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Besondere Denkmale – zum Volkstrauertag 2025

Die Wachenburg auf einer Postkarte aus der Zeit nach ihrer Fertigstellung 1928, Quelle: Badisches Landesmuseum, Außenstelle Südbaden, Bildarchiv BA 2000/4116 [Inv.Nr.], Lizenz CC0

Die Wachenburg auf einer Postkarte aus der Zeit nach ihrer Fertigstellung 1928, Quelle: Badisches Landesmuseum, Außenstelle Südbaden, Bildarchiv BA 2000/4116 [Inv.Nr.], Lizenz CC0.

Viele Denk- und Mahnmale, Grabanlagen und Gedenkstätten erinnern an die Opfer von Kriegen, Terror und anderer Gewalt. Unter ihnen ragen einige besonders hervor – im Sinne des Wortes. Die Hohe Warte auf der Schwäbischen Alb bei St. Johann ist ein 23 Meter hoher Aussichtsturm, der in den 1920er Jahren errichtet wurde. Zuvor befand sich an dieser Stelle ein Aussichtsgerüst. Mit ausschlaggebend für den Bau war die Idee, ein Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Albvereins zu schaffen. Auf sie weisen Tafeln im Eingangsbereich des Turmes hin. Ein separater Gedenkstein befindet sich in unmittelbarer Umgebung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden hier die Jahreszahlen 1939-1945 ergänzt. Die Aussichtsplattform ermöglicht einen Blick in alle Richtungen, an schönen Tagen bis zu den Alpen. Auch der Turm selbst, der unter Mitwirkung vieler Freiwilliger erbaut wurde, ist sehenswert. Auf nahezu quadratischem Grundriss mit abgerundeten Ecken bildet der weiß verputzte, durch Sichtmauerwerk horizontal gegliederte Aufbau einen reizvollen Kontrast zu den Wäldern der Alb. Im beliebten Wandergebiet um St. Johann gelegen, ist der Turm ist ein schönes Ziel bei Touren.

Bei Weinheim im Nordwesten Baden-Württembergs liegt die Wachenburg auf dem gleichnamigen Berg. Hier sollte Anfang des 20. Jh. eine Gedenkstätte für die im Deutsch-Französischen Krieg gefallenen Mitglieder des studentischen Korporationsverbands „Weinheimer Senioren-Convent“ entstehen. Aus den Planungen ging die Burg als Tagungs- und Begegnungsstätte hervor. Die einzelnen Bauabschnitte entstanden in den Jahren 1907-1928. In die Gedenkstätte der Ehrenhalle wurden auch die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs aufgenommen. 1938 wurde der Korporationsverband aufgelöst, 1950 neu gegründet. 1949 war die Burg Gründungsort des Bundes der Europäischen Jugend. Burghof, Aussichtsplattform und die Burgschänke mit Restaurant und Eventangeboten sind frei zugänglich.

Hier finden Sie weitere Informationen von LEO-BW zum Thema Volkstrauertag und Gedenken.

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