Handgezeichnete Karten

Von Eberhard Merk

Die Rheinstromkarte, entstanden um 1590, (Quelle: Landesarchiv BW, GLAK 392 Karlsruhe Nr. 723)
Die Rheinstromkarte, entstanden um 1590, (Quelle: Landesarchiv BW, GLAK 392 Karlsruhe Nr. 723)

Definition der Quellengattung

Der Begriff Karte leitet sich von dem altgriechischen Wort chártēs[1] her, welches das Blatt einer Papyrusstaude bezeichnet. Unter einer Karte versteht man eine verkleinerte Darstellung der Erdoberfläche oder eines Teils von ihr[2] Dabei kann die Karte in analoger oder heutzutage auch in digitaler Form vorliegen. Zu den analogen Karten in Archiven gehören die handgezeichneten und die gedruckten Karten. Den meisten Karten ist gemein, dass sie die Erdoberfläche zweidimensional, verkleinert und häufig mit Hilfe von Beschreibungen und Zeichen, den sog. Signaturen, abbilden (Näheres dazu im Kapitel Aufbau und Inhalt).

Eine andere Definition der Karte gibt die Internationale Kartographische Vereinigung (ICA): Eine Karte ist danach eine „versinnbildlichte Repräsentation geographischer Realität, die auf der Kreativität und den Entscheidungen eines Kartographen (oder heute auch einer Kartographin) beruht und bestimmte Aspekte und Charakteristika darstellt, um räumliche Beziehungen abzubilden.“[3]

Im Folgenden soll es um handgezeichnete Karten gehen, die auch als Manuskriptkarten bezeichnet werden. Bibliotheken und Archive verwahren gleichermaßen handgezeichnete und gedruckte Karten.[4]

Die Manuskriptkarten sind in der Regel nicht wie die meisten gedruckten Karten als Sammlungsgut in das Archiv gekommen, sondern im Zusammenhang mit Verwaltungshandeln entstanden, also organisch erwachsen. Den handgezeichneten Karten kommt in der Regel auch Unikatcharakter zu. Sehr selten wurden von Manuskriptkarten ebenfalls von Hand gezeichnete Kopien oder Mehrfertigungen angefertigt. Vereinzelt waren handgezeichnete Karten auch Vorlagen für gedruckte Karten.

Die Manuskriptkarten dienten in den Kanzleien und Ämtern oft zur Veranschaulichung des Verwaltungshandelns. So entstanden in den Verwaltungen Karten etwa zur Darstellung von strittigen Grenzverläufen oder zur Festlegung der neuen Grenzverläufe als Folge von Grenzstreitigkeiten. Beispiele hierfür sind die zahlreichen in den Beständen des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, im Generallandesarchiv Karlsruhe und in den Staatsarchiven Sigmaringen und Wertheim vorhandenen Karten zu Grenzstreitigkeiten.[5]

Manuskriptkarten konnten der Verwaltung auch als Gedächtnisstütze (Pro Memoria), zur Rechtssicherung oder zur Mitteilung an entfernte Personen dienen. Damit ähneln die Entstehungsursachen von handgezeichneten Karten in Verwaltungen denen von Behördenschriftgut. Oft wurden Karten auch in Verbindung mit der Wirtschafts-, Finanz- oder Forstverwaltung gezeichnet. Man denke dabei etwa an die umfangreichen Bestände an Kataster-, Flur- und Forstkarten in den Archiven.

Historische Entwicklung

Die Geschichte der Kartographie in Südwestdeutschland (mit Schwerpunkt handgezeichnete Karten)

Karten gibt es seit dem 3. bzw. 2. Jahrtausend v. Chr. in Form von Tontafeln in Mesopotamien und auf Papyrus in Ägypten.[6] Aus der Antike sind zwar keine Karten im Original überliefert, doch haben sich Aufzeichnungen von Geographen wie Claudius Ptolemäus oder Historikern wie Herodot erhalten. Von den römischen Karten sind keine Originale auf uns gekommen, jedoch existiert mit der berühmten Peutingerschen Tafel (Tabula Peutingeriana)[7] eine römische Weltkarte, die als eine mittelalterliche Handschrift überliefert ist. Aus dem Mittelalter stammt auch die berühmte Ebstorfer Weltkarte, die während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde.[8] Da auf den beiden genannten Karten auch Teile Südwestdeutschlands abgebildet waren, können diese wohl als die ältesten handgezeichneten Karten mit Darstellungen des heutigen Baden-Württemberg angesehen werden.

