Die Hohenloher-Haller-Ebene

(Naturraum Nr. 127)

Die Hohenloher-Haller-Ebene in der Großlandschaft Neckar- und Tauber-Gäuplatten - Quelle LUBW
Die Hohenloher-Haller-Ebene in der Großlandschaft Neckar- und Tauber-Gäuplatten - Quelle LUBW (zur Vergrößerung bitte klicken)

Die Gäuplatte der Hohenloher-Haller-Ebene liegt im Norden des Landes Baden-Württemberg. Sie ist ein Teil der nordöstlichen Gäuplatten des Süddeutschen Schichtstufenlandes. Im Norden grenzt der Naturraum an die Kocher-Jagst-Ebenen und an das Tauberland, im Süden an die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge, im Südwesten und im Westen mit nur geringen Teilen an das Neckarbecken und das Bauland. Die Hohenloher-Haller-Ebene und die nördlich anschließenden Kocher-Jagst-Ebenen scheinen auf den ersten Blick durch ihr nur schwach bewegtes Relief ähnliche Naturräume zu sein. Gegenüber den Kocher-Jagst-Ebenen dominieren jedoch auf der Hohenloher-Haller-Ebene Keuperschichten, über denen – vor allem auf der westlichen Hohenloher Ebene – eine dicke Löss- und Lösslehmdecke liegt. Verkarstungsformen wie im Norden spielen daher so gut wie keine Rolle mehr.

Die Haller Ebene bei Schwäbisch-Hall-Tüngental - Quelle LMZ BW
Die Haller Ebene bei Schwäbisch-Hall-Tüngental - Quelle LMZ BW

Die Hohenloher-Haller-Ebene zieht sich als schwach modellierte Einheit in Form eines langgezogenen, nach Norden gebogenen Streifens vom Neckar im Westen über die Haller Bucht bis zur Haller und Blaufelden-Gerabronner-Ebene im Nordosten. Naturräumlich ist sie noch in weitere kleinere Untereinheiten gegliedert. Dazu gehören die Westliche Hohenloher Ebene, die Haller Bucht, die Mittlere Hohenloher oder Haller Ebene, die Vellberger Bucht, die Crailsheimer Bucht, die Randbuchten der Frankenhöhe im Nordosten und schließlich die Östliche Hohenloher Ebene.

Die gesamte Einheit wird durch die tiefer eingeschnittenen Täler von Brettach, Kocher, Bühler, Jagst und Tauber sowie kleinere Bachläufe gegliedert. Die wenig reliefierten Öhringer und Kupferzeller Ebenen, die durch kleine, in die Kocher entwässernde Bachläufe zusätzlich zerschnitten werden, sind durch hohe Sichtweiten und eine Lössüberdeckung auf Lettenkeuperuntergrund geprägt.

Die Haller Bucht liegt am Austritt des Kochers aus dem Bergland und ist eine im Gipskeuper ausgeräumte Stufenrandbucht. Neben dem Kochertal gliedern zahlreiche Talmäander diese Hochebene. Die sich im Osten anschließende Haller Ebene ist von flachen Talmulden durchzogen und steigt südlich bis 450 m über NN an. Im Westen bildet die Brettachbucht mit Höhen zwischen 200 – 300 m den bereits stark hügeligen Übergang zu den Schwäbisch-Fränkischen Waldbergen bzw. den Löwensteiner Bergen. Die Gäuplatte ohne deutliche Gipskeuperstufe wird hier durch kleine Bachtäler gegliedert. Im südöstlichen Teil dagegen finden sich im Bereich von Bühler und Jagst große Stufenrandbuchten mit versumpften Talmulden. Den größten Anteil haben in der Untergliederung die Kocherplatten und die Krumme Ebene, die rund 90 Prozent dieser naturräumlichen Einheit ausmachen. Östlich schließt sich die Öhringer Ebene an, eine lössbedeckte Hochfläche, die sich im weiteren Verlauf mit sanftem, nur leicht und muldenförmig zertaltem Relief zwischen dem Keuperbergland und den Ohrnwaldriedeln im Osten erstreckt.

Die intensiv landwirtschaftlich genutzte Landschaft ist weit und offen, die Waldbedeckung beschränkt sich auf wenige Hangflächen. Neben einem die Landschaft prägenden Ackerbau mit Getreide, Hackfrüchten und Futterpflanzen wird auch Viehzucht sowie an den Hängen Obstbau betrieben. Die Forstwirtschaft beschränkt sich auf die Hänge und kleine Flächen auf der Ebene. Neben den zentralen Orten wie Schwäbisch Hall, Crailsheim und Öhringen besteht ein enges Siedlungsnetz an Dörfern und Weilern. Das Kochertal hat zunehmende touristische Bedeutung.

Weiterführende Informationen zu diesem Naturraum finden Sie unter dieser URL im Webangebot der LUBW.