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Mannheims Wassertürme

Der Wasserturm Seckenheim, erbaut durch die Firma Brenzinger & Cie, kurz nach der Fertigstellung 1911. Annemarie Brezinger hielt viele Baumaßnahmen des Familienunternehmens mit ihrer Kamera fest. Quelle: Badisches Landesmuseum, Bildarchiv BA 2000/1457, Lizenz CC0

Der Wasserturm Seckenheim, erbaut durch die Firma Brenzinger & Cie, kurz nach der Fertigstellung 1911. Annemarie Brezinger hielt viele Baumaßnahmen des Familienunternehmens mit ihrer Kamera fest. Quelle: Badisches Landesmuseum, Bildarchiv BA 2000/1457, Lizenz CC0

Der Turm am Mannheimer Friedrichsplatz ist einer der ältesten und prominentesten Vertreter der Mannheimer Wassertürme und zugleich ein Wahrzeichen. Zusammen mit Brunnen, Bassins, Fontänen und Statuen prägt er die Anlage, die die Facetten des Elements Wasser gestalterisch zum Ausdruck bringt. Im Stadtgebiet existieren zahlreiche weitere Hochbehälter, die, bedingt durch die topographischen Verhältnisse, eingerichtet wurden. Nicht nur ihre exponierte Erscheinung, die sie zu Orientierungspunkten macht, auch etliche Charakteristiken und Besonderheiten laden zu näherer Betrachtung ein.

Viele der Mannheimer Wassertürme entstanden in den ersten Jahren des 20. Jh. Ein beträchtlicher Teil wurde im Zusammenhang mit Werksanlagen erbaut. Beispiele dazu finden sich auf den Firmenarealen der Seifenfabrik Rheinau oder der Gummi- und Zelluloidfabrik in Neckarau sowie der von der Familie Lanz gegründeten Landmaschinenfabrik in Lindenhof. Neben Typen mit vier- oder mehreckigem Grundriss bzw. Aufbau erscheinen Türme mit rundem, sich verjüngendem Schaft und einem auskragenden, ebenfalls runden Wasserbehälter. Diese Form findet sich auch bei den kommunalen Wassertürmen von Feudenheim, Wallstadt oder Straßenheim.

Andere Beispiele heben sich von diesen Schemata ab, etwa die miteinander verbundenen Doppeltürme der Papierfabrik Waldhof. Der blockhafte Turm der Mühlenwerke auf der Friesenheimer Insel ist in das Fabrikgebäude aus Backstein integriert. Ebenfalls aus Backstein und mit weiß abgesetzten Rundbogenfenstern an einen Renaissancebau erinnernd, präsentiert sich der Turm der Gummi- und Zelluloidfabrik Rheinau. Ungewöhnlich sind die beiden übereinander liegenden Wasserbehälter in seinem Innern.

Als besonders bemerkenswert erscheinen die Bauten von Luzenberg und Seckenheim. Der Hochbehälter von Luzenberg im Stadtbezirk Waldhof wurde als zweiter kommunaler Wasserturm Mannheims errichtet. Er entstand im Zuge der Netzerweiterung um 1909. Kurze Zeit später ergänzten zwei für Schulzwecke angebaute Flügel den Speicher in der Mitte. Das Ensemble mit dem massiven, runden und flach behelmten Turm, der über den Nebengebäuden aufragt, bietet einen ungewöhnlichen Anblick. Zu einem weiteren Wahrzeichen wurde der um 1911 fertiggestellte Wasserturm von Seckenheim. Die schlanke Betonkonstruktion mit integriertem Wasserbehälter basiert auf einem achteckigen Grundriss und verjüngt sich nach oben nur wenig. Das durch den umlaufenden Sims abgegrenzte Obergeschoss wird von einer kupfernen Blechkuppel geschlossen. Das an ein Observatorium erinnernde Detail verleiht dem Gebäude eine futuristische Aura. Der stillgelegte Turm befindet sich seit den 1970er Jahren im Besitz einer Fahrstuhlfirma und beherbergt deren Museum sowie Veranstaltungsräume.

Einen bebilderten Überblick zu den Mannheimer Wassertürmen finden Sie bei Wikipedia
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