Käfertal - Altgemeinde~Teilort 

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Typauswahl: Ortsteil – Historisches Ortslexikon
Typ: Teilort
Ersterwähnung: 1100 [2. Hälfte 12. Jahrhundert]

Ortslage und Siedlung
(bis 1970):
Stadtteil, hervorgegangen aus einem mittelalterlichen Haufendorf, das heute aber weitgehend städtisch überformt ist. Erweiterungen vor dem 2. Weltkrieg ließen im Westen und Südwesten bis zu den ausgedehnten, nach dem Krieg neu aufgebauten Werksanlagen von BBC reine Wohnviertel entstehen. Ein weiterer, dicht bebauter Wohnbereich erwuchs noch vor dem 2. Weltkrieg in Käfertal-Süd bis zur Riedbahn. Zum Stadtbezirk Käfertal zählt die ganz mit der Gartenstadt zusammengewachsene Siedlung Sonnenschein aus den 1930er Jahren, südlich an sie anschließend der Ortsteil der Speckwegsiedlung. Nordöstlich von Alt-Käfertal und nördlich der Weinheimer Straße wurde seit 1952 die amerikanische Wohnstadt Benjamin-Franklin-Village auf schematischem Grundriss erbaut.
Historische Namensformen:
  • Keverndale 1100 [2. Hälfte 12. Jahrhundert]
Geschichte: 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts Keverndale, von Käfern. Es handelt sich um eine späte Ausbausiedlung, die allmählich andere Bestandteile aufgesogen hat, so den 917 genannten vicus Gerberti, später Weiher nordwestlich von Käfertal, außerdem Teile der Gemarkung und der Bevölkerung des um 1300 vom Neckar weggerissenen Dorfes Dornheim und das rechts des Rheins verbliebene Stück der Gemarkung Oppau. Im frühen 13. Jahrhundert zur Herrschaft der Familie Markwards von Annweiler gehörig, scheint der Ort um 1260 unmittelbar an die Pfalz gefallen zu sein. Bis 1803 zur Zent Schriesheim und zum Oberamt Heidelberg, dann badisches Bezirksamt Ladenburg bis 1863, ab 1864 Bezirksamt Mannheim. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts Industrieansiedlung im Westen der Gemarkung; diese und die verzahnten Grenzen zu Mannheim führten zur Eingemeindung am 1.1. 1897.

Ersterwähnung: 1393
Kirchengeschichte: Die Kirche, 1393 erstmals erwähnt, war St. Mauritius (1496) geweiht, die Kollatur hatte das Wormser Domkapitel. Reformation durch die Pfalz. Die Pfarrei 1648 bis 1798 mit Feudenheim zusammengelegt, die Kirche blieb 1707 aber im Besitz der Reformierten. Die Kirche mit Resten eines gotischen Chorturms 1818 durch ein klassizistische Schiff erweitert und 1948 beim Wiederaufbau verlängert. Seit 1948 Philippus-Pfarrei für Käfertal-Süd von der Unionspfarrei getrennt. Auferstehungskirche und Pfarrei (1976) in der Sonnenschein-Siedlung. Die Katholiken seit 1730 mit Gottesdienst versehen, Neubau der Filialkirche St. Laurentius 1838, 1849 eigene Pfarrei. Kirche 1974 erweitert. Seit 1959 St. Hildegard-Kirche in Käfertal-Süd, 1962 als Pfarrei von St. Laurentius abgetrennt. Im Speckweggebiet Kirche St. Lioba (1961), seit 1957 als Kuratie von Waldhof getrennt, 1968 Pfarrei.
Patrozinium: St. Mauritius
Ersterwähnung: 1496

GND-ID:
  • 4651199-4
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