Diebach-Stausee – Hochwasserrückhaltebecken Diebach

Das Hochwasserrückhaltebecken Diebach, auch als Diebach-Stausee bezeichnet, liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Fichtenberg im Landkreis Schwäbisch Hall, Quelle: Landesarchiv BW
Das Hochwasserrückhaltebecken Diebach, auch als Diebach-Stausee bezeichnet, liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Fichtenberg im Landkreis Schwäbisch Hall, Quelle: Landesarchiv BW

Das Hochwasserrückhaltebecken Diebach, auch als Diebach-Stausee bezeichnet, liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Fichtenberg im Landkreis Schwäbisch Hall. Es handelt sich um einen dem Hochwasserschutz dienenden kleineren Stausee, der den Diebach anstaut. Der See liegt etwa 500 m nördlich des Hauptortes Fichtenberg und rund 12,5 km Luftlinie von der nördlich liegenden Kreisstadt entfernt. Die rund 2.900 Einwohner große Gemeinde liegt im Südwesten des Landkreises Schwäbisch Hall, an der Grenze zum Rems-Murr-Kreis und dem Ostalbkreis im Süden.

Das Gemeindegebiet zeigt ein vielgestaltiges Landschaftsbild auf engstem Raum. Die Gemarkung erstreckt sich von den Höhen des Mainhardter Waldes über das Tal der Rot bis hinauf über die Schanze, wo sie jenseits der Wasserscheide Murr – Kocher einen Ausläufer der Fornsbacher Bucht erreicht. Die höchste Erhebung ist der Hornberg mit 490 m über NN; das Tal der Rot fällt an seinem niedrigsten Punkt auf 333 m über NN.

Das Hochwasserrückhaltebecken wurde 1973 durch den Wasserverband Fichtenberger Rot erbaut. Dem Verband gehören die Gemeinden Braunsbach, Waldenburg, Gaildorf, Mainhardt, Michelbach a.d. Bilz, Michelfeld, Oberrot, Rosengarten, Schwäbisch Hall, Untermünkheim, Großerlach, Wüstenrot und Fichtenberg an, wo sich auch der Verwaltungssitz befindet.

Das Becken dient vor allem dem Schutz der Gemeinde Fichtenberg vor dem immer wieder auftretenden Hochwasser. Vor allem die Reliefverhältnisse begünstigen das Überschwemmungspotenzial. Der Diebach, dessen Einzugsgebiet eine Fläche von etwa 4,7 Quadratkilometern umfasst, tritt auf einer Höhe von 360 m in das Rückhaltebecken ein und verlässt es in südlicher Richtung. Der vom Eintritt des Baches in das Rückhaltebecken knapp 900 m entfernte Ort Fichtenberg liegt auf etwa 343 m über NN und damit bereits fast 20 m tiefer, woraus sich ein ausgeprägtes Gefälle ergibt.

Das Hochwasserrückhaltebecken wird durch einen 17 m hohen und etwa 200 m langen Damm nach Süden abgeschlossen. Das in seinem südlichen Teil ungefähr quadratische Becken hat eine Länge von etwas mehr als 200 m und eine größte Breite von ungefähr 115 m. Die Dauerstaufläche beträgt rund 2 Hektar, die maximale Staufläche bei Hochwassereinstau rund 8,5 Hektar. Der Gesamtstauraum beträgt 465.000 Kubikmeter Wasser. Im Gegensatz zu anderen Hochwasserrückhaltebecken wird das Gewässer nicht nur für die Fischerei, sondern auch als zugelassener Badesee genutzt, der an den Wochenenden durch eine gemeindliche Badeaufsicht überwacht wird. Grundlage für diese Nutzungsänderung ist eine Vereinbarung zwischen dem Wasserverband und der Gemeinde, die damit dem gestiegenen Bedarf an Naherholungsräumen Rechnung trägt. Dazu wurde mit Umkleidekabinen, Liegewiesen, Duschen und einem Restaurationsbetrieb die notwendige Infrastruktur geschaffen.