Ab dem 16. Jahrhundert entstanden in den einzelnen Territorien und Herrschaften, die sich auf dem Gebiet Südwestdeutschlands befanden, handgezeichnete Karten bzw. Kartenwerke zur Darstellung des jeweiligen Herrschaftsbereichs.[9] Im Jahre 1575 legte der Kartograph Heinrich Schweickher[10] den Ämteratlas des Herzogtums Württemberg vor, der in 50 handgezeichneten Karten und in einer Generaltafel das Herzogtum und seine Ämter vollständig abbildete. Der gebürtige Bayer Georg Gadner übergab 1596 sein umfangreiches Forstkartenwerk „Chorographia. Beschreybung des löblichen Fürstentums Wirtemberg […]“[11] an Herzog Friedrich I. von Württemberg, in dem später auch einzelne Blätter von Johannes Oettinger[12] und Heinrich Schickhardt Eingang fanden. Gadner stellte die einzelnen Forste, die Orte (in meist schematischen Ortsbildern), die Gewässer, die territoriale Zugehörigkeit und teilweise auch die Kulturarten wie Wälder, Weingärten und Ackerland, dar. Der württembergische Beamte Jakob Ramminger schuf 1599 mit dem „Seebuch“[13] eine Darstellung der Seen im Herzogtum Württemberg.

Diese Kartenwerke basierten teilweise auf nur groben Vermessungstechniken. Die erste mit Hilfe der Triangulation (Dreiecksvermessung) angefertigte Karte des Herzogtums Württemberg war die „Wirtembergiae Tabula VIII“ der Ämter Tübingen, Bebenhausen, Herrenberg, Wildberg und Nagold aus dem Jahre 1634, die von dem Tübinger Mathematiker, Theologen, Orientalisten und Erfinder der Rechenmaschine Wilhelm Schickard (auch Schickhardt) (1592–1635) erstellt wurde. Die 1634 entstandene Karte zeigt die genannten Ämter mit den Orten und den Flüssen.[14]

Der aus Frankfurt am Main stammende Kriegsrat, Obristleutnant und Kartograph Andreas Kieser[15] (1618 – um 1688) schuf in den Jahren 1680 bis 1687 ein umfangreiches Forstkartenwerk, das große Teile der Forste des Herzogtums Württemberg in 279 Blättern abbildete. Parallel zu den Forstkarten verfasste Kieser auch die Forstlagerbücher, in denen sich zahlreiche Ansichten von Städten, Orten und Wohnplätzen in Württemberg und den angrenzenden Herrschaften befinden. Leider wurde das Forstkartenwerk, das die Württembergische Landesbibliothek besaß, im Zweiten Weltkrieg zerstört. Lediglich die Schwarz-Weiß-Aufnahmen von dem Kartenwerk, die beim Landesmedienzentrum Württemberg in Stuttgart verwahrt werden, haben den Krieg überdauert. Daneben haben sich noch einzelne Land- und Forstkarten von der Hand Andreas Kiesers erhalten[16].

Auf Andreas Kieser folgte in Württemberg der evangelische Pfarrer und Kartograph Johann Majer, dessen Kartenskizzen sich im Bestand N 7 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart befinden. Diese Skizzen waren die Grundlage für seine bekannte Landtafel des Herzogtums Württemberg aus dem Jahre 1710 (siehe Artikel gedruckte Karten).

