Gedruckte Karten

Von Eberhard Merk

Die Badischen Markgrafschaften von Johann Morell und Daniel Beuch, um 1668, (Quelle: Landesarchiv GLAK Hfk Pläne Ha Nr. 17,2)
Die Badischen Markgrafschaften von Johann Morell und Daniel Beuch, um 1668, (Quelle: Landesarchiv GLAK Hfk Pläne Ha Nr. 17,2)

Definition der Quellengattung

Der Begriff Karte leitet sich von dem altgriechischen Wort chártēs her, welches das Blatt einer Papyrusstaude bezeichnet.[1] Unter einer Karte versteht man eine verkleinerte Darstellung der Erdoberfläche oder eines Teils von ihr.[2] Dabei kann die Karte in analoger oder heutzutage auch in digitaler Form vorliegen. Zu den analogen Karten in Archiven gehören die handgezeichneten und gedruckten Karten. Den meisten Karten ist gemein, dass sie die Erdoberfläche zweidimensional, verkleinert und häufig mit Hilfe von Beschreibungen und Zeichen, den sog. Signaturen, abbilden (Näheres dazu im Kapitel Aufbau und Inhalt).

Eine andere Definition der Karte gibt die Internationale Kartographische Vereinigung (ICA): Eine Karte ist eine „versinnbildlichte Repräsentation geographischer Realität, die auf der Kreativität und den Entscheidungen eines Kartographen (oder heute auch einer Kartographin) beruht und bestimmte Aspekte und Charakteristika darstellt, um räumliche Beziehungen abzubilden“.[3] Im Folgenden soll es um gedruckte Karten gehen, die von Bibliotheken und Archiven gleichermaßen verwahrt werden.

Gedruckte Karten haben im Unterschied zu handgezeichneten sehr häufig keinen Unikatcharakter. Mit Ausnahme von sehr seltenen und frühen Karten, die nur noch in einem oder in ganz wenigen Stücken überliefert sind, haben sich gedruckte Karten meist in mehreren Exemplaren erhalten.

Zu der Gruppe der gedruckten Karten sollen hier auch solche Karten gezählt werden, die gedruckt sind, aber in einem zweiten Herstellungsprozess von Hand koloriert wurden. Zusätzlich können gedruckte Karten – analog zu handgezeichneten – auch nachträglich von anderer Hand vorgenommene Einzeichnungen oder Eintragungen aufweisen.

Häufig wurden gedruckte Karten auch als Nachdrucke von handgezeichneten angefertigt (Näheres dazu im Kapitel ‚Die Geschichte der Kartographie in Südwestdeutschland mit Schwerpunkt gedruckte Karten‘).

Historische Entwicklung

Geschichte der Kartographie in Südwestdeutschland vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts (mit Schwerpunkt gedruckte Karten)[4]

Die Geschichte der gedruckten Karten beginnt mit der Erfindung des Buchdrucks im 15. Jahrhundert. Die früheste gedruckte Karte ist die Weltkarte des Kirchenlehrers Isidor von Sevilla[5] (um 560 bis 636), die 1472 als Holzschnitt in Augsburg erschien.

Der Theologe und Kartograph Martin Waldseemüller[6] veröffentlichte im Jahre 1513 die erste gedruckte Karte, auf der das heutige Baden-Württemberg vollständig abgebildet ist. Es handelt sich dabei um die Tafel Germania, die Eingang in die gedruckte Ausgabe der Geographie des Ptolemaeus (Ptolemaios) fand. Für das gleiche Werk schuf Waldseemüller auch die Tabula nova particularis Provincie Rheni Superioris, auf der die Oberrheinische Tiefebene, das obere Elsass und die südlichen Vogesen zu erkennen sind. Waldseemüller, der in Freiburg studierte und zeitweise in St.-Dié-des-Vosges wirkte und von Herzog René II. von Lothringen gefördert wurde, kannte die Gegend sehr genau und stellte sie daher auch relativ detailliert dar. Die Karte des Oberrheins ist die erste gedruckte Spezialkarte, auf der Teile des heutigen Baden-Württemberg zu sehen sind. Sie gehört zu den zwanzig modernen Karten, die von Waldseemüller entworfen wurden und einen Teil der Straßburger Ausgabe der Geographie des Ptolemaeus bilden. Die Geographie enthielt außerdem noch 27 Karten, bei denen es sich lediglich um Wiedergaben nach dem griechischen Original des Ptolemaeus handelt. So vereinigte Waldseemüller in seiner Geographie die antike mit der damals modernen Kartographie.

