Lahr-Emmendinger-Vorberge

(Naturraum Nr. 211)

Die Lahr-Emmendinger Vorberge in der Großlandschaft Mittleres Oberrhein-Tiefland - Quelle LUBW
Die Lahr-Emmendinger Vorberge in der Großlandschaft Oberrheinisches Tiefland und Rhein-Main-Tiefland - Quelle LUBW (zur Vergrößerung bitte klicken)

Die Lahr-Emmendinger-Vorberge sind naturräumlich Teil des Oberrheinischen Tieflands. Im Südosten an die Offenburger Rheinebene grenzend und über diese mit deutlicher, oft steiler Stufe auf durchschnittlich 220 bis 300 m über NN ansteigend, bilden sie eine der treppenartig vom Schwarzwald zum Oberrheingraben abgesenkten Bruchscholleneinheiten, die sich durch Ausstattung und ihre weitestgehend offene Landnutzung deutlich von der nächst höheren bewaldeten Bundsandsteinstufe abheben. Letztere wird bereits der Großlandschaft Schwarzwald zugerechnet. Die Lahr-Emmendinger-Vorberge reichen dabei vom breiten Kinzigaustritt aus dem Schwarzwald nach Süden bis an die Freiburger Bucht (Naturraum 202) heran und setzen sich maßgeblich aus Trias- und Juragesteinen zusammen, die allerdings weithin von einer mächtigen, nach Osten ausdünnenden Lössdecke überlagert sind. Dadurch bekommt ihr Relief insgesamt sanfte Formen, wenngleich der Lössmantel über dem stark zerstückelten und oft erheblich gegeneinander versetzten geologischen Untergrund immer wieder unterbrochen, in Kuppen und Rücken gegliedert und durch z. T. breite Täler zerschnitten ist. Vor allem diese Täler sind zum Ausgangspunkt der Besiedlung geworden, die hier heute stark expandiert.

 
Die Emmendinger Vorbergzone bei Kenzingen-Hecklingen - Quelle LMZ BW
Die Emmendinger Vorbergzone bei Kenzingen-Hecklingen - Quelle LMZ BW

Bei Ringsheim (Ettenheimer Vorberge) steht Dogger an, dessen (Eisen-)Erz früher bergmännisch gewonnen wurde. Wo der Löss abgetragen ist, wie etwa in den Tälern, treten oft feuchte, vergleyte Böden auf, die Wiesen und Grünlandstandorten vorbehalten bleiben, während sonst die fruchtbaren gelbbraunen Löss- bzw. Lösslehmböden vorherrschen. Auf dem Löss sind häufig typische Reliefformen wie Trockentäler und Hohlwege zu finden. Das warme, wintermilde Klima mit Niederschlägen zwischen 1050 mm im Norden und 900 mm im Süden lässt über Löss an der Stufe zur Rheinebene bis etwa 200 m über NN intensiven Weinbau, darüber vor allem Obstanbau und schließlich Ackerbau zu. Speziell in den Weinbaugebieten ist aus Kultivierungsgründen das ursprüngliche Relief inzwischen durch großflächige Terrassenanlagen weitgehend überformt worden. 

Weiterführende Informationen zu diesem Naturraum finden Sie unter dieser URL im Webangebot der LUBW.