Löwenstein 

Regionalauswahl:
Typauswahl: Gemeinde
Status: Stadt
Homepage: http://www.stadt-loewenstein.de
service-bw: Informationen zu wichtigen Adressen, Nummern und Öffnungszeiten in Löwenstein
Einwohner: 3139
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 134.0
Max. Höhe ü. NN (m): 539.35
Min. Höhe ü. NN (m): 320.52
PLZ: 74245

Löwenstein liegt im Südosten des Landkreises Heilbronn. Das 23,46 qkm große Gebiet mit der Kernstadt, dem Teilort Hößlinsülz und den Exklaven am Stocksberg und im Lustheimer Wald gehört zum Naturraum Löwensteiner Berge, dem nordwestlichen Ausläufer der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Dort steigt das Gelände am Horkenberg auf rd. 549 m NN im Süden der Gemeinde an, den tiefsten Punkt markiert der Hößlinsülzer Bach an der Grenze nach Obersulm bei etwa 202 m NN. Das größte Fließgewässer ist die Sulm, die das Areal in süd-nördlicher Richtung durchläuft; das größte Stillgewässer ist mit 40 ha Fläche der 1975/85 angelegte Breitenauer See, dessen südliche Hälfte zum Stadtgebiet zählt. Aus der kalziumreichen Quelle des Teusserbads wird Mineralwasser gewonnen; bis in die 1930er Jahre wurde es auch für Bäderkuren genutzt. Im Osten an der Grenze zu Bretzfeld wurde am 3. Dezember 1997 die knapp 7 ha große Enzwiese unter Naturschutz gestellt. Dem Landesentwicklungsplan zufolge gehört Löwenstein zum ländlichen Raum. Löwenstein, Residenzstadt der gleichnamigen Grafschaft, fiel 1806 an Württemberg. Am 18. März 1806 dem Oberamt Backnang zugewiesen, kam die Stadt am 27. Oktober 1810 zum Oberamt Weinsberg, dem das altwürttembergische Hößlinsülz bereits angehörte. Nach der Auflösung des Weinsberger Bezirks zum 1. April 1926 kamen beide Gemeinden zum Oberamt Heilbronn, aus dem am 1. Oktober 1938 ein Landkreis hervorging. Zum 1. Januar 1971 wurde Hößlinsülz nach Löwenstein eingemeindet.

Die Stadt Löwenstein mit den Stadtteilen Löwenstein und Hößlinsülz sowie zwei Exklaven am Stocksberg und im Lustheimer Wald liegt im Südosten des Landkreises. Zu ihrem 23,46 Quadratkilometer großen Gebiet gehören die Weiler Altenhau, Hirrweiler, Lichtenstern, Reisach und Rittelhof, der Breitenauer Hof und der Beckershof sowie Teusserbad, das Sanatorium Löwenstein und verstreut liegende Höfe und Mühlen. Nachbarstädte und -gemeinden sind Oberstenfeld (Landkreis Ludwigsburg), Beilstein, Lauffen am Neckar (Exklave Stadtwald Etzlenswenden), Untergruppenbach, Lehrensteinsfeld, Obersulm, Bretzfeld (Hohenlohekreis) und Wüstenrot. Die Entfernung nach Heilbronn beträgt Luftlinie 13 Kilometer. Dem Landesentwicklungsplan zufolge gehört Löwenstein zum ländlichen Raum im engeren Sinn. Die Gemeinde liegt in dem nach ihr benannten Naturraum Löwensteiner Berge, dem am weitesten nach Nordwesten reichenden Teil der Schwäbisch-Fränkischen Waldberge. Dass die Keuper-Schichtstufe hier weit nach Nordwesten vorspringt, ist auf die tektonisch eingesenkte Lage in der weitgespannten Heilbronner Mulde