Auf Waldseemüller folgten die Karten des Kartographen, Humanisten und Hebraisten Sebastian Münster[7], der besonders durch seine Cosmographia. Beschreibung aller Lender ... bekannt wurde, die mehrere Auflagen erlebte und in verschiedene Sprachen übersetzt wurde.

Im Jahre 1528 veröffentlichte Münster die Karte Heydelberger becirck auff sechss meilen beschriben, welche die Umgebung Heidelbergs darstellt[8], in seiner astronomischen Abhandlung Erklerung des newen Instruments der Sunnen. Sie ist die erste Karte Münsters, auf der Teile des heutigen Baden-Württemberg zu sehen sind. Ursprünglich wollte Münster ganz Deutschland in einem kartographischen Werk abbilden, wozu er auch um die Mitarbeit von anderen Kartographen bat. Laut Oehme diente die Karte von der Umgebung Heidelbergs als Musterblatt für dieses Kartenwerk, das jedoch nicht zustande kam. Münster schuf die ältesten Karten des Schwarzwaldes, des Hegaus, des Allgäus und schließlich eine Karte der Baar[9], die sich mit der Frage der Donauquelle beschäftigt.

Nach dem Ableben Münsters entstehen bis auf wenige Ausnahmen die wichtigen und bedeutenden gedruckten Karten zum Gebiet Südwestdeutschlands außerhalb der Region insbesondere in den Spanischen und in den Nördlichen Niederlanden sowie in Augsburg.

Eine Ausnahme ist die kleinformatige Karte Wahrhaftige und grundtliche Abconterpheung des Loblichen Fürstenthumbs Würtemberg aus dem Jahre 1559, die das Herzogtum abbildete.

Große Verbreitung erfuhr Seltzlins Karte des Schwäbischen Kreises,[10] die 1572 als Holzschnitt gedruckt wurde und 1573 als Kupferstich Aufnahme in Abraham Ortelius‘[11] Werk Theatrum Orbis Terrarum fand.[12]

Ortelius, der als Kartograph in dem damals zum Spanischen Weltreich gehörigen Antwerpen wirkte, edierte auch 1575 zwei von Georg Gadner entworfene Karten des Herzogtums Württemberg ohne dessen Wissen in seiner Ausgabe des Theatrum Orbis Terrarum.[13] Gerhard (Gerard) Mercator,[14] der mit Ortelius eine enge Arbeitsbeziehung pflegte, veröffentlichte 1585 eine von Gadner entworfene Karte des Herzogtums Württemberg unter dem Titel Wirtenberg Ducatus,[15] die wesentlich genauer und von besserer Qualität ist als die Karte des Ortelius.

In der zweiten Hälfte des 16. und im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts fertigten Heinrich Schweickher, Georg Gadner und Jakob Ramminger umfangreiche handgezeichnete Kartenwerke an (siehe Artikel handgezeichnete Karten). Erwähnenswerte gedruckte Karten von Württemberg entstanden dagegen keine zu dieser Zeit im Herzogtum.

Erst um 1700 gab es in Württemberg mit Pfarrer Johann Majer[16] wieder einen Kartographen, der, anknüpfend an die Tradition der großen Kartographen im Herzogtum, die 1710 in Nürnberg gedruckte Übersichtskarte Ducatus Würtenbergici cum locis limitaneis … nova et post omnes exactissima delineatio schuf. Der Karte waren jahrelange intensive Vorarbeiten Majers vorausgegangen, die teilweise durch Majers handgezeichnete Karten in seinem kartographischen Nachlass im Hauptstaatsarchiv Stuttgart[17] dokumentiert sind.

Im 18. Jahrhundert entstanden mehrere bedeutende gedruckte Karten oder Kartenwerke, die das heutige Baden-Württemberg komplett oder in Ausschnitten darstellen: 1725 erschien bei dem Augsburger Kupferstecher und Verleger Matthäus Seutter[18] die von Jacques Michal bearbeitete Suevia Universa IX Tabulis delineata[19], die Gesamtschwaben abbildete. Michal stammte ursprünglich aus Frankreich und war in Kehl und Ulm tätig.

Der Tübinger Geodät, Mathematiker und Astronom Professor Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger[20] schuf die Charte von Wirtemberg, die 1797 im Verlag Cotta erschien. Zusammen mit Ignaz Ambrosius Amann und E. Michaelis hat er diese zur Charte von Schwaben erweitert. Bohnenbergers größte Leistung als Kartograph ist die Leitung der württembergischen Landesvermessung[21] in den Jahren 1818 bis 1831.

