Rinderlehof und Magdalenenkapelle (Krozinger Straße 1, 1a, Staufen im Breisgau) 

Kurzbeschreibung: Kapelle
Ortsbezüge:
Baujahr/Gründung: 1586
Beschreibung: Rinderlehof. Bestehend aus Wohnhaus, zwei Wirtschaftsgebäuden und Hofmauer, nimmt der Rinderlehof hier die Stelle des ehem. Gutleut-, bzw. Leprosenhauses ein. Südlich davon, durch die alte Straße nach Kirchhofen vom Anwesen getrennt, die Magdalenenkapelle mit ehem. Friedhof. Gründung des Leprosenhauses Mitte des 13. Jh. mit eigenem, ummauertem Friedhof und urspr. zwei Kapellen: der Gotthardkapelle (siehe Bötzenstr. 67, 69) und einem Vorgängerbau der Magdalenenkapelle. Der Bau der heutigen Kapelle datiert in das Jahr 1586. Im Dreißigjährigen Krieg Niedergang des Spitals, kurze Zeit später Wiederaufbau. 1738 Renovierung durch die Gutleutpflegschaft. In diesem Zusammenhang wurde die tonnengewölbte Vorhalle der Kapelle mit dem Wandbild der Schutzpatronin Magdalena erbaut und neue Altäre geweiht. 1786 erwarb Bauer Rinderle das Leprosenhaus und lies an seiner Stelle 1792 das heutige repräsentative Wohnhaus mit Balustertreppe im Innern errichten. 1804 Umnutzung des Friedhofs, der zeitweise auch Hingerichteten als letzte Ruhestatt diente, zum Garten. 1827 Profanierung der Kapelle (Altar heute in der Gotthardkapelle) und Nutzung als Wasch- und Brennhaus. Im späten 19. Jh. wurden die Ökonomiegebäude teils mit Korbbogentor teils mit segmentbogigen Tür- und Fensterstürzen neu errichtet. 1955 wurden in der Magdalenenkapelle Wandmalereien aus der o.g. Erbauungszeit (Architekturgliederung, Apostelfiguren, knieende Figur des Gutleutpflegers Baltzar Beisel) wiederentdeckt und der Bau renoviert, heute in Besitz des Arbeitskreises Staufener Stadtbild. (Sachgesamtheit)
Objekttyp: Sonstige Denkmale

Adresse Krozinger Straße 1, Staufen im Breisgau
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