zurückzuführen. Die Sulm hat am Keuperstufenrand im Gipskeuper das breite, flache Weinsberger Tal ausgeräumt, das im Westen von den stark zergliederten, bis auf den Schilfsandstein abgetragenen und meist bewaldeten Heilbronner Bergen begrenzt wird. Die südliche Hälfte der Gemeinde nehmen die südwestlichen Löwensteiner Berge ein, ein von Stubensandsteinschichten geprägtes und von Tälern zerschnittenes Bergland mit einzelnen Unterjura-Zeugenbergen. Ein solcher ist der Horkenberg, auf dem sich bei 549 Meter über Normalnull der höchste Punkt der Gemeinde befindet. Den tiefsten Punkt markiert der Hößlinsülzer Bach an der Grenze nach Obersulm bei 202 Meter über Normalnull. In vier Richtungen entwässert das Gemeindegebiet zum Neckar: über die Sulm und ihre Nebenbäche, darunter der Nonnenbach, nach Norden; über die Lauter nach Süden zur Murr; über den Buchbach nach Westen zur Schozach; und über die Quellbäche der Bottwar auf der Südseite des Stocksbergs nach Südwesten. Aufgrund der Nähe zum Neckar haben sich die Bäche tief eingeschnitten und den Keuperstufenrand stark zerlappt. Selbst die Lauter, die noch die einstige danubische Richtung zeigt, greift mit einem tiefen Waldtal weit in das Bergland hinein. Die junge, zum Neckar gerichtete Erosion ist für die Entstehung zahlreicher Klingen verantwortlich. Das größte Stillgewässer ist mit 40 Hektar Fläche der 1975/85 künstlich angelegte Breitenauer See, dessen südliche Hälfte zu Löwenstein gehört. Weitere Stillgewässer sind der Bleichsee, der im Wald südwestlich der Stadt liegt, der Mühlenweiher am Nonnenbach bei der Lichtensterner Klostermühle und der Seemühlsee an der oberen Sulm. Ein durchstochener alter Seedamm am Rand der Enzwiese im Quellgebiet der Lauter zeugt von einem früher dort aufgestauten Weiher. Der geologische Untergrund reicht vom Gipskeuper bis zum Unterjura. Im Sulmtal und am Hangfuß der Keuperstufe im Norden steht Gipskeuper an, der für die kuppigen Talweitungen und asymmetrischen Talformen mit steileren Süd- und Westhängen und flacheren Nord- und Osthängen verantwortlich ist. Teilweise ist er von mächtigem Löss überdeckt. Bei der Löwensteiner Kelter und bei Teusserbad wird der Schilfsandstein erreicht. Dieser ist in sandreicher Flutfazies ausgebildet und formt daher Sporne und Terrassen an den Hängen; Altenhau liegt auf einem solchen Sporn des Schilfsandsteins. Während hangaufwärts die Bunten Mergel meist steile Hänge bilden, formt der Kieselsandstein eine Verebnung, auf welcher der Ort Löwenstein größtenteils liegt (385 Meter über Normalnull). Oberhalb des Orts beginnt der Stubensandstein. Die Stubensandsteinschichten, die in den Löwensteiner Bergen 120 bis 140 Meter mächtig sind, prägen das ganze südliche Gemeindegebiet. Von den vier Sandsteinhorizonten trägt der oberste die Bezeichnung Löwensteiner Sandstein, da er hier mit 26 Meter besonders mächtig ist. Rund um die beiden höchsten Erhebungen Horkenberg und Stocksberg steht Knollenmergel an, der