Bohnenbergers Karte von Württemberg aus dem Jahre 1797 diente auch als Grundlage für die unter dem französischen General Jean-Victor Moreau nach 1800 von französischen Militärkartographen angefertigte Karte von Schwaben („Carte topographique de l‘Ancienne Souabe et d‘une portion des pays limitrophes, commencée en 1801 par les soins du Général Moreau; exécutée au Dépôt de la Guerre…)[22], die im Zusammenhang mit der zeitweisen Besetzung Südwestdeutschlands durch französische Truppen entstand.

Auch bei den gedruckten Karten ist – wie bei den handgezeichneten – die überragende Bedeutung Württembergs in Südwestdeutschland auf dem Gebiet der Kartographie offenkundig. Natürlich hat das seinen Grund in der Tatsache, dass Württemberg das nach Fläche und Einwohnerzahl größte Territorium auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg war. Doch auch in den übrigen Territorien im Südwesten entstanden erwähnenswerte gedruckte Karten.

In Vorderösterreich ist die von den Tiroler Bauernkartographen Blasius Hueber und Anton Kirchebner in den Jahren 1775 bis 1780 erstellte Karte der Landvogtei Schwaben (Provincia Landvogtiae superioris et inferioris Sueviae)[23] zu nennen, die 1782 gestochen wurde.

Der Baumeister und Kartograph Arnold Friedrich Prahl schuf eine Karte der Fürstpropstei Ellwangen[24], die er 1746 im Selbstverlag herausbrachte, was damals eher ungewöhnlich war.

Wie in Württemberg fertigte man zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch im Großherzogtum Baden eine Generalkarte an, die das gesamte Land abbildete. Kein Geringerer als der badische Ingenieur Johann Gottfried Tulla[25], der auch für die Begradigung des Rheins verantwortlich zeichnete, schuf im Jahre 1812 die Charte über das Grossherzogthum Baden im Maßstab 1 : 500 000[26].

In der Folgezeit entstanden weitere gedruckte Karten des Großherzogtums Baden. 1828 brachte der Freiburger Verlag Herder die Rheingrenzkarte in achtzehn lithographierten Blättern heraus.[27] In den Jahren 1828–1837 bearbeitete das Militärisch-Topographische Büro den Topographischen Atlas des Großherzogtums Baden im Maßstab 1 : 50 000. An dessen Stelle trat als Bearbeiter und Herausgeber im Jahre 1837 das Kartenbüro des Großherzoglich Badischen Generalquartiermeisterstabs, welches den Atlas 1838–1847 edierte.

Das Großherzogtum Baden wurde erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig in Form von Katasterkarten aufgenommen.[28] Für die Aufnahme zeichnete das neu gegründete Topographische Büro verantwortlich.

In der zweiten Hälfte des 19. und im Verlauf des 20. Jahrhunderts erscheint dann eine Vielzahl von gedruckten Karten zu Südwestdeutschland, deren Aufzählung und Beschreibung diesen Artikel sprengen würde. Daher beschränkt dieser sich auf die Darstellung der Entwicklung bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Sammlungen mit gedruckten Karten verwahren fast alle Staatsarchive in Württemberg: Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart hat in seiner Tektonik (Beständegliederung) eine strikte Trennung zwischen gedruckten und handgezeichneten Karten in der N-Beständegruppe (Karten und Pläne) vorgenommen.[29] Gedruckte Karten aus dem 16. Jahrhundert bis 1830 sind im Bestand N 100, gedruckte Karten von 1820 bis 1945 im Bestand N 110 und schließlich gedruckte Karten aus der Zeit nach 1945 im Bestand N 120 enthalten. Außerdem findet sich unter der Signatur M 640 eine umfangreiche Sammlung von militärischen Karten aus dem 19. und 20. Jahrhundert.[30]

Weil die Tektonik des Hauptstaatsarchivs eng mit der des Staatsarchivs Ludwigsburg verwoben ist, gibt es folglich auch in Letzterem diese Trennung der Sammlungen von gedruckten und handgezeichneten Karten. Gedruckte Karten finden sich etwa in den Beständen JL 552 (Gedruckte Karten vor 1806) und JL 554 (Gedruckte Karten nach 1806).[31]

Dagegen sind im Generallandesarchiv Karlsruhe Kartensammlungen in der H-Beständegruppe[32] vorhanden, in denen sowohl handgezeichnete als auch gedruckte Karten versammelt sind. Darunter sind die Kartenbestände H-a (Allgemeine Kartensammlung, Welt- und Europakarten, 1690–20. Jh.), H-b (Allgemeine Kartensammlung, Deutschland und Nachbarländer, 17.–20. Jh.) und H-f (Allgemeine Kartensammlung, Baden) zu nennen. Erwähnenswert sind insbesondere die Bestände H-BS (Kriegs- und Militärkarten) und Hausfideikommiss, Karten und Pläne, die Belagerungs- und Schlachtenpläne, Festungen und Truppenverzeichnisse von den Kriegen gegen das Osmanische Reich auf dem Balkan aufweisen.[33] Einige dieser Karten wurden 2017 in der Ausstellung "Fließende Räume. Karten des Donauraums" im Generallandesarchiv Karlsruhe gezeigt.[34]

Das Staatsarchiv Freiburg besitzt gedruckte Karten aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die im Bestand K 10[35] zusammengefasst sind.

