Authentiken

Von Jutta Seif

Definition der Quellengattung

Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Leon-Rot, 1957. Foto: Rennert, Alexander, St. Leon-Rot. Quelle: Pfarrarchiv St. Leon-Rot.
Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Leon-Rot, 1957. Foto: Rennert, Alexander, St. Leon-Rot. Quelle: Pfarrarchiv St. Leon-Rot. Erläuterung s.u.

Im katholischen Kulturraum versteht man unter einer Authentik einen Echtheitsbeweis einer Reliquie oder einer Urkunde sowie die Urkunde selbst.

Formen von Reliquienverehrung und damit Echtheitsbeweise im weiteren Sinn kommen wohl nahezu in allen Weltreligionen vor, im Katholizismus, im russisch-orthodoxen Kulturraum und im islamischen Glauben (z. B. Gewand des Mohammed). Auch im Luthertum kennt man Luthermemorabilien, die zeitweise reliquienartige Verehrung genossen.[1] Im Hinduismus verdrängt der Glaube an Reinkarnation die Möglichkeit, einen Reliquienkult zu pflegen, im Buddhismus wird die Asche Buddhas verehrt.

Historische Entwicklung

Es kommen bereits im 4. und 5. Jahrhundert Authentiken vor. Herkunftsorte sind überwiegend christliche Zentren wie Rom oder Ravenna.[2] Schon immer wurde um die Echtheit von Reliquien gerungen, um sicherzustellen, dass der Glaube an die Reliquie gerechtfertigt ist. Ohne Reliquien erschien schon im Frümittelalter eine Kirchweihe unmöglich, sodass das II. Konzil von Nicaea (787) die Niederlegung von R[eliquien] zum obligatorischen Bestandteil jeder Kirchweihe erklärte.[3] Seit jeher bestand die Gefahr, dass Reliquien ohne Echtheitsgarantie verehrt wurden. Deshalb einigte man sich gut 800 Jahre später auf dem Konzil von Trient, Missbräuche bei Reliquienverehrung zu verhindern.[4]

Luther hatte eine kritische Einstellung zu Reliquien. So stellte er für sich fest: Denn es ist alles tod ding, das niemand heiligen kan.[5] Während des Bildersturms, der mit der Reformation einherging, wurden neben manchen Kirchen auch Reliquiare sowie liturgische Geräte zerstört. Ganz anders sind die Verhältnisse in der Barockzeit, denn es ist zu vermuten, dass in dieser Epoche die meisten Authentiken ausgestellt wurden, „weil auch die Nachfrage nach immer mehr Reliquien“ stetig wuchs.[6]

Bedeutsam ist die Tatsache, dass man sich sogar während des 1. Weltkrieges mit Reliquien und somit mit den dazugehörigen Authentiken befasst hat. Im CIC von 1917 behandeln drei Artikel die Themen „Reliquien“ bzw. „Authentiken“: Can. 1282, can. 1283 und can. 1285. In can. 1283 wird die Echtheit in einer förmlichen Urkunde festgestellt. Verliert man die Authentik, „wird ein Prüfverfahren vorgeschrieben (can. 1285), an dessen Ende ggf. wieder die Ausstellung einer Authentik steht“.[7]

Ungefähr ein halbes Jahrhundert später war die Sachlage ganz anders: Der Artikel SC 111 der Konstitution über die heilige Liturgie des Zweiten Vatikanischen Konzils beurteilte die Fragen des Reliquienwesens. Das Zweite Vatikanum bindet die Verehrung von R[eliquien] an ihre Echtheit.[8]

Nach dem für eine Kirchweihe vorgeschriebenen Ritus der katholischen Kirche ist es einer Gemeinde überlassen, Reliquien in den Altar einzufügen. Die Reliquienheiligen werden in der Weiheurkunde namentlich aufgeführt. In der Realität hat aber noch heute wohl nahezu jede Kirche eine Reliquie.