am Horkenberg typische Rutschschollen bildet. Auf beiden Bergen sind Relikte der Unterjura-Schichten vorhanden, die nirgendwo in Württemberg so weit nach Norden reichen wie hier. Die Quellen des Teusserbads sind weit über Löwenstein hinaus bekannt. Das Grundwasser, das den Gipskeuper durchfließt, ist wegen der leichten Löslichkeit des Gipses reich an Mineralien, hauptsächlich Kalziumsulfat. Das im Teusserbad bis Ende der 1930er Jahre zu Trink- und Badezwecken genutzte Mineralwasser entstammte einer Quelle an der Basis des Schilfsandsteins. Im Joachimstal, einem Abschnitt des Lautertals, wird mittels Tiefbrunnen Trinkwasser aus dem Stubensandstein gewonnen. Steine und Erdrohstoffe wurden früher aus fast allen vorhandenen geologischen Schichten gewonnen. Mergel- und Tongruben gab es im Gipskeuper (Gewann Häule südwestlich von Hößlinsülz), in den Unteren Bunten Mergeln (südwestlich von Reisach) und in den Oberen Bunten Mergeln (Gewann Rothäusle nordöstlich von Löwenstein). Schilfsandstein wurde bei der Mittelmühle (nordwestlich von Teusserbad) als Bau- und Ornamentstein abgebaut. Den zumeist wenig verfestigten Stubensandstein gewann man früher in vielen kleinen Gruben als Bau- und Scheuersand. Solche Gruben, teils auch in den Berg getriebene Stollen, gab es bei der Burg Löwenstein (Hofackerhöhle), im Lumpenloch östlich der Aussichtsplatte an der B39, am Wolfertsberg nordöstlich von Löwenstein, auf der Kriechenebene und (bis 1996) südwestlich der Klinik Löwenstein. Der einzige heute noch betriebene Sandbruch liegt südlich der Chausseestraße. Auf den ersten Blick fällt der Kontrast zwischen den bewaldeten Höhen des Keuperberglands und dem von Weinbau geprägten Sulmtal auf. Die unterschiedliche Nutzung spiegelt hier den vielfältigen Untergrund und die Höhenlage wider. Auf den Stubensandsteinhöhen mit ihren wenig fruchtbaren Böden und kühlerem Klima herrschen Wald und Grünland vor, während in den günstigeren Lagen auf Gipskeuper Wein, Obst und anspruchsvolle Ackerkulturen gedeihen. Der Wald bedeckt 58 Prozent der Gemeindefläche, Landwirtschaft wird auf 30 Prozent betrieben. Mit dem Naturschutzgebiet Enzwiese wurde im Osten der Gemarkung eine feuchte Waldwiesensenke mit reichem Vorkommen des Breitblättrigen Knabenkrauts gesichert. Mehrere, zum Teil ausgedehnte Landschaftsschutzgebiete tragen dazu bei, dass die abwechslungsreiche Landschaft erhalten bleibt. So konnten auch die nicht weinbaulich genutzten Hänge am Keuperstufenrand ihren Charakter mit Wiesen, Obstwiesen, Gebüsch und kleinen Gehölzen bewahren. Der Breitenauer See ist ein bedeutender Lebensraum für viele Arten von Brut- und Zugvögeln. Als Naturdenkmale geschützt sind die Steinfels- und die Säuhagenklinge, zwei felsige Waldklingen im Stubensandstein, sowie zwei stattliche Mammutbäume im Burgwald und im Friedhof von Löwenstein. Die Wälder nördlich von Hirrweiler wurden in das Natura 2000-Gebiet Löwensteiner und Heilbronner Berge einbezogen.