Gedruckte Karten verwahrt das Staatsarchiv Sigmaringen insbesondere in den Beständen K II (Atlanten), K IIIa (Gedruckte historische Atlanten und Einzelkarten), K IIIc (Politische Karten und Verwaltungskarten), K V (Übersichtskarten Europa), K VI (Übersichtskarten Deutschland), K VII (Übersichtskarten Süddeutschland), K VIII (Übersichtskarten Hohenzollern) und K IX (Messtischblätter).

Im Staatsarchiv Wertheim gibt es das Karten- und Planselekt der Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg[36] und den Bestand A-95 (Gedruckte Karten).

Das Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein verwahrt gedruckte Karten u. a. im Bestand GA 105 (Gedruckte Karten).[37]

Außerdem sind in der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe, in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart und in den Geografischen Instituten und in den Bibliotheken der Universitäten teilweise umfangreiche Sammlungen von gedruckten Karten vorhanden.

Aufbau und Inhalt

Während jüngere gedruckte Karten häufig Standardisierungen (siehe unten) aufweisen, sind die frühen – analog zu den handgezeichneten – sehr heterogen. Auf Letzteren wird die Landschaft noch häufig bildlich dargestellt. Gebirge bzw. Berge sind oft in Seitenansicht oder in Form von sog. Maulwurfshügeln wiedergegeben.

Die Lagetreue und Genauigkeit der gedruckten Karten des 16. Jahrhunderts lässt natürlich größtenteils noch zu wünschen übrig. Erst mit der Einführung der Triangulation (Dreiecksvermessung) nach 1600 werden sie, was Genauigkeit, Entfernungen und Lagetreue anbelangt, wesentlich präziser.

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts folgen dann eine stärkere Abstrahierung der Landschaft und eine zunehmende horizontale Projektion.[38] Die Verwendung von Signaturen und Zeichen, die Flächenfärbung, Schraffen und Schummerung gewinnen an Bedeutung. Beispielsweise werden Orte nicht mehr bildhaft, sondern schematisch im Grundriss oder in Form von Signaturen gezeigt, die Aussagen über die Einwohnerzahl bzw. Ausdehnung einer Siedlung geben. Man verwendet Signaturen und Farben etwa für die Wiedergabe von Gewässer und Kulturarten wie Wälder, Wiesen, Äcker und Weingärten. Bei den Wäldern gibt es teilweise schon eine Unterscheidung nach Nadel-, Laub- oder Mischwald mit Hilfe von Signaturen. Für Schlösser, Burgruinen, Kirchen, Mühlen und andere topographische Gegenstände werden besondere Zeichen entwickelt. Auch das Relief, also die Beschaffenheit des Geländes, wird durch Schraffen, Kolorierung, Schummerung oder Höhenlinien wiedergegeben.

Es bildet sich ein fein ausgeklügeltes System mit Farbgebung und Signaturen aus, die meist auch in der Kartenlegende erläutert werden. Die Kenntnis dieser Signaturen ermöglicht überhaupt erst das Verständnis der Karten.

Auch anhand ihres Inhaltes können Karten in verschiedene Gruppen eingeteilt und klassifiziert werden.[39] Herbert Ewe unterscheidet allgemeine geographische bzw. topographische und thematische Karten. Thematische Karten bilden das Gebiet unter einem bestimmten Aspekt oder einer Fragestellung ab. Das Spektrum reicht dabei von den physisch-geographischen über die sozioökonomischen bis zu den technischen Karten. Innerhalb der drei genannten Gruppen gibt es wieder Unterteilungen. So gehören zu den physisch-geographischen Karten die geologischen, physikalischen und geomorphologischen und solche, die Auskünfte über die Verbreitung von Pflanzen und Tieren (botanische und zoologisch-geographische Karten) geben. Unter dem Begriff sozioökonomische Karten werden solche zu Bevölkerung, Konfession, Wirtschaft, Handel, Landwirtschaft, Forstwesen, Verkehr, Eisenbahn, Politik, Verwaltungsgrenzen, Wahlergebnissen und Geschichte einer Region subsumiert. Technische Karten sind etwa solche, die bei der Seefahrt und bei der Flugnavigation Verwendung finden.