Der CIC von 1983 behandelt das Thema „Reliquien“, schweigt aber zu „Authentiken“. Im CIC von 1983 wird vorausgesetzt, dass es sich um reliquiae authenticae handelt. Im Übrigen hat die „Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen“ in Bezug auf das Reliquienwesen geradezu einen Alleinanspruch.[9]

Aufbau und Inhalt

Schon früh verlangte man die Verifizierung von Reliquien durch Authentiken: Bereits im ausgehenden Altertum einsetzende Konzils- und Synodalbeschlüsse, verlangten aussagekräftige „Zeugnisse für die Echtheit der Reliquien, des Martyriums und der geschehenen Wunder“.[10]

In den von Tino Licht beschriebenen Authentiken des 8. Jhs. werden nur der Name des Heiligen und die von ihm stammenden Reliquien genannt, z. B. Reliquias Sancti Sulpicii confessori.[11] Aussteller und Unterschrift fehlen.

Für Aufbau und Inhalt der Authentiken gibt es feste Elemente. Am Kopf einer Authentik ist in der Mitte ein Wappen zu sehen, umringt von „Namen, Titeln und Ordenszugehörigkeit des Ausstellers“. Danach wird das Reliquiar beschrieben, die Heiligen werden genannt, dann folgt Datum und Unterschrift. „Ein Siegel, identisch mit dem am Reliquiar, vervollständigt die Authentik“.[12]

Während frühere Authentiken keine feste Form haben, verhält es sich anders mit späteren Authentiken: Letztere “sind vorgedruckt und handschriftlich (Reliquiarbeschreibung, Heiligennamen, Datum und Unterschrift) ergänzt; hier findet sich anstelle des Lacksiegels eine Prägung im Papier“.[12] Sehen Sie dazu Abb.3 (Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn, 1941).

In der Neuzeit kam es zu einer Entwicklung von Vordrucken. Somit konnten die Urkunden beliebig oft hergestellt werden, und aufgrund des „routinemäßigen Verfahrens“ war die Rechtssicherheit gewährleistet, „da das Formular die Erwähnung der wichtigsten Elemente unter Verwendung des juristischen Vokabulars einforderte und weitgehend garantierte“.[13]

Die spezifischen Eigenschaften der Authentiken sollen im Folgenden durch Abbildungen erläutert werden. Die Formalbeschreibung geht auf eine Vorlage von Hanns Peter Neuheuser zurück.

Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Leon-Rot, 1957. Foto: Rennert, Alexander, St. Leon-Rot. Quelle: Pfarrarchiv St. Leon-Rot.
Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Leon-Rot, 1957. Foto: Rennert, Alexander, St. Leon-Rot. Quelle: Pfarrarchiv St. Leon-Rot.

Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Leon-Rot, 1957.
Foto: Rennert, Alexander, St. Leon-Rot.
Quelle: Pfarrarchiv St. Leon-Rot.
Aussteller der Urkunde: Fr[ater] Bernardinus a Senis, Postulator Generalis.
Gegenstand der Authentik: particulam ex carne S[t]. Joannis Mariae Viannej C.T.D.Z..
Datum der Authentik: Datum Romae, die 6.5.1957.
Unterschrift: Bernardinus a Senis.
Darunter: Fr[ater] Postulator Generalis.
Stempel: Postulator Generalis Ordinis Capucinorum.
Archivsignatur : Pfa St. Leon-Rot, Nr.1181.
Reliquiar: in theca metallica formae rotundae crystallo clausa.
[mit Siegelankündigung].

Authentik aus dem Pfarrarchiv Schiffmacher, 1955. Foto: (kathma.de/Schuhmann). Quelle: Pfarrarchiv Schiffmacher.
Authentik aus dem Pfarrarchiv Schiffmacher, 1955. Foto: (kathma.de/Schuhmann). Quelle: Pfarrarchiv Schiffmacher.

Authentik aus dem Pfarrarchiv Schiffmacher, 1955.
Foto: (kathma.de/Schuhmann).
Quelle: Pfarrarchiv Schiffmacher.
Aussteller der Urkunde: Maurus ab Immaculata. Congregationis Clericorum Excalceatorum SS. Crucis et Passionis D.N.I.C. [Passionistenorden].
Gegenstand der Authentik: Particulas ex Ossibus S[anctae] Mariae Goretti V[irginis] M[ariae].
Authentik mit Erlaubnis zur öffentlichen Verehrung (Vidimus et venerationem publicam concedimus).
Unterschrift der Erlaubnis zur öffentlichen Verehrung: Eugenius [Seiterich] Archiepiscopus, [Erzbischof], Friburgi/Brisg., die 27/8/1955.
Datum der Authentik: Datum Romae, ad Sancta Sanctorum (Scala San[c]ta), die 6 Julii 1955.
Unterschrift der Authentik: Maurus ab Immaculata P. Postulator.
Archivsignatur: Pfa Schiffmacher, Nr. 186.
Reliquiar: „in theca argentea inaurata rotundae formae unico crystallo munita“.
[mit Siegelankündigung].

Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn, 1941. Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach. Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn.
Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn, 1941. Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach. Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn.

Authentik aus dem Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn, 1941.
Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach.
Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn.
Aussteller der Urkunde: Conrad [Gröber, Erzbischof von Freiburg].
Gegenstand der Authentik: Particulam ex ossibus S.M. Gaudiosi.
Datum der Authentik: Friburgi Brisg., hac die 22. August 1941.
Unterschrift: Conrad, [vor dem Vornamen Zeichen für Erzbischof], darunter: Archiepiscopus, [Erzbischof].
Archivsignatur: Pfa St. Maria Waldbrunn, Nr. 510.
Reliquiar: in theca aurea figurae rotundae unico crystallo munita.
[mit Siegelankündigung].

Aktenvermerk über Echtheit der sich in einer Kapsel befindlichen Märtyrerreliquien. Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach. Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn.
Aktenvermerk über Echtheit der sich in einer Kapsel befindlichen Märtyrerreliquien. Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach. Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn.

 

 

 

Aktenvermerk über Zusendung und Bestätigung der Echtheit der sich in einer Kapsel befindlichen Märtyrerreliquien des hl. Gaudiosus sowie Übermittlung der dazugehörenden Authentik.

Foto: Seif, Jutta, Archivstelle Eberbach.
Quelle: Pfarrarchiv St. Maria Waldbrunn. Betreff: Wettersegenskreuz.
Datum: 22. August 1941.
Absender: Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg.
Adressat: An das Erzb[ischöfliche] Pfarramt in Strümpfelbrunn.
Unterschrift: Burger.

Überlieferungslage

Schon seit dem 4. Jh. sind Authentiken nachweisbar. Reliquienbeschriftungen haben eine lange Tradition. Für die Kennzeichnung und Beglaubigung von Reliquien dienten Authentiken meist in Form von schmalen und länglichen Pergamentstreifen. Auch Inschriften und feste Beschreibstoffe fanden Verwendung. Das lässt sich schon in Nordafrika im 6. Jh. ermitteln.“Durch Reliquientranslationen gelangt diese Beglaubigungstechnik bereits während des 9. Jh. nach Sachsen“, im ausgehenden 10. Jh. an den Rhein, „seit der Mitte des 11. Jh[s]. wächst die Belegdichte in Westeuropa stark an, doch finden sich auch für das hohe und späte Mittelalter“[…] „nur wenige Beispiele“.[14]

Die Zuständigkeit für die Anfertigung von Authentiken wechselte im Laufe der Jahrhunderte. Das 4. Laterankonzil (1215) bestimmte, dass der Papst für neu aufgefundene Reliquien eine Authentik ausstellt, wohingegen das Tridentinum (Sessio XXV) die Ortsordinarien verpflichtete[14] und somit den Kreis der möglichen Aussteller erweiterte. Es gibt vermutlich ab diesem Zeitpunkt auch Authentiken, die von Bischöfen ausgestellt wurden, und somit handelt es sich letztlich um eine Bischofsurkunde. Damit wechselt vermutlich die diplomatische Einteilung. Die dritte von mir beschriebene Authentik ist definitiv eine Bischofsurkunde, da sie vom Freiburger Erzbischof Conrad Gröber ausgestellt wurde, wohingegen die beiden ersten Authentiken von Ordensangehörigen initiiert wurden.

