Juden

Jüdinnen und Juden sind Angehörige einer religiösen Gemeinschaft. Im Nationalsozialismus galten sie nicht als Glaubensgemeinschaft, sondern wurden als angeblich „rassisch minderwertig“ und „erbfeindlich“ verleumdet. Ausgehend von einer mittlerweile wissenschaftlich widerlegten Rassentheorie erklärte das NS-Regime sie zur Bedrohung für die „Volksgemeinschaft“ und machte sie für gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Probleme verantwortlich. Ab 1933 wurden sie systematisch entrechtet, ausgegrenzt und verfolgt – zunächst durch diskriminierende Gesetze wie den Nürnberger Rassengesetzen und Gewalt, später durch Deportationen und industrielle Massenvernichtung. Diese Verfolgung mündete in der Shoa, in dem rund sechs Millionen europäische Jüdinnen und Juden ermordet wurden. Unter den von den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten verfolgten Jüdinnen und Juden befanden sich außerdem zahlreiche Menschen nicht jüdischer Religion sowie Menschen, die sich nicht als jüdisch identifizierten.

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