Ruth Porita
Ruth Poritzky mit Künstlername Porita wurde 1902 in Karlsruhe als Tochter des Schriftstellers Jakob Elias Poritzky und der Dichterin Helene Orzolkovsky in ein künstlerisches Umfeld hineingeboren. Sie war eine vielseitig begabte Musikerin, die in Darmstadt Gesang, Klavier, Orgel, Gitarre, Laute und chromatische Harfe studierte. Sie begann eine vielversprechende Karriere als Opernsängerin. Der Charme ihrer weichen und bewegenden Sopranstimme wurde in den Feuilletons der damaligen Zeit gefeiert.
Ab 1933 musste sich ihre Karriere gezwungenermaßen auf Auftritte im Rahmen des Jüdischen Kulturbundes und der Synagoge beschränken. Am 22. Oktober 1940 wurde sie zusammen mit ihrer Mutter und ihren beiden Tanten nach Gurs deportiert. Nach zwei Jahren im Lager wurden Ruth und ihre Mutter am 10. August 1942 zusammen mit 107 anderen Männern und Frauen aus Karlsruhe von Gurs zunächst nach Drancy deportiert. Am 12. August brachte man sie mit dem Konvoi 18 von Drancy nach Auschwitz. Ruth und ihre Mutter Helene überlebten nicht.

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