Die große Gruppe der Karten kann nach Herbert Ewe noch nach weiteren Aspekten gegliedert werden. So unterscheidet Ewe die Differenzierung nach der Zweckbestimmung (z.B. Schul-, Touristen- oder Militärkarte), nach der Art der Veröffentlichung (Einzelkarte, Kartenwerk, Kartensatz oder Atlas), nach der räumlichen Ausdehnung (Weltkarte, Karten von Kontinenten, Staaten, Bundesländern, Regierungsbezirken, Landkreisen, Stadtpläne), nach dem Thema (z.B. geologische Karte, Karte der Wahlbezirke, Wirtschaftskarten), nach dem Maßstab (großmaßstäbliche und kleinmaßstäbliche Karten) und nach dem Ausschnittcharakter (Rahmen- oder Inselkarte).

Gedruckte Karten können auch aufgrund der Drucktechnik, mit deren Hilfe sie erstellt wurden, in verschiedene Kategorien eingeteilt werden. So unterscheidet man Holzschnitte,[40] Kupferstiche,[41], Stahlstiche[42] Lithographien[43] oder im Offsetdruck[44] hergestellte Karten. Schließlich sind die mit Hilfe digitaler Techniken produzierte Karten zu nennen.

In Archiven und Bibliotheken finden sich gedruckte Karten, die zu den oben genannten Gruppen gezählt werden können. Die einzelnen Gruppen spielen in den Archiven unter Umständen auch bei der Beständegliederung (Tektonik) von Kartenbeständen und bei der Klassifikation (Gliederung) innerhalb von Kartensammlungen eine Rolle.

Jedes Staats- oder Landesarchiv und jede Staats- oder Landesbibliothek ist für einen bestimmten Sprengel oder Gebiet zuständig. Daher sind in dem jeweiligen Landesarchiv oder Landesbibliothek schwerpunktmäßig gedruckte Karten zu dem Sprengel bzw. Gebiet zu erwarten oder solche, die in dem genannten Sprengel gedruckt oder verlegt worden sind. Darüber hinaus verwahren die Landesarchive und bibliotheken aber auch gedruckte Karten zu Regionen außerhalb des Sprengels. Fast alle Landesarchive und bibliotheken besitzen etwa Weltkarten oder Karten, auf denen Europa, die Bundesrepublik Deutschland oder das deutsche Kaiserreich vollständig abgebildet sind, unabhängig von ihrem jeweiligen Sprengel.

Ähnlich wie Autografen erfreuen sich auch gedruckte Karten bei vermögenden und historisch interessierten Privatleuten einer Beliebtheit als Sammelobjekte. Daher werden gedruckte Karten auch bei speziellen Autografenhändlern angeboten. Die Sammler verwenden diese zur Wanddekoration oder auch als Kapitalanlage. Dies hat zur Folge, dass öffentliche Bibliotheken und Archive beim Erwerb von solchen Karten oft einer gewissen Konkurrenz durch eben diese Sammler ausgesetzt sind, was wiederum die Preise verteuert.

Überlieferungslage und vorarchivische/archivische Bearbeitungsschritte

Gedruckte Karten finden – im Unterschied zu den handgezeichneten Karten (auch Manuskriptkarten genannt) – überwiegend nicht als Teil von Verwaltungsschriftgut den Weg ins Archiv, sondern kommen häufig als Sammlungsgut in ein Archiv oder in eine öffentliche Bibliothek. Dabei übernehmen Archive und Bibliotheken häufig durch Kauf, Schenkung oder Tausch die gedruckten Karten. Manchmal sind gedruckte Karten auch in einem schriftlichen Nachlass enthalten.

Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt am Main und in Leipzig und die Landesbibliotheken haben außerdem im Unterschied zu Archiven noch das Recht, gedruckte Karten als Pflichtexemplare anzufordern, das bedeutet, dass die jeweilige Bibliothek von jeder in ihrem Sprengel gedruckten Karte ein Pflichtexemplar erhält bzw. anfordern kann.

Die gedruckten Karten werden im Archiv entweder in speziellen Kartensammlungen, wie den Beständen N 100 (Gedruckte Karten 16. Jahrhundert bis 1830), N 110 (Gedruckte Karten 1820 bis 1945) oder N 120 (Gedruckte Karten ab 1945) im Hauptstaatsarchiv Stuttgart[45] verwahrt. In früheren Zeiten kam es auch vereinzelt zur Vermischung von handgezeichneten und gedruckten Karten in einem Bestand. Ein Beispiel dafür ist das inzwischen aufgelöste Kartenselekt vermischter Provenienzen H 59,[46] das sich ebenfalls im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befand.

