass die Gesteinsschichten nach Südsüdosten einfallen, dass über dem Muschelkalk noch ein Teil des Unterkeupers erhalten ist und dass der Gesteinsverbund an mehreren Stellen gestört ist. Verantwortlich dafür ist eine etwa 100 Meter breite Störungszone, die den Nordteil des Bruchs von Nordwesten nach Südosten quert. Bausteine lieferte früher der Unterkeuper-Hauptsandstein, der südwestlich von Bernbrunn, östlich und südlich des Sportplatzes von Tiefenbach und an der Straße von Gundelsheim nach Bachenau abgebaut wurde. Die tonigen Lagen in den Neckar-Höhenschottern auf der Krummen Ebene wurden früher als Töpferton (Hafnerletten) in bis zu 10 Meter tiefen Gruben abgebaut. In Gundelsheim fällt der Kontrast zwischen dem gut erschlossenen Neckartal und den abseits dieser Verkehrsstränge gelegenen Gebieten auf. Wegen der großen Gemarkung schlagen die Siedlungs- und Verkehrsflächen mit nur 11 Prozent zu Buche, landwirtschaftlich genutzt werden 54 Prozent und bewaldet sind 33 Prozent. Der Wald verteilt sich hauptsächlich auf den Norden, den Obergriesheimer Berg sowie das Tiefenbach- und Schefflenztal. Bei der Landwirtschaft überwiegt der Ackerbau; Weinbau wird auf rund 45 Hektar betrieben. Während die Weinberge am Prallhang der alten Neckarschlinge östlich von Gundelsheim flurbereinigt sind, zählt die Steillage Himmelreich am Michaelsberg mit ihren meterhohen Mauern zu den eindrucksvollsten Terrassenweinbergen im Landkreis. Im dicht besiedelten Neckartal und seiner unmittelbaren Umgebung hat der Schutz der Landschaft einen hohen Stellenwert. Dem wird in Gundelsheim mit Schutzgebieten von unterschiedlichem Status Rechnung getragen. Gewissermaßen Natur aus zweiter Hand ist das Naturschutzgebiet Böttinger Baggerseen, zwei durch Kiesbaggerung entstandene Seen, die vor der vollständigen Wiederverfüllung gerade noch bewahrt werden konnten. Mehrere Landschaftsschutzgebiete dienen dazu, naturnahe, nicht zersiedelte Gebiete auch im Hinblick auf die Erholung zu sichern. Dazu zählen der Michaelsberg und die Böttinger Neckarschleife, die Freiflächen zwischen Gundelsheim und Offenau, das Tiefenbachtal mit seinen Seitentälern sowie das Schefflenz- und das Jagsttal mit ihren Randgebieten. Ganz besonders prägt der Michaelsberg mit seinen Terrassenweinbergen, Trockenmauern, steilen Treppen, gehölzüberwachsenen Steinriegeln und Halbtrockenrasen die Landschaft. Aber auch das Tiefenbachtal mit seinem naturnahen Auenwald und Quellen am Hang, an denen Kalktuff abgeschieden wird, ist sehr reizvoll. Schutzbedürftige Landschaftsteile, die kleiner als 5 Hektar sind, wurden als Naturdenkmale ausgewiesen. Als Schonwälder bewirtschaftet werden die Laubwälder im unteren Tiefenbachtal, auf dem Obergriesheimer Berg und am Dürren Buckel im Anbachtal. An naturkundlichen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten mangelt es nicht; die Ausblicke vom Michaelsberg und von der Bergkirche Höchstberg gehören zu den schönsten im Landkreis.