Weil das Herzogtum Württemberg im 18. Jahrhundert in die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Preußen, Frankreich und Österreich verwickelt war, wurde auch in Württemberg die Militärkartographie gepflegt. Eine eigene Abteilung, das Corps des Guides, erstellte im Siebenjährigen Krieg ab 1760 Karten von den Schlachten und Feldzügen der Württemberger. Die Vermessung und Kartographie spielten in der Kriegführung auch eine Rolle. Die Spähtrupps und Guiden mussten dabei das Gelände „rekogniszieren“ (erkunden) und dann in Form von Karten abbilden. Die militärischen Karten des Corps des Guides aus dem Siebenjährigen Krieg sind in einem Atlas zusammengefasst[17] und zeigen die Feldlager der württembergischen Truppen. In den Friedenszeiten bis 1795 fertigte das Corps des Guides Karten von württembergischen Ämtern, Gemeinden, Wäldern und Grundstücken. Leider hat sich das kartographische Werk des Corps des Guides nicht vollständig erhalten, weil der in der Württembergischen Landesbibliothek verwahrte Teil ebenfalls im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurde, doch das noch vorhandene Material, das sich fast ausschließlich im Bestand N 5 im Hauptstaatsarchiv Stuttgart befindet, gibt einen sehr schönen Einblick in die Fertigkeiten des Corps. Die Karten bestechen durch ihre Genauigkeit und Fortschrittlichkeit, durch ein ausgeklügeltes System von Signaturen und schließlich durch ihre künstlerische Sorgfalt, mit der sie erstellt wurden.

Wer sich mit der Geschichte der Kartographie im Südwesten beschäftigt, stellt die überragende Bedeutung der Kartographie im Herzogtum Württemberg fest. Dies liegt natürlich daran, dass Württemberg das nach Fläche und Einwohnerzahl mit Abstand größte Territorium auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württemberg war und große Fortschritte auf dem Gebiet der Kartographie und Vermessungstechnik erzielte, wie man oben sehen kann. Doch auch in den übrigen kleineren Fürstentümern, Klosterherrschaften und Freien Reichsstädten entstanden handgezeichnete Karten bzw. Kartenwerke von beachtlichem Rang.

Eine Besonderheit in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und zu Beginn des 17. Jahrhunderts waren die sog. Landtafeln. Auf diesen wurde das Gebiet teilweise in Form von Landschaftswiedergaben, teils aber auch auf der Grundlage von Vermessungen dargestellt. Bekannt sind die Landtafeln des Ulmer Stadtmalers Philipp Renlin des Älteren[18] im Landesmuseum Württemberg und die Wangener Landtafel aus den Jahren 1616/1617[19] im Stadtmuseum Wangen im Allgäu.

Ende des 17. und im Verlauf des 18. Jahrhunderts bemühten sich die oberschwäbischen Klöster um eine vollständige Abbildung ihrer Besitzungen und Herrschaften. In diesem Zusammenhang entstanden eine Reihe von Kartenwerken, bestehend aus Gemarkungskarten und -plänen. Um 1690 fertigte etwa Abt Meinrad Hummel seine Ichnographia über das Gebiet des Klosters Elchingen[20] an. In Wiblingen folgten 1690 bis 1698 die sog. „Ichnographischen Entwürfe“[21] in den Lagerbüchern. 1726 bis 1729 schuf der Lieutenant und Feldmesser Wolff die Gemarkungskarten von Besitzungen des Klosters Ochsenhausen, die später dem Feldmesser und Schulmeister Johann Baptist Rindenmoser als Vorbild für die Anfertigung seiner Gemarkungs- und Grenzkarten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts dienten. Die letztgenannte Aufnahme der Gemarkungen muss auch vor dem Hintergrund der Maßnahmen zur Verbesserung des Ertrags der Landwirtschaft in Oberschwaben, wie der Vervieröschung und Vereinödung, gesehen werden.[22] 1748 bis 1755 bildete der Geometer Johann Müller die in dieser Zeit reichsunmittelbar gewordene Klosterherrschaft Zwiefalten in Form von Karten der Siedlungen, Gemarkungen, Gutsbetriebe und der Klostergemarkung Zwiefalten mit dem Klosterbauhof ab. Der Zwiefalter Konventuale Pater Placidus Wescher erstellte 1783 ein Flurkartenwerk des Klosters mit einem Verzeichnis der Abgaben.[23] Um die Mitte des 18. Jahrhunderts schuf der Schussenrieder Konventuale Pater Dominicus Reiner kunstvoll gestaltete Flurkarten des Prämonstratenserklosters Schussenried.[24]

In der Markgrafschaft Baden-Durlach entstanden ab 1761 handgezeichnete Karten der Ämter. Mit der Vererbung der Markgrafschaft Baden-Baden 1771 an die Durlacher bzw. Karlsruher Linie wurde auch dieser Landesteil ab 1775 kartographisch vermessen und dargestellt.[25] 1781 wurde schließlich die berühmte Rheinstromkarte angefertigt. Grundlage für diese kartographischen Werke waren trigonometrische Vermessungen. Für die Erstellung der Karten war ein ganzes Team verantwortlich, dem neben dem Leiter Hauptmann Jakob Friedrich Schmauß auch die Kartographen Caspar Carl Schwenck, Carl Christian Vierordt und der aus England stammende Peter Perez Burdett angehörten. Zudem entstanden Pläne sämtlicher Gemarkungen in Baden[26]. Diese kartographische Überlieferung wird heute im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrt.