Die Lagerung von Karten erfolgt im Archiv planliegend, hängend in einem Hängezeichnungsschrank oder früher auch gerollt.[47] Die letztgenannte Art der Lagerung ist allerdings vom konservatorischen Standpunkt gesehen problematisch, so dass etwa für das Hauptstaatsarchiv Stuttgart daher ein spezieller Kartenschrank für die Überformate nach Maß angefertigt wurde, in dem jetzt ein Großteil der ehemals gerollten Karten liegt.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Gedruckte Karten sind eine wichtige Quelle für verschiedene Bereiche der Forschung.[48] Hier soll zuerst die Historische Geographie genannt werden. Auch die Wirtschafts-, Agrar-, Forst-, Verkehrs- und Umweltgeschichte profitieren von Karten. So lassen sich beispielsweise Informationen über die Ausdehnung und Nutzung von Wäldern und der landwirtschaftlichen Nutzflächen in früheren Zeiten oder über den Verlauf von Straßen machen.

Für die Siedlungsgeschichte sind gedruckte Karten von Interesse, etwa weil auf ihnen verlassene Dörfer und Einzelgehöfte, sog. Wüstungen, zu sehen sind und sich die Entwicklung von Siedlungen und Städten über die Jahrhundert verfolgen lässt.

Die Regional- und Landesgeschichte kann anhand des alten gedruckten Kartenmaterials die Entwicklung von Herrschaften und Territorien nachvollziehen.

Die Militärhistoriker interessieren sich für gedruckte Karten, in denen etwa nachträglich Stellungen und Frontverläufe z.B. im Ersten Weltkrieg von Hand eingezeichnet wurden. Solche Karten verwahrt das Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Bestand M 640 (Gedruckte militärische Karten)[49] und insbesondere auch in den Beilagen zu den Kriegstagebüchern von württembergischen Einheiten in den Beständen M 410 bis M 422.[50]

Weil auch gedruckte Karten – analog zu den handgezeichneten – teilweise Bildschmuck oder Wappen enthalten, sind sie für die Heraldik und für die Kunstgeschichte relevant.

Schließlich sind gedruckte Karten auch eine Quelle für die Geschichte der Druckereien und des Verlagswesens. Die vor 1500 gedruckten Karten, die Inkunabelkarten,[51] sind interessant für die Inkunabelkunde, die sich mit den Inkunabeln[52] oder Wiegendrucken, also den Drucken aus der Zeit vor 1500, beschäftigt.

Wenn man unter quellenkritischen Gesichtspunkten manche gedruckten Karten heranzieht, stellt man fest, dass diese zuweilen ein Instrument der Politik und der politischen Propaganda sind.[53] Dafür gibt es in der Vergangenheit einzelne Beispiele. Karten visualisieren territoriale Ansprüche eines Staates und waren auch immer wieder Gegenstand von gezielten Manipulationen oder Lügen. So werden auf Karten zuweilen Grenzen unter bestimmten politischen Aspekten dargestellt, die mit der politischen Realität nicht unbedingt übereinstimmen müssen.

Doch wer glaubt, dass dies nur ein Phänomen vergangener Zeiten ist, irrt sich. Auch in der jüngeren Vergangenheit und in der Gegenwart werden Karten häufig von der Politik bzw. der politischen Propaganda instrumentalisiert. Man denke dabei an die kartographischen Darstellungen der ehemaligen deutschen Ostgebiete nach 1949 oder der Krim nach der Krim-Krise im März 2014.

Auf russischen Karten wird seit 2014 die Halbinsel Krim als eindeutig russisches Staatsgebiet wiedergegeben, während sie auf ukrainischen Karten als ukrainisches Staatsgebiet dargestellt ist. Auf Karten vieler westlicher Länder, welche die Annexion der Krim durch Russland als völkerrechtswidrig erachten, wird im Kartenbild darauf hingewiesen, dass die Krim eigentlich ukrainisches Territorium ist, das völkerrechtswidrig von Russland annektiert wurde.

