Hochrheintal

(Naturraum Nr. 160)

Das Hochrheintal in der Großlandschaft Hochrheingebiet - Quelle LUBW
Das Hochrheintal in der Großlandschaft Hochrheingebiet - Quelle LUBW (zur Vergrößerung bitte klicken)

Zusammen mit dem Dinkelberg (Naturraum 161) bildet das Hochrheintal die naturräumliche Haupteinheit Hochrheingebiet. Dabei folgt das Hochrheintal als ca. 2 bis 4 km breiter Streifen dem Flusslauf vom Randenabfall östlich Küssaberg-Reckingens (rd. 340 m über NN) bis zum Rheinknie beim Grenzacher Horn (rd. 250 m über NN).

Im Norden wird er von Dinkelberg, Schwarzwald bzw. den Muschelkalk-Keuper-Deckschichten des südlichen Alb-Wutach-Gebiets, im Süden vom Tafeljura begrenzt. Riß- und würmeiszeitliche Schotter säumen mit oft feingliedrigen Terrassentreppen in den Talweitungen den ursprünglich stark von Klippen und Stromschnellen durchsetzten Fluss, der sich wegen seines hohen Gefälles meist steilwandig in die Niederterrasse eingegraben hat.

Der Bereich der Flussaue ist heute stark verändert und überprägt, da der Hochrhein im Westen schiffbar gemacht und im östlichen Bereich zur Stromerzeugung durch mehrere Staustufen gegliedert ist. An einigen wenigen Stellen sind jedoch einstige Altarme und Uferzonen des Flusses erhalten und als Natur- oder Landschaftsgebiete ausgewiesen.

Rheinfelden (Baden) und Rheinfelden (Schweiz) mit Rheinbrücke - Quelle LMZ BW
Rheinfelden (Baden) und Rheinfelden (Schweiz) mit Rheinbrücke - Quelle LMZ BW

Dank thermischer Klimagunst und ergiebiger Niederschläge (1000 mm) konnten sich auf den Schottern ertragreiche Böden bilden, die in diesem Altsiedelraum weithin von Äckern, nachrangig von Grünland und Streuobstwiesen eingenommen werden.

Der Wald wurde mehrheitlich in Randbereiche verdrängt, zumal die vielfach ebenen Flächen die anhaltende Siedlungsausdehnung vor allem der dortigen Städte begünstigte und sich zwischen Waldshut und Bad Säckingen inzwischen ein fast durchgängiges Siedlungsband entwickelt hat.