Das Mittelfränkische Becken

(Naturraum Nr. 113)

Das Mittelfränkische Becken in der Großlandschaft Fränkisches Keuper-Lias-Land - Quelle LUBW

Das Mittelfränkische Becken in der Großlandschaft Fränkisches Keuper-Lias-Land - Quelle LUBW

Das Mittelfränkische Becken erstreckt sich als kleine naturräumliche Einheit mit einer Fläche von ca. 2200 qkm an der nordöstlichen Grenze des Landes Baden-Württemberg. Es ist Teil des Fränkischen Keuper-Lias-Landes und gehört nur mit seinem südwestlichen Teil zu Baden-Württemberg, während der nördlich anschließende, weit überwiegende Teil in Bayern liegt. Im Süden grenzt es an die naturräumliche Einheit des Östlichen Albvorlandes, im Westen an die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge und im Nordwesten an die ebenfalls zum Fränkischen Keuper-Lias-Land gehörende Frankenhöhe.

Der Brettenweiher bei Fichtenau - Quelle LA BW

Der Brettenweiher bei Fichtenau - Quelle Landesarchiv BW

Das Mittelfränkische Becken wird durch seine Hauptflüsse Zenn, Farnbach, Bilbert, Schwabach, Aurach und die fränkische Rezat gegliedert, die sich in den hier dominierenden Sandsteinkeuper und zum Teil auch in den Gipskeuper eingeschnitten haben. Eine beträchtliche Höhendifferenz kennzeichnet das Gebiet, das von 480 m über NN im Westen auf ca. 300 m über NN bei Fürth abfällt. Während der Norden und der Westen durch Ebenen mit breiten Talauen und mäandrierenden Flüssen gebildet werden, sind Süden und Osten durch tief eingeschnittene Bachschluchten in verschiedene Höhenzüge gegliedert. Im Westen liegt die Keuperstufe der Frankenhöhe, die einen eigenen Naturraum bildet. Im westlichen Teil des Naturraums bestehen vereinzelte und relativ kleine Lössinseln. Typisch sind auf der Grundlage von Sand- und Tonsteinen stark unterschiedliche Böden, die teils kleinräumig wechseln. Die Sandsteinverwitterungsböden haben nur einen geringen Nährstoffgehalt und ein geringes Wasserhaltevermögen.

Der Storchenweiher in Fichtenau-Lautenbach - Quelle LA BW

Der Storchenweiher in Fichtenau-Lautenbach - Quelle Landesarchiv BW

Im Mittelfränkischen Becken wird intensiv Landwirtschaft betrieben, wobei Ackerflächen, Grünland und Waldgebiete abwechseln. Neben dem Ackerland besteht ein intensiver Obstanbau. Die Wasserflächen werden zumeist als Fischteiche genutzt. Wald findet sich vorwiegend in den landwirtschaftlich schlechter zugänglichen, steileren Hanglagen sowie den Kuppenlagen, wobei schnell wachsende Kiefern- und Fichtenforste vorherrschen. Das Klima ist ein kontinental geprägtes und relativ trockenes Mittelgebirgsklima. Die Täler sind im Vergleich zum Hügelland deutlich klimatisch begünstigt. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei etwa 7,5 - 8 Grad Celsius, die Niederschläge zwischen 600 - 700 mm. Neben den Feuchtgebieten sind verschiedene Trockengebiete von Bedeutung.