1806 nahm das Königreich Württemberg die bisher zum Meistertum (Neckaroberamt) des Deutschen Ordens gehörenden Gemeinden Gundelsheim, Bachenau, Böttingen, Höchstberg, Obergriesheim und Tiefenbach in Besitz. Alle sechs Kommunen zählten fortan zum Oberamt beziehungsweise Kreis Neckarsulm und nach dessen Aufhebung 1938 zum Landkreis Heilbronn. In der Stadt Gundelsheim hatte bis 1817 ein Unteramt und bis 1839 ein Kameralamt seinen Sitz. Schloss Horneck, das von 1807 bis 1811 als Füsilier- und Infanteriekaserne diente, gelangte 1824 vom württembergischen Staat durch Verkauf in private Hände. 1938 wurde Böttingen durch eine Verwaltungsverfügung nach Gundelsheim eingemeindet. Eine Sonderrolle spielte der Weiler Bernbrunn, einst pfälzisch-deutschordisches, seit 1806 badisch-württembergisches Kondominat. Die beiden badischen Drittel gehörten zur Gemeinde Allfeld (Bezirksamt, später Landkreis Mosbach), das württembergische Drittel zu Höchstberg. Erst 1962 wurde der Weiler infolge des mehrheitlichen Votums der Einwohner ganz nach Höchstberg eingegliedert. Die letzte Gebietsreform führte schließlich zur Eingemeindung von Tiefenbach (1971), Bachenau (1974), Obergriesheim und Höchstberg (beide 1975) nach Gundelsheim. Das Forstamt Gundelsheim wurde bei der Verwaltungsreform Anfang 2005 aufgehoben. 1848 organisierte sich in Gundelsheim eine 93 Mann starke Bürgerwehr, die mit vierzig Gewehren aus dem Ludwigsburger Arsenal sowie vor Ort angefertigten Holzgewehren mit eisernen Bajonetten ausgerüstet war. Im Sommer 1849 saß Eusebius Behr aus Böttingen für drei Monate wegen Hoch- und Landesverrats auf dem Hohenasperg. Während der Revolution 1918/19 bildeten sich sozialdemokratisch orientierte Arbeiterräte in Gundelsheim und Böttingen sowie konservative Bauernräte in der Stadt und in Bachenau. In der Frage der Anerkennung der Räte und deren Mitwirkung bei der Lebensmittelkontrolle und -verteilung kam es zu erheblichen Konflikten. Im damaligen Reservelazarett auf Schloss Horneck bestand ein Soldatenrat. Solang das Zentrum bei den Reichstagswahlen des Kaiserreichs im Bezirk antrat, waren dieser Partei dank der vorwiegend katholischen Bevölkerung in allen sechs Altgemeinden fast durchweg Stimmenanteile von mehr als 51 Prozent sicher. Sonst fielen die Mehrheiten bis 1903 an die demokratische Volkspartei und seit 1907 an den konservativen und agrarprotektionistisch orientierten Bauernbund. Nach Einführung der Republik und des Frauenwahlrechts errang das Zentrum in den katholischen Agrargemeinden Bachenau, Höchstberg, Obergriesheim und Tiefenbach die absolute Majorität (75 bis 96 Prozent). Lediglich in Gundelsheim und Böttingen mit höherem Arbeiteranteil konnten SPD und KPD bei den Reichstagswahlen gemeinsam zeitweilig bis zu einem Viertel der Wählerstimmen auf sich vereinigen. In diesen beiden Altgemeinden erzielte allerdings auch die NSDAP bei der letzten halbwegs demokratischen Wahl im März 1933 mit 32,3 und 30,2 Prozent ihre besten Ergebnisse. In den vier übrigen Orten mit starker Zentrumsbindung kam die Partei Hitlers damals lediglich auf 13,5 bis 22,3 Prozent. Im Sommer 1933 erfolgte entsprechend dem letzten örtlichen Reichstagswahlergebnis eine Neubildung der Gemeinderäte in allen Altgemeinden. Dabei erhielten in Gundelsheim sowohl das Zentrum als auch die Koalition aus NSDAP und Kampffront Schwarz-Weiß-Rot jeweils vier Stadtratssitze zugesprochen. Der 39jährige Gundelsheimer Bürgermeister August Graf, seit 1921 im Amt und 1931 noch mit einem Stimmenanteil von 99,6 Prozent wiedergewählt, wurde von den neuen Machthabern rücksichtslos verdrängt und »in den vorläufigen Ruhestand« versetzt. Während des Zweiten Weltkriegs waren in Höchstberg 25 vorwiegend französische Kriegsgefangene sowie polnische und sowjetische Zwangsarbeiter im Arbeitseinsatz. In der Gemeinde hatten 239 Evakuierte aus Heilbronn, dem Saar- und Ruhrgebiet, in Obergriesheim vierzig Bombenflüchtlinge aus dem Saarland Unterkünfte gefunden. Fliegerangriffe führten im Dezember 1944 und im Frühjahr 1945 in Gundelsheim zu schweren Schäden an den Verkehrsanlagen, der Konservenfabrik und am Schloss, in Böttingen begruben am 24. März 1945 die Trümmer eines getroffenen Hauses dessen Bewohner. Die 1936/37 mit zahllosen Bunkern und Schießständen als Sperrgürtel errichtete »Neckar-Enz-Stellung« erwies sich 1945 als weitgehend wertlos, da der amerikanische Vorstoß nicht von Westen sondern von Norden her erfolgte. Nach der Sprengung der Neckarbrücke in Gundelsheim durch ein SS-Kommando am 30. März wurden alle heutigen Stadtteile im Verlauf der ersten drei Apriltage von US-Truppen besetzt. Zu heftigen Auseinandersetzungen kam es in Höchstberg, wo die als Beobachtungsposten mit weiter Rundsicht genutzte Wallfahrtskirche niederbrannte, und in Tiefenbach, wo Artilleriebeschuss sowie erbitterte Häuser- und Straßenkämpfe zu erheblichen Gebäudeschäden und -verlusten führten. Nach der Besetzung wurden in Höchstberg drei Angehörige der Waffen-SS und ein Soldat der Wehrmacht, in Tiefenbach vier SS-Angehörige beerdigt. Die CDU hatte bei den ersten Nachkriegswahlen zur Verfassunggebenden Landesversammlung im Juni 1946 und zum Landtag von Württemberg-Baden im November 1946 mit 81 und 78,1 Prozent der Stimmen einen guten Start im heutigen Stadtgebiet. Bis auf die Bundestagswahl 1998, bei der sie 48,6 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinigten, erhielten die Christlichen Demokraten bei den Bundestagswahlen und baden-württembergischen Landtagswahlen stets die absolute Mehrheit mit Ausnahme von 2009 (44,6 Prozent). Ihren bisherigen Höchststand seit 1949 erreichte die Partei, die in Gundelsheim durchweg besser als im Landkreis als Ganzes abschnitt, mit 77,5 Prozent bei der Landtagswahl 1976. Die bis auf die Landtagswahl 1952 stets zweitplazierte SPD erzielte bei der Bundestagswahl 1998 mit 29,1 Prozent der Wählerstimmen ihr bislang bestes Ergebnis. Die FDP, die bei der Bundestagswahl 1952 mit 14,7 Prozent in der Wählergunst vorübergehend an die zweite Stelle rückte, musste ihren traditionellen dritten Rang (16,8 Prozent 2009) bei den Bundestagswahlen 1953 an den Gesamtdeutschen Block-BHE und 1969 an die NPD sowie bei den Landtagswahlen 1984 bis 2001 an die Grünen oder die Republikaner abtreten. 1992 und 1996 fielen die Freien Demokraten sogar zugunsten der beiden letztgenannten Parteien auf Platz fünf zurück. Ihre bisherigen Höhepunkte erreichten von der politischen Rechten die NPD mit 6 Prozent bei der Landtagswahl 1968 und die Partei der Republikaner mit 12,5 Prozent bei der Landtagswahl 1996. Die Linksparteien kamen bislang bei den Bundestagswahlen auf maximale Wähleranteile von 4,5 Prozent (KPD 1949) und 5,7 Prozent (Die Linke 2009), die Grünen schoben sich 2009 bis auf 6,9 Prozent nach vorn. Der 23köpfige Gemeinderat setzt sich heute aus zwölf Vertretern der Kernstadt und jeweils zwei Vertretern der übrigen fünf Wohnbezirke sowie einem Ausgleichsmandat zusammen (unechte Teilortswahl). Seit der letzten Kommunalwahl 2009 verfügt die CDU über neun, die SPD und die Liste Bürger aktiv über je fünf sowie die Unabhängige Liste über vier Stadtratssitze. Eigene Ortschaftsräte gibt es in Bachenau, Höchstberg, Obergriesheim und Tiefenbach.