„Von 1578 an wurden in Rom Katakomben voller Gebeine entdeckt , die man aufgrund bestimmter Indizien“ […] „als Märtyrer-R[eliquien] identifizierte“.[.…] So „kam es zu einer Welle von prachtvollen Translationen v.a. in die südd[eu]t[schen] Barockklöster“.[15] Es ist anzunehmen, dass in der Barockzeit die meisten Authentiken ausgestellt wurden, „weil auch die Nachfrage nach immer mehr Reliquien“ stetig wuchs.[16]

Vollständige Inventarverzeichnisse über Authentiken sind nicht bekannt. Die von Tino Licht beschriebenen Authentiken, hier aus Mainz, kommen in dem „Sammelwerk des lateinischen Alltagsschrifttums vor dem Jahr 800, den `Chartae Latinae Antiquiores‘“, nicht vor.[17]

Die badische historische Kommission, eine Vorläuferorganisation der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg, hat neben den Urkunden der einzelnen Pfarreien die Authentiken nicht aufgelistet, so dass diese bei Beratungsterminen der Pfarreien vor Ort durch die zuständige Leiterin der Archivstelle Eberbach meist unvermittelt auftauchen, wie auch ganz unerwartet in St. Leon-Rot und Mannheim. In St. Leon-Rot wurden sogar zu den Urkunden die passenden Reliquien gefunden.

Oft werden die Authentiken nicht separat als Urkunden aufgeführt, sondern sind in den Aktenfaszikeln der Rubriken 15 `Kirchenordnung und Gottesdienst` , vereinzelt auch in 13b:`Inventar- und Kunstgegenstände` zu finden. Es handelt sich dabei um die nach Sachbetreffen gegliederte Aktenordnung „Gustav Adolf Beh“. Sie kennt 29 Rubriken.

Authentiken dienten und dienen auch heute noch als Ergänzung zu der Pfarr- und Ortschronik. Ebenso taucht der Name der/des Heiligen in der Weiheurkunde und in der Grundsteinlegungsurkunde der Ortskirche auf. So sind diese beiden Urkundengattungen vermutlich inhaltlich miteinander verwandt.

Quellenkritik und Auswertungsmöglichkeiten

Im Mittelalter griff man zu Methoden, die wir heute nur als Aberglauben ansehen, um die Echtheit von Reliquien zu belegen. So wurden folgende Mittel eingesetzt: „Fasten und Gebet, Feuer-, Kalt- und Warmwasserproben“.[18]

Die Authentiken des 18. und 19. Jahrhunderts sind oft mit Siegel mit angeheftetem „Kapselreliquiar“ versehen. Häufig sind es handschriftlich ausgefüllte Druckformulare. Dabei ist die Echtheit der Authentik mit der Übereinstimmung des Wappens auf dem Siegel mit dem Wappen des ausstellenden Kardinals bzw. Bischofes gegeben. Auch der Vergleich der „Druckformulare, Vermerke und Formulierungen der ausstellenden Institution (meist zuständiger Kardinal in Rom)“ unterstreicht den wahren Charakter der Authentik.[19]

Heute verlässt man sich auf wissenschaftliche Methoden wie Radiokarbontest und Mikrobiologie.

Dennoch ist die Aktenlage im Archiv zur Echtheit der Reliquien oft zweifelhaft: „So wurden bei der Überprüfung des Inhalts des Breisacher Reliqienschreins „ossa incognita“, also „nicht identifizierbare Gebeine“,[20] vorgefunden.

Anlässlich einer Altarweihe werden auch in der heutigen Zeit noch vereinzelt Authentiken von Bischöfen und Weihbischöfen „zu den im Altargrab eingeschlossenen Reliquien“ ausgestellt. Üblicherweise sind in den deutschen Bistümern „Ortsbischöfe und damit Beauftragte“ mit dem Reliquienwesen befasst.[21]

Reliquien und Authentiken sind eher wichtig für die lokale Volksfrömmigkeit. Dafür ist der Quellenwert der Authentiken anerkannt.

Hinweise und Benutzung

Da Authentiken zu den Urkunden gehören, die zur Veröffentlichung bestimmt sind, unterliegen sie laut kirchlichem Archivrecht keinerlei Schutzfristen. Daher sind sie gemäß demselben benutzbar.[22] Allerdings sind wohl nur die Authentiken einsehbar, welche sich in den Diözesanarchiven befinden; die vor Ort in den Pfarreien bewahrten Authentiken sind „teils aufgrund des nicht selten unzureichenden Ordnungs- und Erschließungszustandes, teils aufgrund der Tatsache, dass die Pfarrbüros keine angemessene fachliche Betreuung der Pfarrarchive zu leisten vermögen, in der Regel kaum nutzbar“.[23]