Ein anderes Beispiel aus der jüngeren deutschen Geschichte ist die Darstellung der nach dem Zweiten Weltkrieg an Polen und die Sowjetunion gefallenen ehemaligen deutschen Ostgebiete. In den in der Bundesrepublik Deutschland gedruckten Karten und Schulatlanten stand bis zum Warschauer Vertrag vom Dezember 1970 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen bei den ehemaligen deutschen Ostgebieten immer der Zusatz zur Zeit unter polnischer Verwaltung. Nach Abschluss des Warschauer Vertrages und der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze als Westgrenze Polens durch die Bundesrepublik Deutschland tauchte dieser Zusatz nicht mehr auf bundesdeutschen Karten auf, sondern die Gebiete wurden in den danach gedruckten Karten als Teil der damaligen Volksrepublik Polen ausgewiesen. Auf Karten, die in der DDR gedruckt wurden, waren die ehemaligen Ostgebiete ganz selbstverständlich als Territorium der sozialistischen Bruderrepublik Polen ausgewiesen. Die DDR hatte bereits 1950 im Görlitzer Abkommen die Oder-Neiße-Grenze als Westgrenze Polens akzeptiert.

Hinweise zur Benutzung

Aus konservatorischen Gründen wurden früher ältere und wertvollere gedruckte Karten auf Color-Makrofiches aufgenommen und werden nicht mehr im Original vorgelegt. Heutzutage werden die wertvolleren gedruckten Karten im Archiv digitalisiert und online gestellt.

Anmerkungen

[1] Zur Etymologie des Wortes, siehe Artikel über Karte, in: Brockhaus Enzyklopädie, S. 496.
[2] Definition nach Ewe, Karten und Pläne, S. 115.
[3] Schneider, Macht, S. 7.
[4] Zur Geschichte der Kartographie in Südwestdeutschland, siehe Oehme, Geschichte; Ders., Südwesten; Bull-Reichenmiller, Geschichte.
[5] Ewe, Karten und Pläne, S. 117; zu dem Kirchenlehrer Isidor von Sevilla als Kartograph, siehe Brincken, Isidor von Sevilla.
[6] Zu Martin Waldseemüller, siehe Oehme, Geschichte, S. 17–22, Karte 3; Wawrik, Martin Waldseemüller.
[7] Zu Sebastian Münsters Wirken als Kartograph, siehe Oehme, Geschichte, S. 24–27; Burmeister, Sebastian Münster, S. 512.
[8] Eine Abbildung der Karte findet sich in: Oehme, Geschichte, Karte 4a.
[9] Ebd., S. 26, Karte 4b.
[10] Oehme, Geschichte, S. 31, Karte 6; Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 797.
[11] Zu Abraham Ortelius siehe Klemp, Abraham Ortelius.
[12] Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 797.
[13] Ebd.; „Beritten, beschriben und gerissen“, S. 105. Ein Exemplar der Karte findet sich in: HStA Stuttgart N 100 Nr. 273a.
[14] Zu Gerhard Mercator, siehe Smet, Gerhard Mercator, S. 485–487.
[15] „Beritten, beschriben und gerissen“, S. 106. Ein Exemplar befindet sich im HStA Stuttgart N 100 Nr. 274.
[16] Über Johann Majer: Uhland, Johann Majer; Oehme, Geschichte, S. 44–46; Bull-Reichenmiller, Herzogtum Württemberg; Dies., Geschichte, S. 797.
[17] HStA Stuttgart N 7 Nachlass Johann Majer.
[18] Über Matthäus Seutter siehe Stopp, Matthäus Seutter.
[19] HStA Stuttgart N 100 Nr. 455; Oehme, Geschichte, S. 118f., Karte 33.
[20] HStA Stuttgart N 100 Nr. 132; über J. G. F. Bohnenberger siehe Kommerell, Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger, S. 38–53; Oehme, Geschichte, S. 140, Karte 38; Baumann, Werk; Ders., Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger.
[21] Zur Württembergischen Landesvermessung, siehe Egerer, Grundlagen; 150 Jahre; 175 Jahre.
[22] HStA Stuttgart N 100 Nr. 347; Oehme, Geschichte, S. 114; Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 798.
[23] Oehme, Geschichte, S. 96; Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 798.
[24] HStA Stuttgart N 100 Nr. 38; Oehme, Geschichte, S. 74.
[25] Literatur über Johann Gottfried Tulla und seine Leistung im Zusammenhang mit der Begradigung des Oberrheins, siehe Valdenaire, Tulla; Cassinone, Johann Gottfried Tulla; Johann Gottfried Tulla; Henze, Technik.
[26] GLA Karlsruhe H-f Nr. 4a. Oehme, Geschichte, S. 66; Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 798; Butz, Karte.
[27] Oehme, Geschichte, S. 125; Bull-Reichenmiller, Geschichte, S. 798.
[28] Ebd., S. 799.
[29] Zu den N-Beständen, siehe Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sonderbestände, S. 187–207.
[30] Zum Bestand M 640, siehe Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. M-Bestände, S. 187.
[31] Zu den Beständen, siehe Staatsarchiv Ludwigsburg, S. 197.
[32] Zu den Beständen, siehe Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, S. 48–56; Generallandesarchiv Karlsruhe, S. 253–255.
[33] Zu dem Bestand, siehe Inventar; Zwischen den Welten; Fließende Räume; Türkenkriege.
[34] Fließende Räume.
[35] Zu dem Bestand siehe Staatsarchiv Freiburg, S. 357.
[36] Zu den Beständen siehe Inventar des löwenstein-wertheim-rosenbergschen Karten- und Planselekts.
[37] Zu dem Bestand siehe Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, S. 35.
[38] Ewe, Karten und Pläne, S. 120.
[39] Ebd., S. 119.
[40] Siehe Stams, Holzschnitt.
[41] Siehe Dörflinger, Kupferstich.
[42] Siehe Stams, Stahlstich.
[43] Siehe Ristow, Lithographie.
[44] Siehe Kretschmer, Offsetdruck.
[45] Zu den Beständen siehe Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sonderbestände, S. 203f.
[46] Zu dem Repertorium des aufgelösten Bestandes H 59 siehe ebd., S. 119.
[47] Siehe dazu Bull-Reichenmiller, Erschließung, S. 53f.
[48] Ewe, Karten und Pläne, S. 120–122.
[49] Siehe dazu Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. M-Bestände, S. 187.
[50] Ebd., S. 139–141.
[51] Zu den Inkunabelkarten siehe Stams, Inkunabelkarte, mit einer Aufstellung der Inkunabelkarten.
[52] Zu den Inkunabeln, siehe Ders., Inkunabel.
[53] Dazu v.a. Schneider, Macht.

