Seekirch 

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Typauswahl: Gemeinde
Status: Gemeinde
Homepage: http://www.seekirch.de
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Einwohner: 289
Bevölkerungsdichte (EW/km²): 50.0
Max. Höhe ü. NN (m): 634.91
Min. Höhe ü. NN (m): 578.59
PLZ: 88422

Die Gemeinde Seekirch liegt im westlichen Teil des Landkreises Biberach nordöstlich des Federsees. Ihre Gemarkung erstreckt sich über das wellige Altmoränenland der nordöstlichen Beckenumrahmung und einen in Richtung auf den See spitz zulaufenden Anteil an der Niedermoorfläche des Federseerieds. Die Spitze dieses Sektors ist nur etwa 400 m vom See entfernt. Der höchste Punkt des Gebietes liegt mit 636 m NN auf der Kuppe Vogelholz östlich des Ortes, der tiefste Punkt mit 578 m im Ried. Die Gemeinde hat Anteil an den Naturschutzgebieten Federsee und Nördliches Federseeried. Die ursprünglich zum Kloster Marchtal gehörende Gemeinde gelangte 1802 zunächst an die Fürsten von Thurn und Taxis und kam 1806 unter die Landeshoheit des Königreichs Württemberg. Mit dem Patrimonialobervogteiamt Marchtal wurde Seekirch zunächst dem Oberamt Zwiefalten, ab 1809 dem Oberamt Riedlingen zur Verwaltung zugewiesen. 1938 kam die Gemeinde nach Auflösung des Oberamtes zum Landkreis Saulgau und 1973 im Zuge der Kreisreform zum Landkreis Biberach. Die am Nordostende des Federseeries auf einem deutlich abgesetzten Riedel der Altmoränenplatte etwa 15 m über dem Ried liegende kleine Gemeinde hat sich seit 1945 zunächst nur wenig entwickelt. 1959 wurde durch den Abbruch des alten Lehrerwohnhauses vor der Kirche ein zentraler Dorfplatz geschaffen. Auch wurden im Rahmen des Landesprogrammes verschiedene Maßnahmen zur Dorfentwicklung durchgeführt und 1967/68 mit der Verlegung der K7585 der Durchgangsverkehr aus dem Ort entfernt. Jenseits dieser Straße liegen im Osten nur zwei Aussiedlerhöfe. Mit dem Ende der 1990er Jahre wurde am nördlichen Ortsrand ein kleines Neubaugebiet erschlossen.

Die Gemarkung zieht sich aus dem Federseebecken, das hier in einer schmalen Ausbuchtung weit nach Norden greift, auf die rißeiszeitliche Altmoränenplatte hinauf. Deutliche, geradezu kliffartige Grenze der Riedfläche. Dort ist die Geschiebemergel­decke mit ihrer tertiären Unterlage (mergelige Obere Süßwassermolasse) im Profil angeschnitten. Ein dreieckiger Gebietszipfel innerhalb des Rieds gehört bereits zum Naturschutzgebiet Federsee.

Wappen von Seekirch

In Gold (Gelb) über blauem Wellenschildfuß eine rote Kirche mit rechtsstehendem Zwiebelturm.

Beschreibung Wappen

Die Kirche und der Wellenschildfuß, letzterer als das heraldische Kürzel für den Begriff „See" und somit auch für den früher bis hierher reichenden Federsee, machen das Wappen „redend". Es wurde vom Landratsamt Biberach am 24. Februar 1982 zusammen mit der Flagge verliehen.