Bereits im 18., besonders aber im 19. Jahrhundert gewannen zunehmend die gedruckten Karten gegenüber den handgezeichneten an Bedeutung. Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart gibt es im Bereich der Forstkarten, Bestände N 70 Forstkarten betreffend Kurfürstentum und Königreich Württemberg 1803–1870 und N 75 Karten der Forstdirektion (Nord-)Württemberg 1923–1943, 1947–1960 und im Bestand N 60 Land- und Flurkarten betreffend Königreich und Volksstaat Württemberg noch handgezeichnete Karten.

Häufig entstanden handgezeichnete Karten auch als Skizzen und Vorstufen für die Anfertigung von gedruckten Karten. Sie waren aber nicht mehr das Ziel bzw. das Endergebnis der kartographischen Arbeit. Zudem konnten mit Hilfe der von Alois Senefelder erfundenen Technik der Lithographie relativ günstig Flurkarten, etwa von der Landesvermessung des Königreichs Württemberg um 1818–1840, vervielfältigt werden.

Aufbau und Inhalt

Handgezeichnete Karten sind in Aussehen und Inhalt sehr heterogen. Im Unterschied zu gedruckten Karten weisen sie kaum Standardisierungen auf. Die Bandbreite, in der sich die handgezeichneten Karten bewegen, reicht von ganz einfachen und primitiven kartographischen Darstellungen, die ohne vorherige Vermessungen entstanden sind, über flüchtige Bleistiftskizzen und Vorarbeiten zu gedruckten Karten, bis zu sorgfältig gemalten Landschaftsbildern mit künstlerischem Anspruch, wie das Filstalpanorama[27] von Martin Schaffner und den auf Dreiecksvermessungen basierenden, sorgfältig und aufwändig gestalteten Kartendarstellungen des Corps des Guides.[28] Dies erschwert es, allgemeine Aussagen über Inhalt und Aufbau von handgezeichneten Karten zu formulieren.

Auf den frühen Karten wird die Landschaft oft noch bildlich dargestellt. Die Berge sind häufig in Seitenansicht und die Siedlungen, Schlösser, Burgen und Kirchen in mehr oder weniger realitätsgetreuen Ansichten wiedergegeben.

Auf das Problem der Vermessungstechnik wurde bereits oben hingewiesen. Erst mit der Triangulation (Dreiecksvermessung) ab der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war es möglich, genauere Karten herzustellen. So wurden die Entfernungen und die Lagetreue der Orte auf diesen Karten exakter.

Im 18. Jahrhundert folgen dann eine stärkere Abstrahierung der Landschaft und eine zunehmende horizontale Projektion.[29] Der Einsatz von Signaturen und Zeichen, die Flächenfärbung und Schraffuren gewinnen ebenso an Bedeutung. Das bedeutet beispielsweise, dass Orte nun nicht mehr bildhaft, sondern schematisch im Grundriss wiedergegeben werden. Auch das Relief bzw. die Beschaffenheit des Geländes wird nicht mehr durch Bergbilder oder sog. Maulwurfshügel dargestellt, sondern etwa durch Schraffuren. Es entstehen bei einigen handgezeichneten Karten – analog zu der Entwicklung bei gedruckten Karten – Systeme der Verfeinerung und Gestaltung der Signaturen (Zeichen). Diese Zeichen werden auch teilweise in Form von Kartenlegenden erläutert. Ein Beispiel hierfür sind die Karten des bereits mehrfach genannten Corps des Guides. Die Kenntnis dieser Signaturen ermöglicht überhaupt erst das Verständnis der Karten.