Forschungs- und Editionsgeschichte

Über Authentiken wurde bis heute wohl nicht umfangreich geforscht. Frühmittelalterliche Authentiken werden gerade in einem Sonderforschungsgebiet an der Universität Heidelberg untersucht. Die Veröffentlichung des Buches ist in Planung. Sie trägt den Titel ´Reliquienauthentiken:Kulturdenkmäler des Frühmittelalters`.[24]

Nach Neuheuser sind moderne Reliquienauthentiken „im Hinblick auf ihre diplomatische Qualität kaum einmal in das Bewusstsein der Forschung geraten“.[25]

Dennoch sind sie für die lokale Bistumsgeschichte vor Ort, niedergelegt in den einzelnen Pfarrarchiven, von besonderer Bedeutung.

Das Erzbistum Freiburg besitzt eine Sammlung von „ über mehr als 250 Authentiken aus exsekrierten Altarsepulcren.“ Anhand dieser kann hervorragend über das „Aufkommen von Reliquien und ihrer Verbreitung“ geforscht werden. So kann auch „die zeitliche und räumliche Verbreitung spezifischer Reliquien, etwa von Lokal- oder Regionalheiligen, aber auch von sog. Katakombenheiligen“ beleuchtet werden.[26]

Damit erklärt sich die herausragende Notwendigkeit, sich der Erforschung der Quellengattung ‚Authentiken‘ zu widmen.

Anmerkungen:

[1] Köpf, Ulrich, Reliquien/Reliquienverehrung, II. Religionsgeschichtlich. 2. Alte Kirche bis Reformation, Sp. 421.
[2] Wetzstein, Thomas, Authentik, in: Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung, Sp. 1795.
[3] Plank, Peter, Reliquien/Reliquienverehrung, II.3. Orthodoxie, Sp. 422.
[4] Angenendt, Arnold, Reliquien, in: Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung , Sp. 1951.
[5] Luthers, Martin D. Werke, S. 145.
[6] Email von Dr. Norbert Kandler, Würzburg vom 5.7.2019.
[7] Neuheuser, Hanns Peter, Reliquienauthentiken als kirchenrechtliche und kulturgeschichtliche Quellen, S. 237.
[8] Hafner, Johann Ev., Reliquien/Reliquienverehrung, II. 4. Katholizismus , Sp. 424.
[9] Neuheuser, Hanns Peter, Reliquienauthentiken als kirchenrechtliche und kulturgeschichtliche Quellen, S. 238.
[10] Schreiner, Klaus, Discrimen veri ac falsi, S.8.
[11] Wilhelmi, Winfried/Licht, Toni, In Gold geschrieben, S. 18. Licht betont hier den Deklinationstausch.
[12] Legner, Anton (Hg.),Reliquien. Verehrung und Verklärung, S. 178.
[13] Neuheuser, Hanns Peter, Reliquienauthentiken als kirchenrechtliche und kulturgeschichtliche Quellen, S. 243.
[14] Wetzstein, Thomas, Authentik, in: Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung, Sp. 1795/1796.
[15] Hafner, Johann Ev., Reliquien/Reliquienverehrung, II. 4. Katholizismus, Sp. 423.
[16] Email von Dr. Norbert Kandler, Würzburg vom 5.7.2019.
[17] Licht, In Gold geschrieben, S. 17.
[18] Schreiner, Klaus, Discrimen veri ac falsi, S. 9.
[19] Email von PD Dr. Sebastian Bock, Freiburg vom 3.6.2019.
[20] Schmider, Christoph Dr., Echte Urkunden, unechte Reliquien? S.104/105.
[21] Email von PD Dr. Sebastian Bock, Freiburg vom 3.6.2019.
[22] KAO.
[23] Christoph Schmider, Verkündbücher, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, Url.: […], Stand 1.7.2017.
[24] https://www.schnell-und-steiner.de/artikel_9242.ahtml.
[25] Neuheuser, Hanns Peter, Reliquienauthentiken als kirchenrechtliche und kulturgeschichtliche Quellen , S. 243.
[26] Email von PD Dr. Sebastian Bock, Freiburg vom 3.6.2019.