Löwenstein, bis 1806 Residenzstädtchen der gleichnamigen Grafschaft unter württembergischer Landeshoheit, gehörte bis 1810 zum Oberamt Backnang und hierauf bis zu dessen Auflösung 1926 zum Oberamt Weinsberg. Seit 1806 war Löwenstein Sitz eines Patrimonialvogteiamts, um 1809/10 einer Amtsverweserei und von 1810 bis 1818 eines Unteramts. 1807 wurde das württembergische Klosteroberamt Lichtenstern aufgehoben und dessen Gebiet dem Weinsberger Amt zugeschlagen. Das altwürttembergische Hößlinsülz, bis 1926 ebenfalls Bestandteil des Amts beziehungsweise Oberamts Weinsberg, fiel mit dessen Aufhebung ebenso wie Löwenstein an den Oberamtsbezirk – seit 1934 Landkreis – Heilbronn. Bis zur Ablösung der Gefälle und Zehnten durch die Gesetze von 1848/49 waren im heutigen Gemeindegebiet neben dem Staat die beiden fürstlichen Linien Löwenstein-Wertheim-Freudenberg (evangelisch) und Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (katholisch) gefällberechtigt. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts übte die evangelische Linie das Patronatsrecht über die örtlichen Pfarr- und Schulstellen aus. Die Außenstelle des Forstamts der Freudenberger Linie ging mit dem Verkauf des etwa 1550 Hektar großen Reviers in den Löwensteiner Bergen vor kurzem an den Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen über. Zum Jahresbeginn 1971 ließ sich Hößlinsülz freiwillig nach Löwenstein eingemeinden. Mit Obersulm bildet Löwenstein heute eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Obersulm. Am 14. März 1848 konnten die Akten im Löwensteiner Schloss nur durch eine städtische Sicherheitswache vor der Vernichtung durch Löwensteiner Einwohner bewahrt werden. Der fürstliche Rentamtmann floh vor der aufgebrachten Menge. Vorübergehend einquartierte württembergische Infanterie und Kavallerie gewährleistete ebenso wie das bewaffnete Bürgerwehrkorps die Ruhe und Ordnung im Städtchen. Die Besetzung des Löwensteiner Burgareals durch etwa fünfhundert Heilbronner Wehrmänner während der Kampagne für die Paulskirchenverfassung am 13. Juni 1849 blieb ohne lokale Folgen. Ende November 1918 forderte der örtliche Arbeiter- und Bauernrat von der Standesherrschaft ultimativ unter anderem die Abtretung der Burg und des Schlosses an die Gemeinde, die Rückgabe aller seit der Bauernbefreiung angekauften Grundstücke zum Ankaufspreis, die Abtretung der Fischereirechte und den Verzicht auf alle Steuerprivilegien. Hoffnungen auf eine Enteignung des Fideikommisses des Fürstenhauses zugunsten der grundbesitzarmen Einwohner erfüllten sich jedoch nicht. Bei den Reichstagswahlen zwischen 1871 und 1890 sprach sich die überwältigende Mehrheit in beiden Altgemeinden für die Parteien des nationalliberal-konservativen Spektrums aus. In den folgenden Wahlen lag die (demokratische) Volkspartei in Löwenstein fast durchweg vorn, während Hößlinsülz seit 1903 den agrarprotektionistischen Bauernbund favorisierte. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1919 konnten die Parteien der Weimarer Koalition (SPD, DDP und Zentrum) in Löwenstein 86 und in Hößlinsülz 63 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Fortan hatte allerdings der Württembergische Bauern- und Weingärtnerbund in beiden Altgemeinden fast durchweg die Führung. Erst ab 1932 wandten sich die Wählerinnen und Wähler massenhaft der NSDAP zu, die in der Reichstagswahl vom März 1933 in Löwenstein auf 47,1 und in Hößlinsülz – als zweitstärkste Kraft hinter dem Bauernbund – auf 39,6 Prozent der Stimmen kam. Die Bürgermeister beider Altgemeinden blieben auch