Überlieferungslage und vorarchivische/archivische Bearbeitungsschritte

Handgezeichnete Karten gelangten, wie bereits erwähnt, zusammen mit Verwaltungsschriftgut wie Akten oder Amtsbücher ins Archiv. Diese Karten sind zuvor bei einem Registraturbildner, also bei einer Behörde, zusammen mit dem zugehörigen Schriftgut organisch erwachsen. Die Behörde, bei der die Karten und das Schriftgut entstanden sind, bezeichnet man auch als Provenienz.

In den Archiven wurden die Karten häufig aus lagerungstechnischen Gründen von dem zugehörigen Schriftgut getrennt und in sog. Kartenselekten verwahrt. Ein Beispiel hierfür ist der inzwischen aufgelöste Bestand H 59[30] im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, der die Bezeichnung Kartenselekt vermischter Provenienzen führte. In einem solchen Selekt wurden Karten aus verschiedenen Aktenbeständen und Provenienzen vereinigt.

Daneben kam es auch vor, dass bereits beim Registraturbildner die Karten wegen ihres Überformates von den zugehörigen Akten oder Amtsbüchern separiert wurden und damit bereits in vorarchivischer Zeit die Zusammenhänge aufgelöst wurden. Zuweilen gelangten die Akten und die Karten auch mit zeitlich unterschiedlichen Behördenablieferungen ins Archiv.

Seltener werden handgezeichnete Karten von einem öffentlichen Archiv angekauft oder als Geschenk übernommen. Diese Karten werden teils in spezielle Kartensammlungen oder in bereits vorhandene Selekte eingeordnet. So können Mischformen aus Selektbestand und Kartensammlung entstehen.

Durch die Trennung der handgezeichneten Karten von dem zugehörigen Schriftgut wurden oft die Zusammenhänge zerstört, die für das Verständnis einer Karte meist von Bedeutung sind. So ist etwa für eine Flurkarte, die nummerierte Grundstücksparzellen aufweist, das zugehörige Grundstücksverzeichnis unerlässlich, in dem sich die Aufstellung der nummerierten Grundstücke mit den Namen der Besitzer befindet. Häufig können nur mühsam die Provenienzen der handgezeichneten Karten oder die zugehörigen Akten oder Amtsbücher im Zuge der Erschließung ermittelt werden.

Doch nicht alle handgezeichneten Karten wurden im Archiv von den zugehörigen Akten und Amtsbüchern getrennt; solche Karten werden nach wie vor in den Akten oder Amtsbüchern oder zumindest unter der Signatur der zugehörigen Akten verwahrt. In vielen Archiven, etwa im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, ist die Mehrzahl der handgezeichneten Karten noch unter den Signaturen der Akten- oder Amtsbuchbestände verzeichnet, mit denen sie eingekommen sind. Der kleinere Teil ist dann in Kartenselekten überliefert.

Die Lagerung von Karten kann im Archiv planliegend, hängend in einem Hängezeichnungsschrank oder früher auch gerollt erfolgen. Die letztgenannte Art der Lagerung ist allerdings vom konservatorischen Standpunkt gesehen problematisch, so dass etwa für das Hauptstaatsarchiv Stuttgart daher ein spezieller Kartenschrank für die Überformate nach Maß angefertigt wurde, in dem jetzt ein Großteil der bisher gerollten Karten liegt.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Handgezeichnete Karten sind eine wichtige Quelle für verschiedene Bereiche der Forschung.[31] An erster Stelle sollen hier die Historische Geographie und die Siedlungs-, Agrar- und Forstgeschichte genannt werden. Anhand von Karten lassen sich Aussagen über die Landwirtschaft, die Nutzung des Grund und Bodens, den Grundbesitz und die Grundherrschaft, die Entwicklung von Dörfern oder gar über verlassene Siedlungen (in der sog. Wüstungsforschung) machen.

Da Karten, v.a. Flur- und Gemarkungskarten, auch Angaben über die Verteilung des Grundbesitzes aufweisen, sind sie für die Sozialgeschichte, etwa von Dörfern, von Belang.