Literatur – und Quellenangaben:

  • Angenendt, Arnold, Reliquien, in: Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung, (Bd. 3), Freiburg/Basel/Wien 2003, Sp. 1948-1955.
  • Anordnung über die Sicherung und Nutzung der Archive der katholischen Kirche (Kirchliche Archivordnung – KAO), in: Amtsblatt der Erzdiözese Freiburg 2014, S. 277-281.
  • Behs, G.A., Registratur-Ordnung für Pfarr- und Stiftungsakten. Mit Anweisung über den kirchlichen Schriftverkehr. Anhang: Instruktion für die Archivpfleger. Im Auftrag des Erzbischöflichen Ordinariats Freiburg, Karlsruhe 31961.
  • D. Martin Luthers Werke. Kritische Gesamtausgabe, (Bd. 30), Abteilung 1.Weimar: Hermann Böhlaus Nachfolger, 1910, S. 145.
  • Hafner, Johann Ev., Reliquien/Reliquienverehrung, II. Religionsgeschichtlich 4. Katholizismus c) Echtheit, in: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG) , (Bd.7), Tübingen 42004, Sp.424.
  • Köpf, Ulrich, Reliquien/Reliquienverehrung, II. Religionsgeschichtlich. 2. Alte Kirche bis Reformation, in Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG), (Bd.7), Tübingen 42004, Sp. 421.
  • Licht, Tino, Frühe Authentiken und die Mainzer Schriftkultur im 7. und 8. Jahrhundert, in: In Gold geschrieben. Zeugnisse frühmittelalterlicher Schriftkultur in Mainz, hg. von Wilhelmy, Winfried/Licht,Toni. Publikationen des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums Mainz, (Bd.9), Mainz 2017, S. 17-25.
  • Neuheuser, Hanns Peter, Reliquienauthentiken als kirchenrechtliche und kulturgeschichtliche Quellen. Das Beispiel eines neuzeitlichen Urkundenbestandes im Propsteiarchiv Kempen, in: Pragmatische Quellen der kirchlichen Rechtsgeschichte. Rechtsgeschichtliche Schriften (Bd. 28), hg. von Dems., Köln 2011, S. 233-275.
  • Plank, Peter, Reliquien/Reliquienverehrung, II.3. Orthodoxie, in: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG), (Bd. 7), Tübingen 42004, Sp. 421/422.
  • Schmider, Christoph, Echte Urkunden, unechte Reliquien? Der Inhalt des Breisacher Reliquienschreins, in: Freiburger Diözesanarchiv (FDA), (135. Bd.), Freiburg 2015, S. 101-114.
  • Christoph Schmider, Verkündbücher, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, Stand 1.7.2017. https://www.leo-bw.de/themenmodul/sudwestdeutsche-archivalienkunde/archivaliengattungen/amtsbucher/verkundbucher (27.7.2019).
  • Schreiner, Klaus, Discrimen veri ac falsi, Ansätze und Formen der Kritik in der Heiligen- und Reliquienverehrung des Mittelalters, in: Archiv für Kulturgeschichte, (Bd. 48) hg. von Grundmann, Herbert, Köln 1966, S. 1-53.
  • Weinbrenner, Klaus, Reliquien, Reflexionen zu Ästhetik und Authentik, in: Reliquien. Verehrung und Verklärung. Skizzen und Noten zur Thematik und Katalog zur Ausstellung der Kölner Sammlung Louis Peters im Schnütgen-Museum, hg. von Legner, Anton, Köln 1989, S. 175-178.
  • Wetzstein, Thomas, Authentik, in: Lexikon der Heiligen und Heiligenverehrung, (Bd.3), Freiburg/Basel/Wien 2003, Sp. 1795-1797.
  • Bock, Sebastian, PD Dr., Freiburg, Email vom 3.6.2019.
  • Kandler, Norbert, Dr., Würzburg, Email vom 5.7.2019.
  • Ausstellung „Reliquien und Reliquiare“ im Foyer des Bischöflichen Archivs Würzburg vom 26. September 2018 bis 17. Dezember 2018, konzipiert von Herrn Dr. Norbert Kandler.

Zitierhinweis: Jutta Seif, Authentiken, in: Südwestdeutsche Archivalienkunde, URL: […], Stand: 20.11.2019.

 

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