Waldbach - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1264

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
In der Talaue des Waldbachs und an dessen sanft ansteigendem Nordhang gruppiert sich die Bebauung häufendorfartig um eine »Straßenspinne«. Gewachsen ist der Ort in jüngerer Zeit besonders im Südwesten (»Völterbaum« 1964/72, »Enges Gässle« (1970) und Norden (»Wanne-Torweg« 1975).
Historische Namensformen:
  • Waltbach 1264
Geschichte: 1264 Waltbach, von Wald oder von Personenname. Ort der Ausbauzeit des 9. Jahrhunderts. Um 1300-1331 örtlicher Adel genannt, dem die von Maienfels, die Haller Patrizierfamilie Negelin und seit 1438 die Freiherren von Sickingen folgten. 1459 kaufte der pfälzische Obervogt zu Weinsberg, Lutz Schott, den Ort und verkaufte ihn 1469 an Kloster Lichtenstern. Dieses war um 1550 Niedergerichts- und nahezu alleiniger Grundherr. Waldbach gehörte ursprünglich wohl zur Grafschaft Löwenstein, die König Rudolf erwarb, so dass Waldbach österreichisches Lehen wurde, zunächst der Herren von Maienfels. 1387 trat Österreich Waldbach im Tausch gegen Gerabronn an die Hohenlohe ab. Um 1430 erwarb Konrad von Weinsberg die hohenlohischen Rechte. Mit Weinsberg kam Waldbach 1450 unter kurpfälzische Hoheit, 1504 an Württemberg. Nach der Reformation gehörte Waldbach zum Klosteramt Lichtenstern, 1807 zum Oberamt Weinsberg, 1926 zum Oberamt, 1938 Landkreis Öhringen.

Ersterwähnung: 1363
Kirchengeschichte: 1363 wurde die Pfarrei Waldbach (1264 schon ein Dekan von Waldbach genannt) dem Kloster Lichtenstern inkorporiert. Der Sprengel umfasste auch Dimbach, Rappach und Scheppach, bis 1481 auch Schwabbach mit Siebeneich. Der Chor der Kirche (1562 St. Kilian und Nikolaus) im ummauerten Kirchhof ist frühgotisch. Das Schiff wurde 1616/18 als flache Halle neu erbaut, 1748 erhöht und 1962/63 renoviert. Katholiken zu Bretzfeld.
Patrozinium: St. Kilian und Nikolaus
Ersterwähnung: 1562

GND-ID:
  • 7666687-6
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