Auch die Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltgeschichte profitieren von Karten. Archäologen und Prähistoriker finden auf handgezeichneten Karten etwa Einzeichnungen von archäologischen oder vor- und frühgeschichtlichen Denkmälern. Ein Beispiel hierfür sind die Darstellungen einer römischen villa rustica und einer keltischen Viereckschanze im Grundriss in der Ichnographia des Klosters Elchingen von Abt Meinrad Hummel, die vom Zeichner fälschlicherweise als die Ruinen der Stammburg des Grafen von Ravenstein, des Gründers des Klosters Elchingen, identifiziert wurden. Erst im 20. Jahrhundert haben Archäologen die Einzeichnung korrekt als keltische Viereckschanze einordnen können.[32]

Germanisten, etwa die Namensforscher, studieren handgezeichnete Flurkarten wegen der Einträge von Flur- und Ortsnamen. Geologen können in Karten Angaben über Bodenschätze finden.

Auch für Militärhistoriker sind handgezeichnete Karten von Interesse. Sie können den Karten von Truppenaufstellungen, die beispielsweise das württembergische Corps des Guides erstellte,[33] Angaben über die Kriegführung im Siebenjährigen Krieg entnehmen. Manchmal finden sich auch Abbildungen von Scharmützeln während des Dreißigjährigen Krieges, wie etwa in der Karte des Ulmer Anteils an der früheren Grafschaft Helfenstein von Wolfgang Bachmeyer und Johann Stöltzlin.[34]

Selbst zur Alltagsgeschichte bieten Karten Material, zeigen doch z.B. die Ichnographischen Entwürfe[35] des Klosters Wiblingen Darstellungen von Bauern bei der Feldarbeit und von Fischern beim Fischfang.

Da Karten als Bildschmuck oder zur Veranschaulichung von Herrschaftszugehörigkeiten auch häufig Wappen enthalten, sind sie auch für die Heraldik eine interessante Quelle. Stellvertretend seien hier die Wappen der württembergischen Klöster bzw. Klosterämter und Amtsstädte in der Chorographia. Beschreybung des löblichen Fürstentums Wirtemberg[36] von Georg Gadner genannt.

Nicht zuletzt sind handgezeichnete Karten für viele Aspekte der Orts- und Regionalgeschichte unentbehrlich. Häufig enthalten sie Ansichten von Siedlungen, Höfen, Burgen und Schlössern, die unter Umständen die ältesten überhaupt bekannten Ansichten dieser Art sind. Manchmal sind Burgen, Schlösser, Kirchen oder andere Bauwerke abgebildet, die mittlerweile längst verschwunden sind, wie etwa die Dotzburger Wallfahrtskirche[37] bei Wiesensteig. Gerade bei Ansichten von Orten und Gebäuden muss aber genauer untersucht werden, ob es sich um realitätsgetreue, schematische oder idealisierte Ansichten handelt. Viele Kartographen oder Zeichner verzichteten auf eine detailgetreue Ansicht eines Ortes oder einer Landschaft, weil ihnen hierfür die künstlerischen Fähigkeiten fehlten, oder weil es für die Fragestellung, unter der eine Karte erstellt wurde, oder für den Auftraggeber der Karte schlicht irrelevant war, ob ein Ort, eine Kirche oder ein Schloss realitätsgetreu wiedergegeben wurde.

Hinweise zur Benutzung

Aus konservatorischen Gründen wurden früher wertvolle handgezeichnete Karten auf Color-Makrofiches aufgenommen und nicht mehr im Original zur Benutzung vorgelegt. Heutzutage werden die handgezeichneten Karten im Archiv digitalisiert und online gestellt. Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart hat fast alle handgezeichneten Karten in den Beständen N 1 bis N 40 mittlerweile als Digitalisate ins Netz eingestellt.