Literatur

  • Die archivalischen Quellen. Eine Einführung in ihre Benutzung, hg. von Friedrich Beck/Eckart Henning (Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs 29), Weimar 1994.
  • Baumann, Eberhard, J. G. F. Bohnenbergers erstes geodätisch-kartographisches Werk, in: Mitteilungen und Veröffentlichungen zum Vermessungswesen aus den Themenbereichen Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement 57 (2010), S. 78–113.
  • Baumann, Eberhard, Johann Gottlieb Friedrich Bohnenberger. Pionier des Industriezeitalters, Stuttgart 2016.
  • „Beritten, beschriben und gerissen“. Georg Gadner und sein kartographisches Werk 1559–1602. Inventar und Begleitbuch zu der Ausstellung im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, bearb. von Margareta Bull-Reichenmiller u. Mitwirk. von Eberhard Merk, mit einem Beitrag von Roland Häberlein, Stuttgart 1996.
  • Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe. Teil 1. Selekte, Nachlässe und Sammlungen (A–U), bearb. von Marie Salaba/Hansmartin Schwarzmaier (Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg 39/1), Stuttgart 1988.
  • Brincken, Anna-Dorothee von den, Isidor von Sevilla, in: Lexikon, Bd. 1, S. 330f.
  • Bull-Reichenmiller, Margareta, Herzogtum Württemberg von Johann Majer: Erläuterungen, hg. vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, 1981.
  • Bull-Reichenmiller, Geschichte der Kartographie Südwestdeutschlands, in: Lexikon, Bd. 2, S. 796–801.
  • Bull-Reichenmiller, Erschließung und Lagerung von Karten und Zeichnungen, in: Archiv und Wirtschaft. Mitteilungsblätter für das Archivwesen der Wirtschaft 20 (1987), S. 45–54.
  • Burmeister, Karl-Heinz, Sebastian Münster, in: Lexikon, Bd. 2, S. 512.
  • Butz, Winfried, Karte über das Großherzogtum Baden aus dem Jahre 1812: Erläuterungen, hg. vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1980.
  • Cassinone, Heinrich, Johann Gottfried Tulla, der Begründer der Wasser- und Straßenbauverwaltung in Baden, Karlsruhe 1929.
  • Dörflinger, Johannes, Kupferstich, in: Lexikon, Bd. 1, S. 424–430.
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  • Uhland, Robert, Johann Majer – ein württembergischer Kartograph. Die Entstehung der ersten neuzeitlichen Karte Württembergs, in: ZWLG 13 (1954), S. 220–248.
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  • Wawrik, Franz, Martin Waldseemüller, in: Lexikon, Bd. 2, S. 868–870.
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  • 150 Jahre Württembergische Landesvermessung. 1818–1968, Festschrift zur 150 Jahrfeier, hg. vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1968.
  • 175 Jahre Württembergische Landesvermessung, hg. vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, Gestaltung, Fotos, Karten, Druck vom Landesvermessungsamt Baden-Württemberg, Stuttgart 1993.

Zitierhinweis:  Eberhard Merk, Gedruckte Karten, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: […], Stand: 17.10.2017.

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