Wappen von Gundelsheim

In geviertem Schild; Feld 1: In Silber (Weiß) ein durchgehendes schwarzes Kreuz; Feld 2: Von Rot und Silber (Weiß) geviert, in Silber (Weiß) je vier (2:2) blaue Eisenhütlein; Feld 3: In Rot ein mit Kesselrinken besetztes goldenes (gelbes) Kreuz (Schildbeschläg); Feld 4: In Gold (Gelb) ein blauer Wellen-Schräglinksbalken, darunter der schwarze Großbuchstabe G.

Beschreibung Wappen

Das Wappen wurde der Stadt vom Deutschmeister Walter von Cronberg am 13. März 1538 verliehen. Es enthält neben dem Deutschordenskreuz Bestandteile des Familienwappens des Verleihers (Feld 2) und das Wappen der Herren von Horneck (Schildbeschläg), die Gundelsheim in den Orden eingebracht hatten, sowie einen auf den Neckar hinweisenden Wellen-Schräglinksbalken über der Initiale des Stadtnamens. Von 1936 an erschien vorübergehend ein anderes Wappen in den Stadtsiegeln, das auf einem Dreiberg einen Weinstock zeigte. Von diesem wurden die Flaggenfarben abgeleitet. Die Wiederaufnahme des verbesserten alten Stadtwappens bestätigte das Innenministerium am 14. August 1957.