Der Mannheimer Hafen

Das Zentrum von Mannheim, im Hintergrund der Hafen – Quelle: LMZ BW
Das Zentrum von Mannheim, im Hintergrund der Hafen – Quelle: LMZ BW

Erst im Verlauf des allerletzten Abschnitts der Rheinregulierung hat der Neckar zwischen 1866 und 1872 seinen derzeitigen Zugang zum Rhein erhalten. Zuvor mündete er ungefähr an der Südspitze des jetzigen Bonadieshafens in jene Altrheinschleife, welche die einstige Fiesenheimer Insel westlich von Mannheim-Waldhof umschloss. Allein eine Kammerschleuse verbindet heute den Neckar mit den beiden Becken des Bonadieshafens, denn diese liegen etwa 30 Zentimeter tiefer als der Fluss. So kann durch die Schleuse ein ständiges Nachströmen des Wassers und dadurch ein eventuell rasches Versanden der Becken verhindert werden.

Der Bonadieshafen ist Endstück des ab 1897 in der Altrheinschleife angelegten und 1907 eingeweihten Industriehafens. Heute gehört dieser zum Hafen 4 des gegenwärtigen Mannheimer Rhein-Neckar-Hafenareals. Mit 2.679.000 Kubikmetern Wasser und 8.635.000 Quadratmetern Landfläche sowie einem wasserseitigen Güterumschlag von über 6 Millionen Tonnen, der sich vor allem aus festen mineralischen Brennstoffen, Nahrungs- und Futtermitteln, chemischen Produkten sowie Containerstückgut zusammensetzt, zählt der Mannheimer Hafen zu den bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Zugleich ist er wichtigster Umschlagplatz und natürlicher Ausgangspunkt der Großschifffahrtsstraße Neckar (Bundeswasserstraße).