Anmerkungen

[1] Zur Etymologie des Wortes Karte siehe Artikel über Karte, in: Brockhaus Enzyklopädie, S. 496.
[2] Definition nach Ewe, Karten und Pläne, S. 115.
[3] Schneider, Macht, S. 7.
[4] Papritz, Kartentitelaufnahme, S. 18–22.
[5] Ebd., S. 20f.; Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart; Akten des Reichskammergerichts im Staatsarchiv Sigmaringen. Die Inventare zum Bestand 71 Reichskammergericht im Generallandesarchiv Karlsruhe sind noch nicht im Druck erschienen.
[6] Karte (Kartographie), in: Brockhaus Enzyklopädie, S. 504.
[7] Zur Peutingerschen Tafel: Oehme, Geschichte, S. 12, Tafel 1a; Tabula Peutingeriana; Talbert, Rome‘s world; Peutingeriana.
[8] Zur Ebstorfer Weltkarte: Oehme, Geschichte, S. 12, Tafel 1b; Ders., Karte, S. 195; Ebstorfer Weltkarte.
[9] Zur Geschichte der Kartographie im heutigen Baden-Württemberg: Oehme, Geschichte; Bull-Reichenmiller, Geschichte.
[10] Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Cod. hist. qt. 102; Schweickher, Atlas.
[11] HStA Stuttgart N 3 Nr. 1; „Beritten, beschriben und gerissen“. Georg Gadner und sein kartographisches Werk; Chorographia Ducatus Wirtembergici: Forstkartenwerk von Georg Gadner.
[12] Zu Johannes Oettinger: Oehme, Johannes Oettinger.
[13] Württembergische Landesbibliothek Stuttgart Cod. hist. fol. 261.
[14] HStA Stuttgart N 1 Nr. 11; Zu der Karte: Oehme, Geschichte, S. 42f. Karte 15; Ders., Geograph; Betsch, Praxis geometrica; Seck, Wilhelm Schickard, S. 193.
[15] Zu Andreas Kieser: Uhland, Andreas Kieser; Andreas Kieser, Alt-Württemberg in Ortsansichten.
[16] HStA Stuttgart N 3.
[17] HStA Stuttgart N 5 Nr. 37–52.
[18] Oehme, Geschichte, S. 32, Tafel III.
[19] Ebd., S. 72, Tafel VIII; Fischer, Meilensteine; Ders., Frühwerke; Ders., Kartographische Gestaltungselemente.
[20] HStA Stuttgart N 11 Nr. 35 und 36. Weitere Teile der Ichnographia finden sich im Gemeindearchiv Westerstetten und im Staatsarchiv Augsburg.
[21] HStA Stuttgart H 235 Bd. 351–353. Das Findmittel und die Karten sind als Digitalisate online einsehbar.
[22] HStA Stuttgart N 26.
[23] HStA Stuttgart N 40; Fischer, Kartographie.
[24] HStA Stuttgart N 30; eine wissenschaftliche Abhandlung über die Karten des Klosters Schussenried ist noch ein Desiderat der Landesgeschichte.
[25] GLA Karlsruhe Bestand H Gemarkungspläne; Oehme, Geschichte, S. 65f.; Schäfer, Vermessung; Musall u.a., Landkarten; Reinhard, Anfänge; Ders., Die topographische Landesaufnahme.
[26] Gemarkungspläne im Generallandesarchiv Karlsruhe.
[27] HStA Stuttgart N 1 Nr. 1 (Württembergischer Anteil) und Stadtarchiv Ulm (Ulmer Anteil); Akermann, Grenzstreit; Oehme, Geschichte, S. 24, Tafel II; Landschaftsbild; Teget-Welz, Martin Schaffner.
[28] HStA Stuttgart N 5 Karten des Corps des Guides. Zur Geschichte des Corps des Guides siehe die Einleitung des Repertoriums N 5. Eine wissenschaftliche Abhandlung über das Corps des Guides existiert bislang noch nicht.
[29] Ewe, Karten und Pläne, S. 120.
[30] Siehe dazu das Repertorium des aufgelösten Bestandes H 59; Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart. Sonderbestände, S. 119.
[31] Ewe, Karten und Pläne, S. 120–122.
[32] HStA Stuttgart N 11 Nr. 35 Blatt 13.
[33] HStA Stuttgart N 5 Nr. 37–52.
[34] HStA Stuttgart N 11 Nr. 2; Oehme, Geschichte, S. 99–101; Wortmann, Johann Stöltzlin.
[35] HStA Stuttgart H 235 Bd. 351–353. Das Findmittel und die Karten sind als Digitalisate online einsehbar.
[36] Gönner, Heraldik.
[37] HSTA Stuttgart N 11 Nr. 1.

Literatur

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  • Ein zerschnittenes Landschaftsbild: Das Filstalpanorama von 1534/35. [CD-ROM zu einer Ausstellung des Hauptstaatsarchivs 2003 bis 2004], bearb. von Eberhard Merk, hg. vom Hauptstaatsarchiv Stuttgart/Stadtarchiv Ulm, Stuttgart/Ulm 2003.

Zitierhinweis: Eberhard Merk, Handgezeichnete Karten, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: […], Stand: 10.9.2017.

 

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