nach der »Machtergreifung« 1933 im Amt, der kirchlich engagierte Bürgermeister Holzschuh von Löwenstein wurde noch vor Ablauf seiner Amtszeit 1937 als Rechnungsrat nach Stuttgart versetzt. Im Sommer 1943 kamen etwa fünfzig Frauen und Kinder aus den luftgefährdeten Gebieten des Rheinlands, im Herbst 1944 etwa hundert Personen aus Stuttgart und nach dem Luftangriff auf Heilbronn Ende 1944 noch einmal vierhundert Evakuierte nach Löwenstein. Auch Hößlinsülz bot seit Oktober 1944 Menschen aus den luftgefährdeten Städten Aachen, Köln und Duisburg sowie seit Dezember 1944 Ausgebombten aus Heilbronn eine Zuflucht. Ende März 1945 starben in Löwenstein mindestens drei von tausend bis 1500 KZ-Häftlingen, die sich auf einem Evakuierungsmarsch von den KZ-Außenkommandos am Neckar Richtung Hessental befanden. Am Vormittag des 15. April besetzten US-Truppen Hößlinsülz, wo zuvor durch Beschuss zwei Gebäude total und sechs teilweise zerstört worden waren. In dem durch deutsche Geschützstellungen auf den Höhen östlich der Stadt verteidigten Löwenstein wurden durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss am 14. und 15. April 95 von etwa 130 Gebäuden der Kernstadt vollständig vernichtet, vier Häuser schwer beschädigt. Neun Personen kamen ums Leben, 170 Familien wurden obdachlos; viele von ihnen kampierten zunächst in zwei Höhlen oberhalb des Städtleins. Dem Schlossbrand fielen ausgelagerte Teile der Stuttgarter Stadtbibliothek und viele Kunstgegenstände zum Opfer. Am 17. April 1945 besetzten US-Truppen kampflos die zu 70 Prozent zerstörte Stadt. In den ersten Nachkriegswahlen 1946 zur Verfassunggebenden Landesversammlung und zum Landtag von Württemberg-Baden siegte die DVP (später FDP/DVP) in Hößlinsülz mit 51 und 61,8 Prozent sowie die SPD in Löwenstein mit 49,3 und 41,1 Prozent – beide deutlich über dem Kreisdurchschnitt. Entgegen dem Kreistrend lagen die Freien Demokraten in den Bundestagswahlen (Zweitstimmen) bis 1965 und in den Landtagswahlen bis 1960 im heutigen Gemeindegebiet vorn, bevor die CDU auf beiden Ebenen bis heute fast ausschließlich die Führung übernahm. Lediglich bei den Landtagswahlen 1964, 1968 und 1992 ebenso wie bei der Bundestagswahl 1998 errang die SPD im heutigen Gemeindegebiet die Mehrheit. Der Löwensteiner Gemeinderat wird nach der Regel der unechten Teilortswahl gewählt, Hößlinsülz verfügt über keinen eigenen Ortschaftsrat. Im zwölfköpfigen Stadtrat haben seit der Kommunalwahl 2009 die Wählervereinigungen Offenes Forum pro Löwenstein vier, Löwenstein 2020 drei, Unabhängige Bürger drei und Lebendiges Löwenstein zwei Mandate inne. Seit 1982 unterhält Löwenstein mit der österreichischen Gemeinde Traboch (Steiermark) eine kommunale Partnerschaft.

Wappen von Löwenstein

In geteiltem Schild oben von Silber (Weiß) und Blau schräglinks mit zwei Teilungen gerautet, unten in Gold (Gelb) auf blauem Dreiberg stehend ein roter Löwe.

Beschreibung Wappen

Schon das erste bekannte Stadtsiegel von 1498 zeigt das Wappen der damaligen Grafen von Löwenstein, nämlich eine Verbindung der pfalz-bayerischen Rauten mit dem calwischen beziehungsweise alt-löwensteinischen Löwen im geteilten Schild. Stadtherr war zu dieser Zeit Ludwig I., ein Sohn des Kurfürsten Friedrich des Siegreichen von der Pfalz, der nach einer nicht standesgemäßen Ehe von König Maximilian I. 1484 als Graf von Löwenstein anerkannt worden war und das Recht erhalten hatte, neben seinem angestammten Rautenwappen auch den Löwen der ausgestorbenen ältesten Grafen dieses Namens — eines Zweigs des Calwer Grafenhauses — zu führen.